Inside Silicon Valley: Wichtige Treiber

Wie deutsches Risikokapital im Silicon Valley wirkt

Big Business ist der Anspruch im Silicon Valley. Start-up-Gründer denken groß, um mit Risikokapital rasch zum Marktführer zu werden. Für dieses Ziel arbeiten klassische Venture-Capital-Geber und etablierte Unternehmen gemeinsam am Erfolg.

Erfolg entwickeln: Risikokapitalgeber im Silicon Valley ermöglichen den Aufstieg von der Start-up-Idee zum Welterfolg (Foto: Getty Images/Madmaxer)

Statistik ernüchtert, auch im obersten Stockwerk des Transamerica-Hochhauses in San Francisco, im Gespräch mit e.ventures, einem der globalen Top-Ten-Venture-Capital-Fonds (VC). Diese Fonds investieren Risikokapital in Start-ups und unterstützen diese so beim Unternehmensaufbau. Das investierte Kapital führt bei einem von zehn Start-ups in Kalifornien zum großen Hit und bei fünf zum Totalausfall. Da sind Nerven, Netzwerk und Bauchgefühl gefragt. E.ventures behauptet sich seit 20 Jahren erfolgreich als einziges europäisches Team in der Arena der kalifornischen Wachstumsreligion.

60.000 Start-Up Neugründungen pro Jahr

Dort liegen Wettbewerb und Kooperation eng beieinander. Die Hälfte der Deals wird in Netzwerken geschlossen, bestehend aus erfolgreichen Start-ups und deren Top-Leuten. Bei den 60.000 Neugründungen im Jahr ist die größte Herausforderung für einen Risikokapitalisten die schiere Masse an Möglichkeiten. Umso wichtiger ist der Filter.

VCs wie e.ventures arbeiten mit einem sogenannten aktiven Screening: Experten recherchieren dabei mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) in Form von maschinellem Lernen für jedes Start-up Wachstumsindikatoren, mit denen sich der mögliche Erfolg des Geschäftsmodells vor der Investition einschätzen lässt. Wie entwickeln sich die Ausgaben für Marketing auf Facebook und Google? Wie steht es um die Downloadzahlen im App-Store oder die Performance bei Suchmaschinen? Die KI-Software wird gefüttert mit den Daten der Silicon-Valley-Ikonen und vergleicht an deren Beispielen, wie ein Potenzialträger zum Investitionszeitpunkt aussehen muss, um so groß werden zu können wie etwa Facebook.

Bevor ein VC einsteigt, hat das Start-up meist schon die Frühphasenfinanzierung hinter sich. Sogenannte Business Angels unterstützen den Start, indem sie Gründer beraten und eine erste finanzielle Unterstützung bieten. VCs investieren dann oft in Minderheitsbeteiligungen von etwa 25 Prozent und nehmen einen Sitz im Board ein. Der Investor federt mit der Beteiligung sein Portfoliorisiko ab und hilft dem Startup, Wachstum zu skalieren. E.ventures setzt auf eigene Expertenteams, die Empfehlungen zu IT-Systemen, Softwareeinkauf oder Marketingplänen geben. Für weitere Wachstumsschritte vernetzen viele VCs die jungen Teams mit ihren investierenden Unternehmen im Hintergrund. E.ventures bindet seine großen Partner wie die Otto Group, Lidl oder Nordstrom aktiv ein für Co-Investments oder Unternehmenskäufe im Silicon Valley. Im Geschäft von Trends und Chancen schätzen die Investoren durchaus einen Partner, der vor Ort den Markt überblickt.



„Künstlerkultur mit Risiko“

Risiko-Investor Mathias Schilling erklärt im DUB/Digital Woodpecker Executive Interview, wie er Start-ups im Silicon Valley scannt und deutschen Investoren disruptive Ideen vermittelt.




 

Teil 1: Wie deutsches Risikokapital im Silicon Valley wirkt
Teil 2: Start-up-Förderung bei der Deutschen Telekom
Teil 3: Interview: Stefanie Kreusel zu digitalen Geschäftsmodellen im Silicon Valley

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