Tech Trends 2018: Lasst uns reden

Smart Speaker als Gesprächspartner?

70 Prozent der Konsumierenden nutzen Sprachassistenten für Service- und Newsangebote

Nutzen: 70 Prozent der Konsumierenden nutzen Sprachassistenten für Service- und Newsangebote (Foto: Getty Images/v-graphix)

Lernen durch jede Interaktion

„Als Siri 2011 herauskam, waren die einzigen guten transkribierten Audiodaten, die wir für das Training nutzen konnten, Aufnahmen von Nachrichtensprechern und Politikern“, sagt Adam Cheyer, der Apples Sprachassistenten mitentwickelt hat. „Solange Sie also genau wie ein Nachrichtensprecher klangen, hat das System Sie verstanden.“ Doch schon die Stimme einer Frau oder eines Kindes oder gar ein Akzent stellten Siri vor Probleme. Sie passten nicht zum bekannten Datensatz. „Doch wer hat in den letzten Jahren mit Siri und all den anderen Assistenten gesprochen? Wir. So wurden die Datensätze vergrößert, und die Spracherkennung hat sich von allein verbessert.“

Sprechen statt Tippen

Auch wenn die Systeme noch nicht perfekt sind, wird Spracherkennung beliebter. Laut den Marktforschern von Canalys wurden im ersten Quartal 2018 weltweit neun Millionen intelligente Lautsprecher, sogenannte Smart Speaker, verkauft – 210 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit sind Smart Speaker das am schnellsten wachsende Segment im Bereich Consumer Electronics. Am beliebtesten: die Geräte von Google und Amazon.

Aktuell besitzen zwar erst 14 Prozent der Bundesbürger Smart Speaker. Allerdings können sich 58 Prozent vorstellen, Gespräche mit einer KI zu führen. Das geht aus einer Studie der Initiative nextMedia.Hamburg hervor (siehe Grafiken). Bereits jetzt empfinden 24 Prozent der Befragten die Kommunikation mit Geräten als völlig normal; 70 Prozent glauben, dass Technik künftig ein alltäglicher Gesprächspartner sein wird.

Verwundern sollte das nicht. Schließlich ist die Sprache das natürlichste menschliche Kommunikationsmittel – und damit prädestiniert, früher oder später bisherige Eingabe-Instrumente wie Smartphones und Tablet-PCs abzulösen. In spätestens zehn Jahren haben sich Sprachassistenten flächen­deckend durchgesetzt, glauben 72 Prozent der Teilnehmer an der Studie von nextMedia.Hamburg. Sie wären damit die nächste Evolutionsstufe des Endgeräts. Gerätegebunden wären sie allerdings nicht. Denn Sprachsteuerungen finden sich schon jetzt nicht mehr nur in Smartphones und Smart Speakern. Auch Pkw, Backöfen, Fernseher und selbst Spiegel können längst reden.


Teil 1: Digitale Assistenten

Teil 2: Smart Speaker als Gesprächspartner?

Teil 3: Richtige Informationen als Wettbewerbsvorteil

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