Energie & Technik: Ladepunkte vermehren

Interview: E-Mobilität ausbauen

Elektromobilität trägt zur Verringerung des Schadstoffausstoßes bei. René Chassein, Vorstand der Pfalzwerke, über die Bedeutung des Ausbaus der Infrastruktur.

Der Diplom-Wirtschaftsingenieur verantwortet den technischen Bereich des UnternehmensRené Chassein: Seit 2011 ist der Diplom-Wirtschaftsingenieur als Vorstandsmitglied der Pfalzwerke für den technischen Bereich des Unternehmens verantwortlich (Foto: Pfalzwerke)

Die Pfalzwerke eröffneten im Dezember 2012  die erste öffentliche E-Tankstelle für Autos in Ludwigshafen. Neun Normalladesäulen und 16 Schnellladesäulen folgten. Vorstandsmitglied René Chassein über die Energiewende, Klimaschutzziele und die Erweiterung der E-Mobilität.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Deutschland wird die Klimaziele für 2020 aller Voraussicht nach deutlich verfehlen. Welchen Beitrag leistet die Elektromobilität in Bezug auf den Klimaschutz?

René Chassein: Um die Klimaschutzziele zu erreichen, braucht es mehr als einen Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Energien. Klar ist: Ein großer Teil des momentanen Schadstoffausstoßes ist der Mobilität zuzuordnen. Veränderungen in diesem Bereich helfen, die Umweltbelastungen merklich zu reduzieren und die gesetzten Ziele zu erreichen. Ein entsprechendes Zukunftsthema ist der Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektromobilität. Als wichtigster Energieversorger der Pfalz ist es für uns selbstverständlich, uns diesem Thema mit der Kompetenz unserer Unternehmensgruppe im öffentlichen Raum ebenso wie bei unseren Privat- und Gewerbekunden anzunehmen.

Wie sieht das Pfalzwerke-Engagement im Bereich Elektromobilität konkret aus?

Chassein: Die Pfalzwerke engagieren sich seit vielen Jahren für den Ausbau der E-Mobilität. Bis heute haben wir beispielsweise über 100 Ladesäulen für E-Bikes entlang beliebter Radstrecken errichtet. Ende 2012 folgte die erste E-Tankstelle für Autos vor unserer Hauptverwaltung. Nun ist es unser Ziel, bis 2020 ein Netz von insgesamt 350 Ladepunkten in der Pfalz und Saarpfalz, aber auch darüber hinaus zu errichten. Dafür haben wir im Februar gemeinsam mit dem französischen Start-up Freshmile Services SAS die Freshmile Deutschland GmbH gegründet. Mit der selbst entwickelten Software „Freshmile Charge“ stellt das Unternehmen ein Abrechnungssystem bereit, mit dem Ladevorgänge an Elektroladesäulen über eine Prepaidkarte oder per App ganz einfach und schnell bezahlt werden können. Damit erweitern wir nicht nur unser Leistungsangebot im Bereich Elektromobilität maßgeblich, sondern generieren zeitgleich neue Kunden – wie etwa Stadtwerke und Hersteller.

Wo sehen Sie die Hauptaufgabe der Pfalzwerke bei der Umsetzung der Energiewende?

Chassein: Als regionales Energieversorgungsunternehmen sind die Pfalzwerke in den Bereichen tätig, die dringend notwendig sind, um die Energiewende erfolgreich zu bewältigen. Wir haben uns schon zur Jahrtausendwende vollständig aus der Kohlekraft zurückgezogen und fokussieren uns seitdem auf die regenerative Energieerzeugung aus Wind, Sonne, lokalen Stoffströmen und Geothermie. Diese Offenheit gegenüber neuen Technologien und die politische Flankierung des Stromnetzausbaus erwarten wir nun ebenso von der neuen Bundesregierung.

Bargeldlos: Digitale Lösungen vereinfach die Bezahlung

Zur Kasse, bitte: Für Ladevorgänge kann per Prepaidkarte oder via App bezahlt werden (Foto: Pfalzwerke)

Teil 1: Alternative Energieversorgung

Teil 2: Von Smart-Home und E-Mobilität

Teil 3: Interview: E-Mobilität ausbauen

Teil 4: Interview: Energie-Sharing is caring

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