Tech Trends 2018: Lasst uns reden

Digitale Assistenten

Bei der Interaktion mit Geräten spielt die Sprache eine immer wichtigere Rolle. Alexa, Siri, Cortana und Co. sind daran nicht ganz unschuldig.

Mit virtuellen Assistenten zu sprechen ist bequemer, als selbst online zu suchen

Siri, wann öffnet die Reinigung? Mit virtuellen Assistenten zu sprechen ist bequemer, als selbst online zu suchen (Foto: Getty Images/tommaso79)

Cortana, die Sprachassistentin von Microsoft, wird menschlicher. Sie soll nicht mehr nur auf Befehle reagieren, sondern bei Unklarheiten aktiv nachfragen und sogar ganze Gespräche führen. Auch einen Charakter soll Cortana bekommen. Deshalb hat Microsoft nun Semantic Machines gekauft. Das Start-up ist darauf spezialisiert, digitalen Assistenten ein natürliches Sprachbild zu geben. Dafür werden die Programme mit menschlichen Konversationsmustern und Gesprächsrhythmen trainiert. Oder anders gesagt: Semantic Machines verschafft Technik eine Stimme, die nicht von der eines Menschen zu unterscheiden ist.

Technik oder echter Mensch?

Das ist etwas, wofür Google kürzlich heftig kritisiert wurde. Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O hat das Unternehmen das Programm Duplex vorgestellt. Und das klang einem Menschen erschreckend ähnlich, als es telefonisch einen Termin beim Friseur vereinbart und einen Tisch im Restaurant reserviert hat. In beiden Fällen war den Angerufenen nicht bewusst, dass sie mit Technik kommunizieren.

Das Ziel der Entwickler ist klar: Nutzer sollen vergessen oder gar nicht erst merken, dass ihr Gesprächspartner kein Mensch, sondern eine Künstliche Intelligenz (KI) ist. Denn nichts anderes sind Cortana, Apples Siri, Google Assistant und Alexa von Amazon. Sie reagieren auf Ansprache, erkennen einen Befehl und spielen den dazu passenden programmierten Dialog ab. Vorausgesetzt, der Nutzer bleibt bei simplen Kommandos. Sonst sind Alexa und Co. schnell überfordert. Allzu aufwendige KI steckt nämlich noch nicht dahinter.

Was die digitalen Assistenten aktuell können? Unter anderem Musik abspielen, den Wetterbericht und E-Mails vorlesen, an Termine erinnern, Wegbeschreibungen und Öffnungszeiten heraussuchen und Licht an- und ausschalten – wenn sie ins Smart Home eingebunden sind. Auch Einkäufe sind möglich. Conversational Commerce heißt die neue Art des Shoppings. Doch an ein Gespräch wie von Mensch zu Mensch geführt ist nicht zu denken. Bisher zumindest. Denn Googles Duplex zeigt, dass es Fortschritte gibt.“


Teil 1: Digitale Assistenten

Teil 2: Digitale Sicherheit

Teil 3: Richtige Informationen als Wettbewerbsvorteil

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