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Warum Salesforce seine Software im Abo anbietet

Verantwortung tragen – ob für den Kunden oder die Allgemeinheit. Salesforce will, dass sich Mitarbeiter intensiv ihres (Arbeits-)Umfelds annehmen. Wie daraus bessere Produkte und bessere Talente erwachsen, erklärt Tech-Industrie-Pionierin Polly Sumner.

Tech-Pionierin: Polly Sumner arbeitet seit 30 Jahren in der Tech-Industrie. Seit 2008 ist sie für Salesforce tätig (Foto: Tomas Ovalle)

Mach den Kunden zu Deinem Baby – oder etwas präziser: Adoptiere dessen Bedürfnisse! So könnte das Credo hinter der Aufgabe von Polly Sumner bei Salesforce lauten. Sie agiert dort als Chief Adoption Officer. Sumner verfügt über so viel Erfahrung und Expertise wie kaum eine Zweite in der US Tech-Industrie. Wie daraus ein neuer Blick auf den Kunden erwächst und warum Zeit für Soziales ein Trumpf ist, verrät sie im Gespräch.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Sie tragen den schönen Titel „Chief Adoption Officer“. Welche konkrete Aufgabenstellung verbirgt sich dahinter?

Polly Sumner: Unser Businessmodell ist das Abonnement oder die Subscription, wie wir sagen. Wenn du als Kunde so ein Abo hast und es nicht mehr magst, dann stornierst du es. Vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, dass wir einen Chief Adoption Officer haben, dessen Aufgabe es ist, unsere Kunden dabei zu unterstützen, mit unseren Produkten und Dienstleistungen erfolgreich zu sein. Und zwar so, dass die Kunden sie als wertvoll erachten und ihre Abonnements erneuern.

Inwiefern spiegelt dieser Ansatz die Unternehmenskultur bei Salesforce wider?

Sumner: In der Technologiebranche waren wir es lange Zeit gewohnt, eine Software für den Chief Information Officer zu entwickeln, die dann auch bei ihm abgeladen wurde. Und wir überließen es dem CIO des Unternehmens, herauszufinden, wie diese Software einen geschäftlichen Mehrwert für den Endkunden bieten kann. Als wir mit Salesforce starteten, haben wir uns von Anfang an auf den Endnutzer konzentriert und sichergestellt, dass wir die Software auch genau für diejenige Person entwickelt haben, die sie auch nutzen wird. Vor dem Hintergrund, dass wir ein Subscription-Modell fahren, bedeutet das für jeden Einzelnen von uns, jeden einzelnen Tag aufzuwachen und daran zu denken, ob der Kunde – der Anwender oder Angestellte des Kunden – einen Mehrwert aus der Software schöpft, die wir entwickelt haben. Verbessert sich ihr Geschäft, wächst ihr Geschäft? Verbinden sie sich mittels der Software mit ihren Kunden auf eine völlig neue Art und Weise? Das brauchen wir, wenn wir von „Adoption“ sprechen und einen Mehrwert für den Kunden generieren wollen.

 

Teil 1: Warum Salesforce seine Software im Abo anbietet

Teil 2: Soziales Engagement auf Firmenkosten bei Salesforce

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