Inside Silicon Valley: Kümmere dich drum!

Soziales Engagement auf Firmenkosten bei Salesforce

Hand anlegen: Sich um Kunden und das eigene soziale Umfeld zu kümmern ist Teil der Salesforce-Philosophie (Foto: Getty Images/Meriel Jane Waissman)

Gibt es besondere Instrumente, auf die Sie im Kampf um Talente setzen?

Sumner: Für das Silicon Valley gilt – aber ich bin davon überzeugt, dass es fast überall auf der Welt und in jeder Industrie dasselbe ist –, dass sich die Menschen oder Angestellten heute aussuchen können, wo sie arbeiten wollen. Und im Fall der Technologieindustrie konkurrieren wir natürlich mit Giganten, sprich Riesenkonzernen. So haben wir uns darauf fokussiert, uns abzuheben beziehungsweise einen Unterschied zu machen: Wir haben in unserem Unternehmen ein 1-1-1-Modell gestartet. Das heißt, wir investieren ein Prozent der Arbeitszeit unserer Angestellten, ein Prozent unseres Produkts und ein Prozent unseres Eigenkapitals in eine Non-Profit-Organisation. Darüber hinaus stellen wir allen unseren Angestellten sieben Tage pro Jahr zur Verfügung, an denen sie Freiwilligendienste leisten oder an jedem Kurs teilnehmen können, der sie interessiert. Und das ist nicht unternehmensgetrieben – in Richtung Rotes Kreuz oder in Richtung von irgendetwas Philantropischem. Es geht nicht darum, dass wir entscheiden, wozu die Angestellten etwas beitragen sollen. Vielmehr ermächtigen wir sie dazu, ihre eigene Wahl zu treffen: Was ist ihnen am wichtigsten? Wie dienen sie ihrem Umfeld, ihrer Gemeinschaft, in der sie selbst leben, am besten – egal wo auf der Welt? Wofür entfalten sie Leidenschaft? Vielleicht Bildung? Oder Gesundheit? Oder auch Gleichberechtigung? Was auch immer es sein mag. Aber sie dazu in die Lage versetzen, im Rahmen ihrer Arbeit und ihrer Karriere bei Salesforce etwas zurückzugeben, macht einen großen Unterschied und hilft uns, die besten Talente für unser Unternehmen zu begeistern.

Welche Tipps geben Sie jungen Talenten für ihre Karriere und die Zukunft mit auf den Weg?

Sumner: Aus meiner Sicht treten wir in eine Welt des kontinuierlichen Lernens ein. Ich bin davon überzeugt, dass dies viel Neugier erfordert. Ebenso braucht es einen „Anfängergeist“ und die Vorstellungskraft, wie Innovation aussehen kann. All diese Dinge wirken ineinander. Und all diese Dinge sind aus meiner Sicht sehr wichtig für den Arbeitsplatz der Zukunft. Und ganz sicher sind sie sehr wichtig in der Technologieindustrie von heute.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am meisten?

Sumner: Ich bin bei Salesforce, weil ich meine ganze Zeit mit der Führung unserer Kunden verbringe. Ich spreche mit den Kunden darüber, wie sie ihre Unternehmen transformieren und digitalisieren, wie sie fantastische Erfahrungen kreieren oder neue Kundenbindungsstrategien entwickeln. Eben darin finde ich viel Stolz, viel positive Aufregung und Belohnung.

 

Teil 1: Warum Salesforce seine Software im Abo anbietet

Teil 2: Soziales Engagement auf Firmenkosten bei Salesforce

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