Hamburg, 13.02.2017

Die neue Realität

Die Art und Weise, wie heute noch in Unternehmen und vor Kunden präsentiert wird, ist oft alles andere als zeitgemäß. Dabei sind die technischen Möglichkeiten längst da und bieten einen Ausweg aus der Misere.

Augmented-Reality-Effekt: Mit moderner Technik werden Präsentationen interaktiv

Kennen Sie das? „Death by Powerpoint“? Dieses mitterweile geflügelte Wort machte schon vor gut zehn Jahren die Runde. Es ist der langsame Tod von Empfängern und auch Sendern durch sterbenslangweilige Präsentationen. Dabei herrscht längst Einigkeit: Eine kurzweilige, durchdachte, gar überraschende Darbietung von Ideen und Konzepten, von Produkten und Dienstleistungen entscheidet über deren Wohl und Wehe – ob intern oder beim Kunden. „Die Qualität der Vorträge in Deutschlands Meetingräumen und Messehallen lässt viel zu oft zu wünschen übrig. Wichtige Botschaften erreichen ihren Empfänger einfach nicht“, sagt Dominic Späth, Gründer der LEBEMAN-Gruppe und Geschäftsführer der Präsentationsagentur INSCALE. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle – darunter sicher auch die Frage, ob der Vortragende das Talent hat, sein Publikum zu fesseln. Davon einmal abgesehen, werden die enormen technischen Möglichkeiten der Präsentationsgestaltung heutzutage noch zu wenig genutzt.

Interaktiv präsentieren

„Mit den neuen Präsentationstechnologien Augmented Reality und Virtual Reality lassen sich mitreißende und interaktive Präsentationen in bisher nicht gekannter Art verwirklichen“, erklärt Späth. Unter Augmented Reality (AR) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Ein Beispiel: In einer Präsentation ist ein Bild der neuen Innenausstattung eines Automodells abgebildet. Bewegt man das Smartphone mit der passenden App über das Bild, erscheint das Interieur in 3-D. Dreht man das Smartphone, bewegt sich auch der Blickwinkel. Auf diese Art und Weise interagiert der Betrachter mit der Präsentation. Virtual Reality (VR) wiederum bezeichnet die computergenerierte Simulation einer virtuellen Wirklichkeit, also etwa 3-D-Raumsimulationen mit der Möglichkeit zur Interaktion. Solche Anwendungen werden erst durch die passenden VR-Brillen ermöglicht. Ist die nötige Hardware wie Sehhilfe und Rechner vorhanden, lässt sich mit dieser Technologie auch eine virtuelle Probefahrt realisieren.

Bleibende Wirkung

„Die Vorteile von interaktiven AR-Inhalten gegenüber der passiven Aufnahme zweidimensionaler Inhalte sind vielfältig“, so Späth. Es gehe darum, dem Konsumenten ein Gefühl von Kontrolle über die Inhalte zu geben. AR-Präsentationen erlaubten die direkte Verbindung zwischen Physischem und Digitalem. So würden zweidimensionale Inhalte zum Leben erweckt. Späth: „Man befasst sich also zwangsläufig ausgiebiger mit den Inhalten. Während klassische 2-D-Präsentationen mit vielen visuellen Reizen aus der direkten Umgebung konkurrieren und keine Möglichkeit zur Interaktion bieten, wird der Zuschauer bei VR-Präsentationen selbst zum Handelnden. Durch eine perfekte virtuelle Einbettung werden starke Emotionen erzeugt, der Körper schüttet unter anderem Dopamin aus, und es bilden sich dauerhafte Erinnerungsmuster.“ Späth sieht darin einen nachhaltigen Effekt und großen Vorteil gegenüber heute noch gängigen Präsentationstechniken.

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