Hype um Hybrid

Hybridantrieb, E-Modelle oder Brennstoffzelle?

Toyota hat sich mit seinem frühen Hybrid-Fokus erfolgreich positioniert. Alain Uyttenhoven, neuer Präsident von Toyota Deutschland, über Strategie und Zukunft.

Business-Class: Mit Modellen wie dem Toyota C-HR bietet der Hersteller umweltfreundliche Flottenlösungen an

Business-Class: Mit Modellen wie dem Toyota C-HR bietet der Hersteller umweltfreundliche Flottenlösungen an (Foto: PR)

Die Marke Toyota steht für den Hybridantrieb. Auch in Deutschland entscheiden sich immer mehr Kunden für die effiziente Technologie. Der neue Geschäftsführer und Präsident von Toyota Deutschland, Alain Uyttenhoven, erklärt Trends und die Auswirkungen autonomer Autos auf den Handel.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: In Deutschland entscheidet sich bereits mehr als jeder zweite Toyota-Kunde für einen Neuwagen mit Hybridantrieb. Wo sehen Sie den Anteil in zwei, wo in fünf Jahren?

Alain Uyttenhoven: Der Anteil wird automatisch steigen, weil die Technologie immer attraktiver wird und wir künftig noch mehr Modelle mit Hybridantrieb auf den Markt bringen. Den neuen Auris, unseren Kompaktwagen, bieten wir zum Beispiel bereits mit zwei unterschiedlichen Hybridantrieben an. Aktuell haben 51 Prozent unserer Neuzulassungen einen Hybridantrieb, und wir werden sicherlich schon bald bei über 60 Prozent liegen.

Der Wettbewerb setzt zunehmend auf reine E-Modelle. Wann lassen Sie den Verbrenner weg?

Uyttenhoven: Autos mit E-Antrieb sind sehr interessant. Wir werden damit auch kommen. Das einzige Problem sind noch die langen Ladezeiten – sie werden von den Kunden momentan nicht akzeptiert. Und hier kommen die Vorteile des Hybridantriebs ins Spiel: Einen Stecker brauchen diese Modelle nicht, die Batterie lädt sich während der Fahrt selbst auf.

Mit dem Mirai gehört Toyota zu den wenigen Automobilherstellern weltweit, die einen Pkw mit Brennstoffzellenantrieb bereits in Serie fertigen. Welches Potenzial bietet diese Technologie Ihrer Ansicht nach künftig?

Uyttenhoven: Ein Mirai liegt preislich auch aufgrund seiner kompletten Ausstattung auf dem Niveau einer Premium-Mittelklasselimousine. Diesen Spannungsbogen gilt es zu reduzieren. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Brennstoffzelle eines Tages zu einem Mainstream-Antrieb wird.

Toyota ist gut ins Jahr 2018 gestartet, allein im Januar haben die Neuzulassungen in Deutschland um 37 Prozent zugelegt. Was sind Ihre Ziele für das Geschäftsjahr 2018, speziell in puncto Gewerbekunden?

Uyttenhoven: 2017 hat Toyota in Deutschland 84.000 Autos verkauft. In diesem Jahr planen wir, 87.000 Einheiten abzusetzen. Durch den Rückenwind bei den Hybridmodellen könnten wir aber auch an der 90.000er-Marke kratzen.

Teil 1: Hybridantrieb, E-Modelle oder Brennstoffzelle?

Teil 2: Flottenmanager wollen umweltfreundliche Lösung

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