Die Zukunft der Arbeit

Die IT muss mehr sein als ein notwendiges Übel in Unternehmen. Sie kann ein strategisches Werkzeug sein, das die Zukunft von Arbeitsprozessen verändert. Unsere Autoren sind sicher: Die Entscheidung über die richtige IT- oder Cloud-Lösung ist Chefsache.

"Die IT soll einfach nur laufen." Tut sie das nicht, dann gibt es Spezialisten, um Ausfälle oder Fehler möglichst schnell zu beheben. In vielen Firmen ist „die IT“ genau deswegen zum notwendigen Übel geworden. Man ist ihr ausgeliefert. Hauptsache, es läuft.

Dabei hat die IT gerade heute eine große Chance, sich neu zu positionieren – und das dank der so viel diskutierten „Cloud“ und der Veränderungen in Arbeitsprozessen, die durch das Internet und Smartphones entstanden sind. Noch vor fünf Jahren war es undenkbar, dass beispielsweise das iPhone den Blackberry als seriöses Business-Smartphone ablösen wird. Dokumente oder Dateien online zu „sharen“ war etwas für den Feierabend. Aber genau diese Dinge, die privat überzeugt haben, sind dadurch nach und nach Teil auch unseres Berufsalltags geworden.

So hat sich die IT teils unbemerkt zum strategischen Werkzeug in Unternehmen entwickelt. Firmen haben heute die Möglichkeit, beinah unbegrenzte Rechenpower direkt über das Internet zu beziehen und die Produktivität im Unternehmen durch flexible ITTools massiv zu erhöhen. Wer IT und vor allem die aktuellen Veränderungen als wertschöpfenden Prozess im Unternehmen und nicht als notwendiges Übel versteht, wird vorn mitspielen. Aus diesem Grund ist IT unserer Meinung nach ein Chefthema.

Es geht um das Neudenken von Abläufen im Unternehmen, um produktivere Zusammenarbeit – unabhängig vom Ort – und um Automatisierung von zeitraubenden, heute überwiegend noch manuellen Prozessen. Das können Videokonferenzen über jedes Gerät sein. Oder das gleichzeitige Arbeiten an Dokumenten. Und natürlich auch die Kommunika tion
in Feeds.

Da IT-Themen und der Begriff Cloud immer häufiger vermischt und im gleichen Atemzug genannt werden, haben wir für die nächsten Ausgaben eine Serie zum Thema „Die Zukunft der Arbeit – IT & Cloud“ geplant. Wir zeigen, welche Potenziale auf der Straße liegen, behandeln aber auch Fragen, die vor einer übereilten Einführung gestellt werden sollten.

Folgende Themen stehen im Fokus:
Sicherheit
Produktivität
Recht & Compliance
Skalierbarkeit

Da gerade der Begriff Cloud sehr unterschiedlich verwendet wird, geben wir Ihnen zum Auftakt die wichtigsten Begriffsdefinitionen als Basis für die kommende Serie an die Hand:

CLOUD:

Eine Cloud stellt IT-Kapazitäten bei Bedarf schnell und dynamisch (auf Knopfdruck) zur Verfügung. Diese betreffen im Wesentlichen Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Netzwerkkapazitäten. Ebenso werden oft auch Anwendungen dynamisch bereitgestellt (zum Beispiel CRM aus dem Netz). Möglich wird dies durch die Standardisierung und Virtualisierung von Systemen sowie ein Systemmanagement mit hoher Automatisierung.

PRIVATE CLOUD:

Als Private Cloud bezeichnen wir die dynamische IT, die bei Ihnen im Unternehmen (also in Ihrem Rechenzentrum = „On Premise“) läuft. Alle Daten und Prozesse liegen in Ihren Räumen – Sie sind für Sicherheit und Verfügbarkeit verantwortlich. Heute kann intern eine ähnliche Dynamik und Automatisierung geschaffen werden, wie es die Public Cloud schon länger zeigt – entsprechende Investitionen vorausgesetzt.

HOSTED CLOUD:

Hier sprechen wir von Ihrer Private Cloud, die in einem (meist in Deutschland ansässigen) Rechenzentrum gehostet wird. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Daten und Verarbeitungsprozesse in Deutschland liegen, aber die zugrunde liegende Infrastruktur von einem Anbieter für mehrere Kunden aufgesetzt wurde.

PUBLIC CLOUD:

Die Public Cloud stellt dynamisch IT-Ressourcen aus riesigen – meist internationalen – Rechenzentren bereit. Hier werden die Ressourcen und Anwendungen für viele Kunden gemeinsam zur Verfügung gestellt. Typische Anbieter sind Google, Microsoft und Amazon, aber auch zahlreiche andere. Diese Angebote sind meist sehr viel höher skalierend und flexibler. Mit ihrer extremen Optimierung sind diese Anbieter meist in der Lage, die günstigsten Preise zu liefern, verbunden mit einer sehr hohen Verfügbarkeit und Absicherung.

HYBRID CLOUD:

Ein Mischbetrieb von Datenablage und -verarbeitung in der Public Cloud sowie in der Private oder Hosted Cloud wird als Hybrid Cloud bezeichnet. Viele Firmen sehen hier den maximalen Vorteil, dass auf der einen Seite eine sehr hohe Skalierung zu günstigen Preisen in der Public Cloud genutzt wird, auf der anderen Seite bestimmte Daten oder Verarbeitungsprozesse im eigenen /deutschen Rechenzentrum gehalten werden.

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