Wüste Tour

Digitales Start-up Camp in Dahab

Moderene Arbeitswelten zwingen Unternehmen zum Umdenken. Statt „9 to 5“ gilt heute: „anytime, anywhere“. Für den Start braucht es manchmal ungewöhnliche Schützenhilfe, weiß Florian Schmitt.


Florian Schmitt: ist so etwas wie der „Mister Start-up" im Hause Haufe Group. Weil er das Programm im Unternehmen verantwortet, das den digitalen Nomaden so etwas wie einen geistigen Heimathafen verschafft. (Foto: PR)

Digitalnomaden arbeiten agil, von überallher. Damit dabei die Struktur nicht auf der Strecke bleibt, hilft es tatsächlich, sich in den Sand zu setzen. Zumindest in den Sand im ägyptischen Dahab, wo die Haufe Group Start-ups mit einem Coaching-Camp unter die Arme greift. Eine wüste Tour, wenn man so will. Wie das funktioniert, erklärt Nomaden-Häuptling Florian Schmitt.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Wie sind Sie auf die Idee mit dem Wüsten-Camp gekommen?
Florian Schmitt: Im Rahmen der Start-up-Förderinitiative lexRocket von Lexware hatten wir letztes Jahr das Programm „Start-up des Monats“, bei dem wir zwölf Start-ups jeweils einen Monat lang mit unserer vollen Power unterstützt haben. Das war ein wilder Ritt, denn ich war das ganze Jahr über in der ganzen Welt unterwegs, habe mit den Start-ups Events besucht und nebenher noch einen Film gedreht. Im Zuge dessen war ich auch einmal für drei Tage in Dahab und habe diesen Ort kennengelernt.

Welche Vorteile bietet Dahab?
Schmitt: Wir als lexRocket-Team haben uns Ende des Jahres zusammengesetzt und beraten, wie man das „Wilde“ am Programm erhalten und es dabei ganz auf die Bedürfnisse der Start-ups fokussieren kann. Dabei wurde uns schnell klar: Wenn wir mehrere Startups gleichzeitig unterstützen wollen, dann müssen wir das losgelöst von unseren und deren eigentlichen Strukturen tun. Also hieß es: raus aus Deutschland und an einen Ort, wo wir effizient und in Ruhe arbeiten können. Für mich sind gutes Wetter und das Meer extrem wichtige Faktoren. Denn wenn beides vorhanden ist, dann arbeite ich wie eine Maschine. Wir versuchen also, Arbeit mit Spaß zu verbinden, eine Umgebung zu schaffen, in der die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen. Dahab ist perfekt. Es ist warm, am Meer, günstig und wunderschön. Zudem ist ägyptisches LTE sehr preiswert, sodass wir überall arbeiten können. Digitale Nomaden eben.

Wie ist das Feedback der Besucher?
Schmitt: Hervorragend. Da sich die Start-ups schon gemeinsam auf den Weg nach Dahab gemacht haben, sind wir über die zwei Wochen zu einem richtigen Kollektiv herangewachsen. Es sind sogar neue Projekte und Kooperationen entstanden, weil sich einige Teilnehmer spontan zusammengeschlossen haben. Und das schon in der ersten Woche im Camp. Alle Teilnehmer haben verschiedene Stärken, die den anderen eine große Hilfe waren. Wir sind als Coworker angekommen und als Freunde gegangen. Der Termin für ein Nachtreffen im Sommer in München steht bereits.

Teil 1: Digitales Start-up Camp in Dahab

Teil 2: New Work – flexibles Arbeiten statt traditionelle Bürokonzepte

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