Wüste Tour

Teil 2:  New Work – flexibles Arbeiten statt traditionelle Bürokonzepte

 
New Work: Hängematte meint nicht gleich abhängen, sondern kann auch Arbeit bedeuten. Impressionen eines Meetings im Camp in Dahab. (Foto: PR)

Wie wichtig ist es, Jungunternehmer bei ihrer Arbeit zu unterstützen, und wo liegt der größte Bedarf?
Schmitt: Es ist essenziell, dass mittelständische Unternehmen und Start-ups zusammenarbeiten. Ein Unternehmen wie die Haufe Group verfügt über Marktzugänge und Netzwerke, die ein First-Time-Founder in der Regel nicht hat. Wieso sollten wir diese nicht zur Verfügung stellen? Der größte Bedarf für Start-ups besteht meiner Meinung nach in vertrieblichen Themen. Mentoren aus etablierten Unternehmen wissen, wie man einen Vertrieb strukturiert und Produkte verkauft. Viele Gründer haben oft ein super Produkt, aber keinen Zugang zum Markt und keine Vertriebskompetenz. Bei beidem können wir helfen.

Was können Bluechips von den „Kleinen“ lernen?
Schmitt: Dass sich die Arbeitswelt von heute und morgen verändert. In Zeiten von On-Demand-Angeboten, Cloud und Vernetzung kann ich alles von überall aus erledigen. Wir kennen das schon aus dem Privaten. Und das wirkt sich auch auf das Arbeiten aus. Arbeit und Leben sind vereinbar. Und nur wenn Unternehmen das verstehen, können ihre Mitarbeiter Höchstleistungen erbringen. Es sind am Ende die Ergebnisse, die zählen, und nicht, ob ich auf dem Weg dahin täglich acht Stunden im Büro saß. Große Unternehmen müssen sich von dem traditionellen „Bürokonzept“ lösen. Ich selbst habe mehrere Start-ups gegründet, Initiativen aufgebaut und bin in den unterschiedlichsten Projekten involviert. Dafür habe ich viel Energie, aber die stirbt, wenn ich zu lange in Büros sitze. Am Schreibtisch bin ich unproduktiv, mir ist dort noch nie eine gute Idee gekommen. Ich würde gern mehr Organisationen sehen, die eine Arbeit „am Rande des Chaos“ zulassen.

Man gewinnt den Eindruck, dass New Work eine Sache der jungen Leute ist. Falsch oder zutreffend?
Schmitt: Für Digitalnomaden beobachten wir eher das Gegenteil. Oft sind das Leute, die in Deutschland schon zehn Jahre Berufserfahrung gesammelt haben und dann bei einer Reise angefixt werden.

Wie sehr ist die Haufe Group selbst ein Start-up?
Schmitt: Ein gutes Stückchen. Die Haufe Group ist in erster Linie sehr divers. Wir haben Abteilungen, in denen die Mitarbeiter in klassischen Strukturen von Nine-to-five arbeiten. Dann andere Abteilungen, in denen Teams unabhängig vom Rest der Organisation wie Start-ups Produkte nah am Markt und agil entwickeln. In manchen Abteilungen wählen Teams ihre neuen Kollegen selbst, in anderen wählen sie gar ihren Chef. Die Haufe Group lässt viele Freiheiten zu, denn Maßstab sind immer der Markt und der Kunde.


Teil 1: Digitales Start-up Camp in Dahab

Teil 2: New Work – flexibles Arbeiten statt traditionelle Bürokonzepte

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