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Teil 3: Bedarf an Serviced Apartment-Häusern in Deutschland wird weiter steigen


Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Marktpreise in diesem Segment in den von Ihnen präferierten Lagen in Deutschland?
Fischbaum: Natürlich wird es derzeit nirgendwo billiger, das ist doch klar. Die Preise sind exorbitant angestiegen – in den letzten fünf Jahren in großstädtischen Ballungsräumen um mehr als 50 Prozent. Im Durchschnitt – da können Sie sich vorstellen, was bei Top-Adressen im Einzelfall geboten ist. Aber wenn ich in ausgesuchten Top-Lagen der schönsten deutschen Städte traumhafte Serviced Apartment-Häuser baue, dann ist das wie mit einem Prädikatswein. Das hat erst einmal deutlich mehr mit Passion zu tun als mit dem Streben nach einem sofortigen und möglichst hohen Gewinn. Wir denken als Family Office hier in längeren Zeiträumen und sind damit eigentlich immer gut gefahren. Und wenn Sie die Immobilienmärkte in München bzw. Hamburg mit denen in Zürich und London vergleichen, dann stellen Sie eben auch fest, dass das, was wir hierzulande ein hohes Preisniveau nennen, nicht immer auch ein hohes Preisniveau ist. Zumindest nicht im internationalen Vergleich. Aber auch hierzulande gilt: Die Luft wird dünner. 


Wo sehen Sie den hiesigen Markt für Serviced Apartments in fünf Jahren?
Fischbaum: 
Für mich steht außer Frage, dass der Bedarf an Serviced Apartment-Häusern in Deutschland weiter steigen wird – wir bleiben eine Wachstumsbranche. Für die Frederics–Häuser bleibt es aber bei der Strategie, dass „groß“ nicht unbedingt „fein“ bedeutet. Und wir sind lieber fein. Insofern werden wir nur dort investieren, wo wir unseren First-Class-Ansprüchen gerecht werden und unsere Kunden auf hohem Niveau begrüßen können.


Auf welchen weiteren Immobilien- und Investmentprojekten liegt ihr Fokus? Und mit welchem Investmenthorizont agieren Sie?
Fischbaum: Wir werden uns neben der Frederics-Expansion als Family Office verstärkt auch dem Sozialen Wohnungsbau widmen. Das gehört in Zeiten explodierender Wohn- und Mietpreise auch zu unserer sozialen Verantwortung, die wir stark empfinden und der wir stärker gerecht werden können als rein renditegetriebene Investoren. Wir denken hier in Generationen, haben einen Anlagehorizont von 30 Jahren und rufen interessierte Städte und engagierte Oberbürgermeister im gesamten Bundesgebiet auf, sich bei Interesse gerne bei uns zu melden und gemeinsam die akute Wohnungsnot zu lindern. Das ist für beide Seiten eine „win-win-Situation“ und man ist dabei noch Teil einer guten Sache. 


Teil 1: „Helfer in der Wohnungsnot"

Teil 2: Hoher Anspruch an Wohnungen

Teil 3: Bedarf an Serviced Apartment-Häusern in Deutschland wird weiter steigen

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