„Raus aus der Blase“

Wie Digitalisierung und Daten die Unternehmensplanung steuern

Henning Bauwe, KPMG, über die datengestützte Zukunftsplanung für Unternehmen. KPMG ist einer der Kooperationspartner beim DUB-Smart-Company-Check.

Henning Bauwe ist Partner Plattform Service bei KPMG. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen Business-Development, Strategie, Innovation und Commercial Management
Henning Bauwe
ist Partner Plattform Service bei KPMG. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen Business-Development, Strategie, Innovation und Commercial Management (Foto: PR)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Warum funktioniert die Unternehmensplanung aus dem Rückspiegel nicht mehr?

Henning Bauwe: Unsere Lebens- und Arbeitswelt ist heute durch kurzfristige Veränderungen geprägt. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass die Cloud jede Industrie grundlegend verändern wird? Unternehmen müssen weitaus agiler als früher auf die Umweltveränderungen reagieren. Dabei hilft die datengestützte Analyse enorm.

Wie kann man die Daten umfassend berücksichtigen?

Bauwe: Im Kundendialog leben wir heute schon in einer digitalisierten Welt. So wird etwa ausgewertet, wer wie lange und wo auf einer Homepage unterwegs ist. Doch auch im persönlichen Dialog entstehen wichtige Kundenimpulse, die die Experten im Unternehmen intuitiv und als Erfahrungswissen aufnehmen. Gleiches gilt auch für Produktentwicklung, Produktion und Verwaltung. Der Austausch dieses Expertenwissens sollte kontinuierlich und aus Effizienzgründen strukturiert erfolgen.

Braucht man zur Auswertung speziell ausgebildetes Personal?

Bauwe: Natürlich braucht es hier eine gewisse Schulung. Doch es geht nicht um eine neue Geheimwissenschaft, sondern darum, das unternehmerische Bauchgefühl zu objektivieren, Mitarbeiter einzubinden und Agilität zu fördern. Hier ist dann die Chance, sich zu hinterfragen und Impulse seiner Experten für die Unternehmensentwicklung zu nutzen.

Stoßen Sie auch auf Widerstände?

Bauwe: Nicht selten wird zunächst bezweifelt, dass die Vorgehensweise zu neuen Erkenntnissen führen kann. Die Aussage ist dann: Bei uns ist alles transparent, die Fakten liegen auf dem Tisch. Doch stellen wir oft fest, dass Sender und Empfänger weit auseinanderliegen. Aus der Wahrnehmungsblase herauszukommen ist wichtig. Es ist eine Chance, wenn ein CEO auch versteht, wie ein 20-jähriger Digital Native im Unternehmen denkt – ohne dass er den Bedarf hat, gleich einen gemeinsamen Workshop mit ihm durchzuführen.

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