Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Teil 3: Kein Verbot von Verbrennungsmotoren

 
Mehr digitale Kompetenz: Lindner ist auf Twitter und Co. aktiv. Das kommt bei jungen Menschen gut an (Foto: PR)

Sie fordern nicht nur mehr Investitionen, sondern auch Steuerentlastungen von mindestens 30 Milliarden Euro. Wer soll das bezahlen?
Lindner:
Bis 2021 erwarten wir jährlich staatliche Mehreinnahmen von 145 Milliarden Euro. Die aktuelle Umverteilung von privaten Finanzen zum Staat ist gigantisch, beschleunigt durch die niedrigen Zinsen. Die möglichen 30 bis 40 Milliarden Euro Entlastungsvolumen sind eine sehr konservative Zahl. Eine solche Entlastung ist nicht nur machbar, sondern ein Gebot der Fairness. Bei Investitionen und Entlastungen müssen wir die Balance halten. Das wäre ein Mix, der unser Land zukunftsfähig macht – statt fortwährend neue Wohltaten zu versprechen, die nichts an der sozialen Situation unseres Landes verbessern.

Und wie wäre es mit einer Robotersteuer?
Lindner:
Die wäre schädlich. Eine Maschinensteuer ist eine Strafe dafür, dass man Produktivitätsgewinne nutzen will. Damit bremsen wir den Fortschritt künstlich aus. Innovationen finden dann einfach woanders statt. Wir müssen stattdessen erreichen, dass mehr Menschen am Erfolg der Unternehmen teilhaben. Eine gestärkte private Altersvorsorge könnte beispielsweise auch in Beteiligungen an hochinnovativen Unternehmen fließen. Dann profitieren die Menschen von Produktivitätsgewinnen durch Automatisierung.

Sie kritisieren, dass die Grünen ab 2030 keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zulassen wollen. Warum?
Lindner:
Diese Form des Planwirtschaftens halte ich für grundfalsch und gefährlich. Wir brauchen technologischen Wettbewerb und die Kreativität der Ingenieure, um ökologische Ziele zu erreichen. Die Politik muss den Weg dahin offen gestalten. Wir wissen ja noch nicht, ob etwa synthetische Kraftstoffe im Verbrennungsmotor auf lange Sicht vielleicht eine bessere ökologische Bilanz haben. E-Mobilität wirft noch viele ungelöste Fragen auf, so zur Entsorgung der Batterien, der Beschaffung seltener Erden für ihre Produktion oder der Gewinnung von Ökostrom für den Betrieb der Autos. Schon heute muss man etwa einen Tesla über Jahre fahren, bis sich die höheren Kosten von Energieproduktion und Batterie ökologisch auszahlen. Eine wichtige politische Vorbildfunktion sehe ich eher bei der Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs, von der Müllabfuhr bis zu Straßenbahnen und Bussen. Ungelöste Probleme gibt es auch beim Verkehrsmanagement in großen Städten, das zur Belastung mit Stickoxiden beiträgt. Dort sehe ich den Staat in der Pflicht, aber nicht dabei, Quoten oder Subventionen vorzugeben.

Apropos neue Technologien: Wer ist angesichts von „WannaCry“ und Co. für unsere digitale Sicherheit verantwortlich?
Lindner:
Natürlich muss der Staat im Fall von digitaler Kriegsführung und Cyberkriminalität handlungsfähig sein. Die Größe der Bedrohung und die verfügbaren Kompetenzen und Ressourcen stehen bisher in krassem Missverhältnis. Aber gehandelt werden muss besonders auf der privaten Seite. Unternehmen und Bürger haben den größten Nachholbedarf. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

Teil 1: Kein „Weiter so!”

Teil 2: „Die Menschen sind flexibler als die Regeln des Arbeitsmarktes”

Teil 3: Kein Verbot des Verbrennungsmotors

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Bio-Unternehmen suchen Nachfolger

    Biobetriebe tun sich besonder schwer einen Nachfolger zu finden. Neben Unternehmergeist muss er auch eine ökologische Einstellung mitbringen. Was bei der Suche hilft erfahren Sie hier.

  • NEU auf DUB.de: Top-Platzierung in den Suchergebnissen

    Steigern Sie die Aufmerksamkeit für Ihre Anzeige. Positionieren Sie sich vor den Basis-Inseraten und erhöhen Sie durch die besondere Darstellung Ihre Inseratsaufrufe.

  • Einfach loslassen

    Ein Praxisbeispiel zeigt, wie die verspätete Unternehmensnachfolge gelingt.

  • Das Lebenswerk sichern

    Welche Rolle die Emotionen bei der Unternehmensübergabe spielen.

  • Die Meister des Franchise

    Die Vor- und Nachteile von Master-Franchise-Lizenzen.

  • DUB setzt Oettingers digitalen Bildungsgutschein um

    Der Politik einen Schritt voraus: Hamburger Verleger Jens de Buhr füllt die Forderung des EU-Kommissars Günther Oettinger nach Gutscheinen zur digitalen Weiterbildung mit Leben.

  • Franchise Expo18 Logo
    Save the date - Franchise Expo18 im September in Frankfurt

    Die Franchise Expo18 bringt vom 27. bis zum 29.09.2018 über 100 internationale Aussteller auf das Messegelände in Frankfurt und bietet Informationsmöglichkeiten und spannende Workshops rund um Franchising.

  • Franchisegründungen und Beteiligungskapital

    Worin unterscheiden sich Business Angels und Venture Capital? In welcher Phase ist welche Art von Beteiligungskapital die richtige? Und was passiert beim Exit? Ein Experte klärt auf.

  • Gemeinsam wachsen

    Nicht nur in der Gastronomie expandieren Unternehmen mithilfe von Franchisenehmern. Auch im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich ist diese Vertriebsform weit verbreitet.

  • Ziele und Sorgen der nächsten Unternehmergeneration

    Gestalten statt verwalten: Die nächste Generation der Unternehmer will nicht nur das Erbe fortführen, sondern die Digitalisierung vorantreiben, zeigt eine aktuelle Umfrage.

  • Forschungsprojekt zur Unternehmensnachfolge

    Bei der Übergabe stehen meist die aktuellen Probleme im Mittelpunkt, Pläne für die Zukunft kommen zu kurz. Ein Forschungsprojekt der Universität Bremen will das mit einer neuartigen Methode ändern.

  • Mama startet durch

    Als Mutter erfolgreich im Job zu sein, ist in Deutschland oft nicht leicht. Die Erfolgsgeschichten zweier Start-up-Gründerinnen zeigen, wie es dennoch geht.

  • Folge-Wirkung

    Wer übernimmt das Unternehmen? Ein Familienmitglied oder doch jemand Externes? Rechtsanwalt Dr. Daniel Mundhenke über eine der entscheidenden Fragen bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

  • Familienunternehmen erwärmen sich für einen Einstieg von Private-Equity

    Beteiligungsgesellschaften waren lange ein rotes Tuch für deutsche Familienunternehmen. Nun findet ein Umdenken statt – auch getrieben durch fehlende Optionen.

  • So läuft eine Due Diligence ab

    Steuernachforderungen, hohe Abfindungssumme, verzwickte Kundenbeziehungen: Risiken bei einem Unternehmenskauf gibt es viele. Eine Due Diligence ist deshalb zwingend erforderlich.

  • Beiräte in Franchisesystemen

    Wie wird ein Beirat organisiert? Was sind die Aufgaben und die Arbeitsweise? Und welche positiven und negativen Aspekte gibt es? Erfahren Sie mehr über Beiräte in Franchisesystemen.

  • Starke Motivation

    Das Nahziel von Bobfahrer Thorsten Margis und Rennrodler Julian von Schleinitz (Foto) ist die erfolgreiche Teilnahme bei Olympia 2018. Ihre Fernziele: Mastertitel und Promotion an der Hochschule.

  • Smarter leben

    Neue Technologien machen die eigenen vier Wände intelligent. Arne Sextro, Smart-Home-Experte bei EWE, über Chancen und Möglichkeiten ferngesteuerter Haustechnik.

  • Falsche Vorstellung

    Die Berater von Project Partners sind Spezialisten für die Umsetzung der Blockchain. Wie sich ein Unternehmen der Technologie öffnen kann, erfahren Sie im Interview.

  • Seit 2012 Blockchain-User

    Estland ist digital ganz vorn dabei. Riina Leminsky, Leiterin der Wirtschaftsförderung Estlands in Deutschland, über erste Anwendungen der Technologie.

  • Bessere Entscheidungen

    Über 600 Millionen Euro an ausgezahlten Krediten – auxmoney ist ein führender Kreditmarktplatz in Kontinentaleuropa. CEO Raffael Johnen über die Digitalisierung des Kreditmarkts.

  • Unternehmensbewertung: Das müssen Sie beachten!

    Unternehmen zu bewerten ist alles andere als trivial. Es kommen verschiedene Methoden infrage. Wie sich ein Preis für ein Unternehmen ermitteln lässt, zeigt unsere Übersicht.

  • 20 Tipps für die Selbstständigkeit

    Befreit von Hierarchien Ideen umzusetzen, ohne sich absprechen zu müssen – das sind nur einige der Vorteile. Doch viele unterschätzen den Aufwand und die neue Verantwortung.

  • Deutsche Unternehmen zögerlich beim Kauf von Startups

    Um im Wettbewerb zu bestehen, brauchen Unternehmen Innovationen. Startups zu übernehmen, ist aber nicht an der Tagesordnung.

  • Das sind die wichtigsten Kommunikationsregeln bei einer M&A Transaktion

    Wenn eine Firma die andere kauft, dann kann viel schiefgehen. Eine laienhafte Kommunikation ist eine große Gefahr für eine M&A Transaktion.

  • Wie läuft die Systemintegration ab?

    Eine Hauptleistungspflicht des Franchisegebers ist es, den Franchisenehmer in das Franchisesystem zu integrieren. Erfahren Sie mehr über den Ablauf und die Inhalte der Systemintegration.

  • Stressfrei studieren

    Studieren gleicht einem Fulltime-Job. Klausuren, Hausarbeiten und knappe Deadlines treiben den Adrenalinspiegel deutlich in die Höhe. Was dagegen hilft.

  • CEO-Interview: Dynamischer Prozess

    Künstliche Intelligenz avanciert zum Treiber des digitalen Wandels. Im DUB UNTERNEHMER-Magazin geben CEOs und führende Manager exklusive Einblicke in die Transformationsprozesse ihrer Unternehmen.

  • Jung, begabt, sucht ...

    ... findet und kauft Firma: Ein neues Modell aus den USA bringt Käufer und Verkäufer elegant zusammen.

  • So sieht eine ideale Digital Due Diligence aus

    Ob ein Unternehmen fit für die digitale Zukunft ist, lässt sich mit der Digital Due Diligence überprüfen. Ein Teil davon ist die IT Due Diligence.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick