Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Hamburg, 16.05.2017

„Der Ort, wo Träume Wirklichkeit werden können“


Keith Krach, Chairman DocuSign (Bild: PR)

Wie würden Sie das Silicon Valley und seinen Spirit charakterisieren?
Krach:
Das Silicon Valley ist der Ort des unverfälschtesten Kapitalismus. Hier wird der Jugend der Vorzug gegeben, hier herrscht eine Elite. Es ist der Ort, der die besten Talente aus aller Welt anzieht; der Ort, wo Träume Wirklichkeit werden können – aber der es auch kultiviert hat, etwas zurückzugeben und auf die Zukunft einzuzahlen. Einer der Schlüssel im Valley ist, dass dort gegründete Unternehmen wie HP, Fairchild oder Intel und deren Lenker ihr Erbe an die nachfolgende Generation weiterreichen und auf die Jungunternehmer und deren Ideen einzahlen. Das ist ein zentraler Bestandteil des Miteinanders dort – vielmehr als alles andere. Nennen wir es das sich selbst erhaltende Konzept des Silicon Valley. Diese Denkart zeigt für mich echtes Führungsverhalten.

Wie gewinnen Unternehmen im „war for digital talents“ die richtigen Mitarbeiter für sich?
Krach:
Der „war for talents“ ist eine große Herausforderung für alle Unternehmen. Schließlich sagen wir selbst immer, dass das Unternehmen mit den besten Mitarbeitern am Ende der Sieger ist. Sich hier zu positionieren fängt aus Sicht von DocuSign mit einem guten Zweck an. Das geht über die finanzielle Vergütung hinaus. Menschen arbeiten bei uns, um Gutes zu vollbringen. Sie haben Einfluss darauf, wie Menschen leben, wie Geschäfte abgewickelt werden und wir Papier zugunsten der Umwelt einsparen. Ein weiterer Aspekt ist ein sicheres Umfeld, um Innovationen zu fördern. Zudem haben wir fünf Team-Grundsätze: erstens direkte und ehrliche Kommunikation. Es ist extrem wichtig, stets die Wahrheit präsentiert zu bekommen. Ich rege mich nicht über Fehler auf, nur wenn jemand nicht gleich direkt sagt, dass es ein Problem gibt. Ein weiterer Grundsatz lautet: Keine Idee ist eine schlechte Idee. Selbst der verrückteste Einfall kann eine neue Idee kreieren. Daher ist es wichtig, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter sich trauen, Ideen zu kommunizieren. Ein dritter Punkt ist: Baue stets deine eigenen Standards aus. Für deine Produkte, deine Mitarbeiter und deine Prognosen. Nicht jeder Mitarbeiter kann mit wachsenden Standards mithalten – dagegen muss man anarbeiten. Ansonsten senkt man automatisch den eigenen Standard. Der vierte Punkt ist einfach Spaß. Mitarbeiter arbeiten gerne bei einem Unternehmen, wenn es Spaß macht. Wir schaffen ein forderndes Umfeld, das auch Risiken birgt, aber wir können trotzdem über uns selbst lachen. Das gemeinsame Ziel dabei ist immer Kundenerfolg. Transparenz und Visibilität ist der fünfte und letzte Schlüssel, um junge Talente zu gewinnen.


Teil 1: Wer regiert, braucht einen Digital-Chef

Teil 2: „Der Ort, wo Träume Wirklichkeit werden können“

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Auf in die Franchise-Selbstständigkeit
    Auf in die Franchise-Selbstständigkeit: Welche Freiheiten habe ich?

    Als Franchiser ist man befreit davon, eine eigene Idee zur Marktreife zu führen. Was kann man entscheiden, wo sind die Grenzen?

  • Veranstaltung Firmennachfolge in Hamburg
    Die Hürden bei der Firmennachfolge: einfach mal Ja sagen!

    Eine Firma zu verkaufen, das ist für manche Eigner so schwierig, wie ihr Kind in die Selbstständigkeit zu entlassen. Welche Befürchtungen Käufer und Verkäufer haben, zeigte eine Veranstaltung in Hamburg auf.

  • Joe Kaeser, Siemens
    Der Siemensianer

    Nie hat er für ein anderes Unternehmen gearbeitet: Siemens-Chef Joe Kaeser im Interview.

  • Öko-System
    Franchise wird grün

    Der Deutsche Franchise-Verband hat den Green Franchise Award vergeben. Und der Gewinner ist ...

  • Küche&Co
    Rückenstärkung

    Franchisesystem als Gängelband, so das vielfache Vorurteil. Wie es richtig gut laufen kann, erzählen zwei Gründer.

  • Das Who’s who deutscher Konzernlenker verrät exklusiv, wie es sich die digitale Welt von morgen vorstellt.
    Quintessenzen des Erfolgs

    Denke stets vom Kunden her! An welchen Leitplanken sich 15 Konzernchefs bei ihren Strategien orientieren.

  • Kai Enders im DUB UNTERNEHMER-Magazin Herbst 2016
    Modernisierung des Verbands

    Kai Enders, neuer Vorstand des Deutschen Franchise-Verbands, hat sich hohe Ziele gesteckt.

  • DFV-AWARDS
    Neue Aushängeschilder

    Der Franchise-Verband hat fünf Unternehmen ausgezeichnet. Was macht diese zu Botschaftern für die gesamte Franchisewirtschaft?

  • Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist Sport-Stipendiatin des Jahres 2016
    Sprinterin räumt ab

    Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist „Sport-Stipendiat des Jahres 2016“.

  • Der Transformator
    Wachgeküsst

    Wie aus einem unprofitablen Familienbetrieb ein europäischer Champion wird, zeigt das Beispiel Europart.

  • Regierung hilft Start-ups
    Regierung hilft Start-ups

    Dank Steuererleichterungen für Investoren sollen junge Unternehmen leichter an frisches Kapital kommen.

  • Erfolgreich mit Hundefutter: Franchise-Unternehmer Torsten Toeller
    Selfmade-Millionär auf Abwegen?

    Torsten Toeller, Chef des Franchise-Imperiums Fressnapf, zieht sich zurück. Was steckt dahinter?

  • Firmenwerte: KMU-Multiples
    Schwacke-Liste für KMUs

    Neue Tabellen von DUB.de und concess.de helfen bei der Bewertung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

  • Migranten als Gründer
    Mehr als Dönerbude

    Wenn Migranten ein Unternehmen gründen, sind sie längst nicht mehr nur in den Bereichen Gastronomie oder Handel aktiv. Viele schaffen erfolgreich Jobs.

  • Firmen fiebern nach Fusionen
    Das große Fressen

    Bayer, Fresenius, Volkswagen: Deutsche Unternehmen sind in Shoppinglaune. Dabei sah es zu Jahresbeginn düster aus im M&A-Sektor.

  • MBO - Vom Manager zum Eigentümer
    Vom Manager zum Eigentümer

    Wenn eine Firma per Management Buy-out gekauft wird, muss nicht nur das Engagement der Besitzer in spe passen, sondern auch die Finanzierung.

  • Social Media im Franchise
    Social Media für Franchise

    Wie Franchise-Unternehmen Facebook, Twitter oder Whats App richtig nutzen.

  • War for talents
    Bereit für die Neuen? Wahl des Arbeitgebers bei der Generation Y

    Bei der Wahl des Arbeitgebers gilt die Generation Y als besonders anspruchsvoll. Welches Unternehmen positioniert sich am besten im ‚War for Talents’? Eine Studie will der Frage auf den Grund gehen.

  • Wladimir Klitschko 2016
    Veränderungen managen

    Ex-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko und die Universität St. Gallen zeigen Führungskräften und Managern, wie sie die Herausforderungen der Digitalisierung meistern.

  • LMU München
    Start-up-Hochburg München

    Der Inkubator der Ludwig Maximilians-Universität München (LMU) hat bereits 165 Start-ups mit mehreren hundert Millionen Euro Marktwert hervorgebracht.

  • Stefan Wagner
    CSR ist kein Werbe-Chichi

    Stefan Wagner, Chef der HSV-Stiftung, sagt, weshalb Corporate Social Responsibilty nicht nur Marketing sein darf.

  • In England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen in Firmenbörsen inseriert als in Deutschland
    Beliebte Firmenbörsen

    Hoppla, in England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen inseriert als in Deutschland. Wieso?

  • Jaguar. Ein 67-jähriger Brite hat sein Unternehmen an seine Mitarbeiter verschenkt.
    Geschenk vom Chef

    Der Brite Peter Neumark hat ein besonderes Geschenk für seine Angestellten: das Unternehmen.

  • Kingii Startup 2016
    Mehr als Samwer

    Drei spannende Start-ups von der WHU – Otto Beisheim School of Management.

  • Olympioniken auf Praktikumssuche
    Olympioniken auf Praktikumssuche

    Einmal bei den Olympischen Spielen antreten – diesen Traum hat sich unser Team in Rio erfüllt. Um an ihrer zweiten Karriere zu feilen, suchen einige der Top-Athleten auf DUB.de nach einem Praktikumsplatz.

  • Pater Notker Wolf
    Der CEO der Benediktiner

    Notker Wolf, Abtprimas des Mönchsordens, über guten Führungsstil und ernsthaftes Zuhören.

  • Berlins Turbo für Gründer
    Die besten Start-ups der TU Berlin

    Hochschul-Inkubator der Technischen Universität Berlin fördert Unternehmertalente. Wir haben drei jungen Firmen über die Schulter geschaut.

  • Wie Franchise-Systeme die Digitalisierung anpacken
    Big Franchise-Data

    Sieben Franchise-Geber verraten, wie sie das Verhalten ihrer Kunden analysieren und was sie mit den Daten anfangen.

  • Die sechs Erfolgsgeheimnisse starker Markenfirmen
    Das Geheimnis starker Marken

    Warum will jeder ein iPhone? Weshalb sagen wir „Tempo“ statt „Taschentuch“? Die Marke macht den Unterschied.

  • Nachfolge in Deutschland
    Was kostet ein Unternehmen?

    Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie viel Geld 2015 bei Übernahmen geflossen ist. Die erstaunliche Antwort: In zwei Drittel der Fälle kein Cent.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick