Smarter leben

Neue Technologien machen die eigenen vier Wände intelligent. Arne Sextro, Smart-Home-Experte bei EWE, über Chancen und Möglichkeiten ferngesteuerter Haustechnik.


Arne Sextro: Der Leiter Produktmanagement Smart Home - Telekommunikation bei EWE ist Experte für das Thema Smart Living (Foto: PR)

Von Sicherheitsaspekten über geringere Energiekosten bis hin zu mehr Lifestyle und Komfort: Smarte Technologien digitalisieren die Lebenswelten. Arne Sextro ist Experte für Smart Home und Telekommunikation bei EWE. Geht es nach ihm und seinen Entwicklern, nehmen die Nutzer ihr digitales Zuhause künftig per Smartphone überallhin mit.


DUB UNTERNEHMER-Magazin: Mit der Digitalisierung werden die eigenen vier Wände smart und intelligent. Welche großen Smart-Home-Trends werden künftig dominieren?
 
Arne Sextro: Aus unserer Erfahrung entscheiden sich Kunden aus unterschiedlichen Beweggründen he- raus für Smart-Home-Produkte. Grundsätzlich geht es immer um die intelligente Vernetzung von Dingen im Alltag. Die einen schätzen den Komfort, das Zuhause von unterwegs zu steuern, für andere ist der Sicherheitsaspekt entscheidend, für dritte ist es wiederum die Chance, Energiekosten einfach im Blick zu haben. Und es gibt auch die Gruppe, die einfach Spaß an neuen Technologien hat und neue Dinge gerne ausprobiert.


Eine Bitkom-Umfrage ergab jüngst, dass rund zwei Drittel der Verbraucher beim Kauf von Smart-Home- Produkten darauf achten würden, dass ihre Smart- Home-Daten nur in Deutschland gespeichert werden. Wie begegnet EWE dieser Vertrauensfrage? 
Sextro: Diese Erfahrung machen wir auch. Gerade bei Kunden, die älter als 30 Jahre sind, ist Datensicherheit ein immens wichtiges Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das ist auch nicht verwunderlich. Schließlich dominieren immer wieder Meldungen zu großen Hacking-Angriffen auf Rechner, Smartphones oder Server die Medien. Bei EWE hat die sichere Datenspeicherung oberste Priorität. Als regional verankertes Unternehmen speichert EWE alle Daten im eigenen, TÜV-zertifizierten Rechenzentrum direkt in Oldenburg.


Intelligente Thermostate oder durch Apps gesteuerte Sicherungstechnik – für den und beim Einsatz solcher Technologien werden große Datenmengen aggregiert. In Zeiten von Hacker-Attacken und Cybersecurity dürften Kunden da kritisch reagieren. Wie kann sichergestellt werden, dass zum Beispiel ein IT-gestützter Einbruchschutz nicht von außen manipuliert werden kann?
Sextro: Bei diesem Thema sind Hersteller genauso wie Verbraucher gefragt. EWE lässt für seine smart living-Produkte regelmäßig Sicherheitstest von Drittanbietern durchführen. Hier werden Hacker-Angriffe simuliert, das komplette System auf Herz und Nieren geprüft und anschließend entsprechende Weiterentwicklungen auf den Weg gebracht. Aber auch der smart living-Nutzer kann natürlich einiges tun. Besonders wichtig ist hier die Auswahl eines sicheren Passwortes. 


Welche Daten werden gesammelt und zu welchen Zwecken werden sie genutzt? Welche Rolle spielen sie etwa in Bezug auf die Energie-Effizienz? 
Sextro: EWE speichert und verwendet Nutzungsdaten nur für Zwecke der Verbesserung des Dienstes auf anonymisierter Basis. Spannend für Kunden sind vor allem Daten aus den Sensoren, wie etwa Temperatur und Stromverbräuche an Zwischensteckern oder Heizkörper-Thermostaten, die grafisch dargestellt werden. So können Kunden erkennen, wie viel Strom die Waschmaschine pro Waschgang verbraucht oder der Kühlschrank pro Tag. Auch Temperaturverläufe werden dargestellt, so lassen sich Rückschlüsse auf Sparpotenziale im Haus ziehen.

Teil 1: Smarter leben

Teil 2: „Aus unserer Sicht darf das smarte nicht zu Hause aufhören"

Teil 3: „Wir gehen davon aus, dass viele Anwendungen sich erst noch mit neuen Geräten ergeben werden“

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