Inside Silicon Valley: Basteln am Morgen

IBM erforscht das Arbeiten mit Künstlicher Intelligenz

Smarte Maschinen werden digitale Arbeiter, Apps werden uns besser kennen als wir uns selbst, und wir werden ihnen vertrauen. Für IBM-Forscher Jim Spohrer ist Open Source, also frei verfügbare Software, ein Schlüssel auf dem Weg dahin.

 

Digitale Arbeiter: Dank Künstlicher Intelligenz werden zukünftig verstärkt smarte Assistenten die Arbeit unterstützen (Foto: Tomas Ovalle)

Niemand wird im Jahr 2036 mehr Auto fahren – viel zu gefährlich, erklärt Jim Spohrer. „Menschen dürfen dann nur noch auf abgesperrten Rennstrecken ans Steuer.“ Digitale Arbeiter, basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI), werden das Leben massiv verändern. Aber noch sind die smarten Maschinen nicht so weit, oder, wie Spohrer sagt, KI ist noch nicht gelöst. Viele aktuelle Schlagzeilen seien maßlos übertrieben. Er glaubt deshalb auch nicht an den KI-Winter, also daran, dass Wissenschaftler und Investoren demnächst das Interesse an KI verlieren.

Noch fehlt das episodische Gedächtnis

Was fehlt den smarten Maschinen noch zum Durchbruch? So einiges, sagt der IBM-Fellow. Heutige Chatbots führen beispielsweise noch keine Unterhaltung auf menschlichem Niveau. Denn dazu fehlt ihnen ein episodisches Gedächtnis, was nach Spohrers Berechnungen 2021 möglich sein wird. 2024 können die smarten Maschinen dann mit gesundem Menschenverstand argumentieren, und 2030 können sie wie Menschen kommunizieren. 2036 hat KI dann auf so vielen Ebenen ein menschliches Level erreicht, dass smarte Maschinen oder Apps als kognitive Assistenten, Trainer oder Mediatoren eingesetzt werden. „Ab dann übernimmt KI Rollen in unserer Gesellschaft“, erwartet Spohrer. Den Mediatoren werden die Menschen so weit vertrauen, dass sie diese als Vermittler handeln lassen. Ein enormer Schritt.

 

Teil 1: IBM erforscht das Arbeiten mit Künstlicher Intelligenz

Teil 2: KI stellt neue Anforderungen an das Arbeiten von morgen

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