Teil 2: Hoher Anspruch an Wohnungen


Inwieweit konkurrieren Serviced Apartments mit anderen Anbietern wie etwa Budget-Hotels?
Fischbaum: Wir konkurrieren natürlich über die Sterne-Kategorisierung  wie bei Hotels. Vom einfachen Zwei- bis Drei-Sterne-Haus bis hin zum Fünf-Sterne-Standard – feinste Ausstattung in innerstädtischen Top-Lagen, wo unsere Frederics-Häuser angesiedelt sind. In Berlin und in den deutschen „big five“ – davon bin ich überzeugt – werden sich die Serviced Apartments gegen die Budget Hotels schnell durchsetzen, weil das Konzept intelligenter und viel stärker auf die Bedürfnisse der Gäste zugeschnitten ist. In mittelgroßen Städten von der Kategorie Freiburg, Heidelberg, Wiesbaden oder Hannover gibt es noch nicht so viele Serviced Apartment-Häuser, das braucht noch etwas Zeit.


Frederics-Häuser richten sich an gehobene Ansprüche. Wo sehen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale?
Fischbaum: Wir richten an unsere Häuser besondere Anforderungen, was die Ausstattung und die Lage als auch deren Sicherheit betrifft. Dass zu unseren Gästen auch die israelische und die amerikanische Botschaft in Berlin gehören, spricht da eine sehr deutliche Sprache. Deren hohes Anforderungsprofil wäre von den meisten unserer Wettbewerber gar nicht zu erfüllen. Aber wir müssen täglich einen manchmal schmerzhaften Spagat vollführen – trotz erheblicher und steigender Investitionen einen geringeren Preis aufzurufen als vergleichbare Hotels. Die Lage ist von allen Faktoren aber besonders wichtig, weil unsere Gäste in Berlin und München gerne mitten in der Stadt leben und abends im Herzen, am Puls der Städte sein wollen.


Wo planen Sie die nächsten Frederics-Projekte?
Fischbaum: Der Investitions-Fokus in Deutschland liegt ganz sicher auf Berlin und auf den sogenannten „big five“ – Hamburg, München, Köln/Düsseldorf, Frankfurt am Main und Stuttgart. Aber nach unseren Marktanalysen gibt es bundesweit rund 80 Städte, wo Frederics wirtschaftlich Sinn machen könnte. Für uns sind prinzipiell alle Märkte interessant, wo der Wohnraum eher knapp und damit hochpreisig ist. Das ist für uns die Marktberechtigung, das grüne Licht für den Markteintritt. 


Wer treibt die Frederics-Idee inhaltlich an und wer ist maßgeblicher Investor?
Fischbaum: Ich agiere gerne als „business–angel“ –  für das operative Geschäft sind meine Manager zuständig. Aber ich weiß aus meiner jahrzehntelangen Erfahrung, was unsere Gäste mögen und unsere Häuser brauchen – und deswegen ist es gut, dass noch alles in einer Hand ist. Auch die Entscheidungswege sind bei uns angenehm kurz – ich muss in der Regel nur bei mir selbst um Zustimmung werben und mich überzeugen. Wenn wir im kommenden Jahr stark wachsen wollen, könnte es aber sein, dass wir dann den einen oder anderen Investor mit an Bord nehmen. Der muss aber nicht nur Geld mitbringen, sondern auch reichlich Expertise. 


Teil 1: „Helfer in der Wohnungsnot"

Teil 2: Hoher Anspruch an Wohnungen

Teil 3: Bedarf an Serviced Apartment-Häusern in Deutschland wird weiter steigen

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