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Am Puls der Zeit

Dr. Jan Becker, CEO von Porsche Design, über die konsequente Neuausrichtung der Marke, die mit der Eingliederung des Unternehmens in die Porsche AG verbundenen Änderungen im Produkportfolio und den Leitgedanken des Firmengründers. 


Seit April 2017 ist der 46-Jährige CEO von Porsche Design. Zuvor leitete er das operative Geschäft (Foto: PR)

Der Name Porsche weckt seit jeher Erinnerungen an prägnante Linienführung und sportliches Design. Also im Süden nichts Neues? Keineswegs. Das seit der Gründung in den 70er-Jahren für hochwertige Uhren und Lifestyleprodukte bekannte Unternehmen Porsche Design vollzieht eine Metamorphose. Anders als in der Vergangenheit orientieren sich das Design und die Funktionalität der Produkte noch näher an den Sportwagen aus der baden-württembergischem Landeshauptstadt – und folgt damit dem Leitgedanken des Firmengründers Ferdinand Alexander Porsche: Wenn man die Funktion einer Sache überdenkt, ergibt sich die Form manchmal wie von allein.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Porsche Design wurde 1972 von Ferdinand Alexander Porsche unabhängig vom Automobilhersteller und als Designstudio gegründet. Heute ist die Marke eine 100-prozentige Tochter von Porsche. Wie wichtig ist die Verbindung der beiden Geschäftsfelder?
Dr. Jan Becker:
Durch die engere Verzahnung der beiden Marken unterstreichen wir die gemeinsame DNA. Ein gutes Beispiel dafür ist die neue Monobloc-Actuator-Uhrenkollektion, die wir auf der diesjährigen Messe Baselworld zum ersten Mal der internationalen Fachpresse und Wholesale-Kunden vorgestellt haben. Die innovative Uhr wurde gemeinsam mit den Rennsportingenieuren von Porsche Motorsport in Weissach entwickelt. Das Highlight ist das innovative Bedienkonzept. Über eine mehrfach gelagerte Schaltwippe wird der Chronographenmechanismus des automatischen Kalibers in Gang gesetzt und gestoppt. Die ins Gehäuse integrierte Wippe verleiht dem sportlichen Chronographen zudem ein einzigartiges asymmetrisches Design. Die Inspiration stammt aus dem Rennfahrzeugmotor des neuen Porsche 911 RSR – ein Musterbeispiel an Präzision und Performance. Auch im Vertriebsbereich gibt es zahlreiche Synergiepotenziale, die wir heben werden.

Seit April 2017 leiten Sie die Geschicke bei Porsche Design. Die Marke durchlebt gerade einen Wandel. Was sind Ihre langfristigen Ziele, in welche Richtung möchten Sie die Marke künftig entwickeln?
Becker:
Strategisch liegt der Fokus künftig klar auf Lifestyleprodukten für Männer. Die Porsche Design Woman Kollektion haben wir in aller Konsequenz mit der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2017 eingestellt. Das bedeutet aber nicht, dass die weiblichen Kunden bei uns zu kurz kommen. Wie auch in der Vergangenheit bieten wir Produkte an, die durchaus auch die weibliche Zielgruppe ansprechen. Ein Beispiel ist unser neues Porsche Design Book One 2-in-1 Notebook, das wir Mitte dieses Jahres auf den Markt gebracht haben. Des Weiteren werden wir uns zukünftig im Kern der Marke auf drei grundlegende Produktkategorien fokussieren: erstens technische Produkte wie Uhren, Smartphones und Brillen. Zweitens Sport und Fashion. Drittens Leder und Gepäck.

Teil 1: Am Puls der Zeit

Teil 2: Das Beste aus zwei Welten

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