Hamburg, 15.03.2017

Handbuch: Unternehmer, die sich für Wachstum entscheiden, finden in „Scaling up“ einen Ratgeber mit praktischen Anleitungen. Die Idee: Mitarbeiter, Strategie, Praxis und Finanzen hängen zusammen und müssen gemeinsam wachsen. 306 S., 29,95 Euro, ScaleUp Institut

Haben Sie als Unternehmer Erfahrungen mit dem Skalieren gemacht?

Ladanyi: Als ich 2011 ein Unternehmen gegründet hatte, dachte ich noch, dass Wachstum bei einem guten Produkt automatisch eintritt. Wir empfanden, dass disziplinierte Nutzen von Anleitungen und Rezepten sei etwas für „Anfänger“ und nicht für uns gestandene Unternehmer. Das war überheblich von mir und meinen Mitstreitern und diese Einstellung ließ uns viele Fehler begehen. Dieses Unternehmen gibt es noch, es soll verkauft werden. Mit ScaleUp GmbH, unserer Firma für Scaling Up Implementierung, skalieren wir sehr dezidiert. Wir wenden die Anleitungen und Rezepte nun konsequent selbst an und verdoppeln unseren Umsatz jedes Jahr.

Können nur Start-ups skalieren, oder eignet sich das Modell auch für größere Traditionsunternehmen?

Ladanyi: Scale-up ist auch für große Unternehmen geeignet. Gerade in Phasen von Zäsuren wie Generationswechsel, technologischem Wandel oder Industrie 4.0 sollte Bestehendes hinterfragt und neu definiert werden, damit das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt oder wieder wird.

Was hindert Unternehmen daran, sich auf das Wachstum zu konzentrieren?

Ladanyi: Oft ist das die Fehlannahme von Unternehmern, dass die Rahmenbedingungen einer Branche stets unveränderlich bleiben, dass Barrieren vermeintlich gesetzt sind.

Gibt es die Scale-up-Idee auch in anderen Ländern – neben den USA und Deutschland?

Ladanyi: Es gibt eine Scale-up-Community in Großbritannien, zudem eine in Dänemark, in Finnland und den Niederlanden. Für England ist gerade ein Scale-up-Report erschienen mit wirtschaftspolitischen Empfehlungen für mehr Wachstum, woraus mehr Arbeitsplätze folgen würden. Dort werden Unternehmen als Scale-ups gewertet, die mit 20 Mitarbeitern starten und drei Jahre in Folge mindestens um 20 Prozent im Jahr wachsen. Demzufolge kann genau ein Prozent aller britischen Unternehmen als Scale-ups gewertet werden. Zurzeit entsteht ein solcher Report über Deutschland.

Das heißt, die Scale-up-Idee ist auch nachhaltig?

Ladanyi: Ja, es geht darum, Arbeitsplätze zu schaffen. An der Technischen Universität München wird gerade der volkswirtschaftliche Nutzen von Scale-up erforscht. Außerdem bereiten wir vieles vor, um das Wachstumsthema auch politisch zu präsentieren. Das heißt nicht, dass wir parteipolitische Ambitionen haben. Unser Fernziel ist die Gestaltung eines starken und lebendigen Wirtschaftssystems in Deutschland. Zwei Drittel der skalierenden Unternehmen sind Jungunternehmen, ein Drittel sind etablierte Unternehmen.

 

Der Scale-up Summit am 10. Mai 2017 in Berlin

 

Am 10. Mai 2017 findet der Scale UP Summit in Berlin statt, ­Medienpartner ist das DUB­ UNTERNEHMER-Magazin.

Der Kongress dient dazu, die Scale-up-Idee weiter zu verbreiten. Eingeladen sind alle Unternehmer, die sich über die Scale-up-Idee austauschen wollen.

Als Gastredner werden neben Nikolai Ladanyi auch Professor Dr. Hermann Simon, Autor von „Hidden Champions“ und „Preisheiten“, Verne Harnish, Autor von „Rockefeller Habits“ und „Scaling Up“ sowie EO-Gründer, David Rendall, Autor von Freak Factor, und Greg Brenneman, ehemaliger CEO von Continental Airlines, Burger King und PWC Consulting, erwartet.

DUB UNTERNEHMER-Magazin stellt zwei Freikarten zur Verfügung: Sie gehen an die ersten beiden Absender einer E-Mail an redaktion@dub.de mit dem Betreff „Scale-up“.

Wer keine Freikarte mehr bekommen hat, kann sich einen 25-Prozent-Rabatt sichern: einfach mit dem Aktionscode SUPS17DUB direkt unter scaleup.de/scaleup-summit-berlin-2017/ anmelden – solange der Vorrat reicht!

 

NikolayLadanyi_Teil 1

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