Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

IT-Trends

Von Wolken, Daten und IT

Rasant verändert die digitale Transformation Wirtschaft und Gesellschaft. Die CeBIT 2016 zeigt, was die Zukunft bringt.

Die Digitalisierung ist kein kurzfristiges Phänomen oder ein Hype. In absehbarer Zeit wird sie alles überlagern. Das birgt zum einen Herausforderungen, zum anderen bietet der Wandel langfristige Chancen – für all jene, die sich den Aufgaben stellen und ihr Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen. Diesen Prozess beschreibt d!conomy – ein Kunstwort, das die englischen Begriffe für Digitalisierung und Wirtschaft miteinander kombiniert.

„d!conomy: join – create – succeed“ – das Motto der Cebit 2016 ist zugleich eine Aufforderung: mitmachen, mitgestalten, erfolgreich sein. „Mit dem neuen Topthema rückt die Cebit den Menschen und seine Rolle als Entscheider der digitalen Transformation in den Mittelpunkt“, sagt Messe-Chef Oliver Frese. Schon jetzt würden Big Data, Cloud- und Mobile-Anwendungen, Social Business sowie das Internet der Dinge massiv auf die Wertschöpfungsketten aller Wirtschaftszweige einwirken. Irgendwo dazwischen kommt dann auch der Mensch ins Spiel.

Nach einer Bitkom-Umfrage sieht mit 56 Prozent mehr als die Hälfte der Geschäftsführer wichtiger Branchen ihr Unternehmen bei der Digitalisierung als Nachzügler, acht Prozent halten sich sogar für abgeschlagen. „Die Unternehmen müssen bei der Digitalisierung ihres Geschäfts unbedingt mehr Tempo aufnehmen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Diese Trends sind dabei entscheidend:

Trend 1: Das Social Business kommt

Auf dem Weg zu einer stärker vernetzten Arbeitswelt und -organisation avancieren soziale Technologien zum Entwicklungstreiber. Im Mittelpunkt steht die strategische Ausrichtung von Unternehmen auf eine neue, digitale Wertschöpfung. Dabei geht es zum einen darum, was solche „sozialen“ Bausteine für Betriebe leisten können. Zum anderen, wie sich im Zuge dieses Prozesses auch Organisationsstrukturen verändern müssen. Eine Erkenntnis der Cebit-Aussteller: Die Transformation gelingt nur mit dem richtigen digitalen Rüstzeug. So lösen immer mehr Enterprise Social Networks (ESN) das traditionelle Intranet in Unternehmen ab und machen offene Diskussionen unter Mitarbeitern sowie einen transparenten Datenaustausch möglich. Die sozialen Technologien sind in diesem Zusammenhang sowohl Auslöser als auch Wegbereiter für den Wandel.

Trend 2: Die Cloud wächst

Das Prinzip klingt einfach: Die Cloud stellt sicher, dass neue IT-Lösungen einfach und schnell eingesetzt werden können. Dafür sind weder ein hoher Installationsaufwand noch kostenintensive Rechner-Power nötig. Auf der Cebit heizen folgende Fragen die Diskussionen zur wolkigen Zukunft an: Wie lässt sich das Spannungsfeld zwischen Flexibilität und Sicherheitsbedenken auflösen? Welche Cloud-Innovationen gibt es? Und droht irgendwann der Datenkollaps im Netz? Antworten geben Aussteller wie die Deutsche Telekom, IBM, SAP, Microsoft, Amazon und der US-Konzern Salesforce. Cisco gewährt überdies mit dem Schwerpunkt Fog Computing einen Ausblick in die Zukunft der Cloud.

Trend 3: Mobile dominiert

Bezahlen via App, die Gesundheit per Smartwatch überwachen oder ein Unternehmen mit dem Smartphone steuern – mobile Endgeräte bestimmen den Alltag wie nie zuvor. Auf der Cebit wird deutlich, warum IT-Verantwortliche angesichts dieses Trends neue Lösungen finden müssen, um Geschäftssoftware mit mobilen Geräten zu verknüpfen. Beispiel MobileCommerce (MC): Zu den sieben MC-Trends 2016 gehört nach Angaben des Softwareentwicklers Moovweb auch das weitere Verschmelzen der physischen mit der Onlinewelt. Weil immer mehr Menschen mehrere mobile Geräte nutzen, steigt nicht nur die Bedeutung des mobilen Einkaufens, sondern auch die der Interaktion mit Händlern und Marken.

Trend 4: BIG DATA nutzen

Daten massenhaft zu sammeln erscheint in Zeiten von Internet und Big Data kinderleicht. Unternehmer interessiert aber viel mehr, was sie mit der Informationsflut anfangen können. Wie die Daten verwalten, miteinander verknüpfen und finanziell nutzbar machen? Einsatzmöglichkeiten gibt es viele. So erlauben Systeme zur Identifikation von Kundenbewegungen bessere Produktplatzierungen in Geschäften. Ban- ken können per Software feststellen, welche Dienstleistungen welcher Kundentyp wann und wo nutzt – und so das Personal besser disponieren. Und posten Käufer auf Facebook Qualitätsmängel, lassen sich mittels Key- word-Analysen etwaige Produktionsfehler feststellen.

Trend 5: Internet der Dinge

Die Cebit widmet sich auch dem sogenannten Internet der Dinge und zeigt, wie in Zukunft Maschinen, Waren und Alltagsgegenstände über das Netz autark miteinander kommunizieren. Verschiedene Studien prognostizieren schon in wenigen Jahren bis zu 50 Milliarden vernetzte Geräte. Für das Internet Dinge (Englisch: Internet of Things, IoT) werden enorme Wachstumschancen erwartet. Eine aktuelle IoT-Studie der IT-Marktforscher von Gartner bestätigt, dass der Einfluss des IoT auf Geschäftsmodelle und das Leben permanent wachsen wird. Software-verzahnte Fertigungsprozesse, Automatisierung und Steuerung von Industrieanlagen, IoT-basierte Smart Grids – mit Lösungen wie diesen gehen auch neue Herausforderungen einher, etwa bei der IT-Sicherheit.

Trend 6: IT-Security

In digitalisierten Zeiten steigen die Gefahren wie Cyberkriminalität und Datenklau. Laut „Cyber Security Report 2015“ der Deutschen Telekom betrachten 70 Prozent der befragten Unternehmen die Bedrohung durch Computerviren als aktuell Gefahr, gefolgt von Datenmissbrauch (67 Prozent). Einen Schwerpunkt der Cebit bilden deshalb Security-Strategien und -Lösungen für Unternehmen – etwa ein Projekt der Ruhr-Universität Bochum, das digitale Verschlüsselung mit analoger Nachrichtentechnik kombiniert. Und auf der Cebit-IT-Sicherheitskonferenz erfahren Besucher, wie bei kritischen Infrastrukturen ein Mindestniveau an IT-Sicherheit eingehalten werden kann.

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Bei Übernahmen schwinden die Kräfte
    Bei Übernahmen schwinden die Kräfte

    Verpatzter Auftakt: Das neue Jahr beginnt mit einem Fehlstart bei Fusionen und Übernahmen. Im Januar schreckten die Unternehmen angesichts der Unsicherheiten an den Märkten und eines schwierigen ...

  • Starthilfe für Start-ups

    Bund und Länder fördern Start-ups durch eine Vielzahl von Wettbewerben und Preisgeldern. Eine Untersuchung der knauserigsten und spendierfreudigsten Regionen.

  • Am Ziel vorbei
    Am Tag nach dem Klettergarten

    Teamveranstaltungen sollen Spaß machen und die Mitarbeiter motivieren. Doch der Effekt ist selten auf Dauer. Über gelingende soziale Systeme am Arbeitsplatz.

  • Objekte der Begierde

    Immobilien zählen zu den beliebtesten Investments. Statt direkt zu investieren können Anleger über Fonds, Aktien und Zertifikate mit geringerem Kapitaleinsatz Risiken streuen.

  • Schlaue Schokolade
    Schlaue Schokolade

    MARS-Schokoriegel schmecken nicht nur gut – Unternehmer können von dem Familienunternehmen viel lernen. Einblick in eine außergewöhnliche Firmenkultur.

  • Systemische Betrachtungen bei der Nachfolge in familiengeführten Unternehmungen

    Manchmal gelingt eine Nachfolge nicht, weil systemische Wirkungsgesetze nicht beachtet werden. Acht Grundregeln, die es zu beachten gilt.

  • Wenn die E-Mail vom Chef gefälscht ist
    Wenn die E-Mail vom Chef gefälscht ist

    Organisierte Banden versuchen mit neuen Maschen, Mittelständler um viel Geld zu bringen.

  • Gefährliches Expertenwissen

    Wenn der Chef plötzlich ausfällt, kann das fatale Folgen für das Unternehmen haben. So sorgen Sie vor.

  • Was Verkäufer von Amazon lernen
    Was Verkäufer von Amazon lernen

    Macht das Online-Shopping Verkäufer überflüssig? Das DUB UNTERNEHMER-Magazin hat mit drei Experten diskutiert.

  • Getrieben von Finanzinvestoren muss sich der schwäbische Mittelständler Schleich zu einer globalen Marke entwickeln
    Der Schleich-Report

    Der schwäbische Mittelständler Schleich ist eine Erfolgsgeschichte. Jetzt wollen Finanzinvestoren den Spielwarenhersteller zu einer globalen Marke formen.

  • Karrierestau? Mit Franchise und Lizenzen sofort von ausgeklügelten Systemen profitieren.

    Der Weg in die Selbstständigkeit ist oft steinig. Mit Franchise- und Lizenz-Modellen erhalten die Startups einen schnellen Marktzugang und das notwendige Know-how.

  • Immer mehr Menschen legen Wert auf gesunde Kost.
    Gesund genießen

    Ob Gourmetessen oder Fast Food, immer mehr Menschen legen Wert auf gesunde Kost. Zu den Wunschzutaten zählen unter anderem Umweltschutz und artgerechte Tierhaltung

  • Mit Markenkraft des starken Partners gelingt Einstieg in die Selbstständigkeit

    Wer den Traum von der Selbstständigkeit verwirklichen möchte, braucht einen starken Franchisepartner. Wie aber lässt sich dieser finden?

  • Uber fürs Übersetzen

    Der Sprachdienstleister lingoking mit 4.800 Dolmetschern und Übersetzern in mehr als 835 Städten agiert seit Oktober als interaktiver Online-Marktplatz. 3 Fragen an Gründer Nils Mahler.

  • Chefs müssen umdenken
    Chefs müssen umdenken

    Nur Anweisungen zu verteilen reicht nicht mehr. In der Dienstleistungsgesellschaft muss die Selbstorganisation der Mitarbeiter gefördert werden.

  • Käufer gesucht
    Ihr Porträt

    Wenn attraktive Unternehmen bei DUB.de verkauft werden, stehen die Käufer Schlange. So erhöhen Sie Ihre Kaufchance.

  • Unternehmensnachfolge als MBI
    Starke Marke

    US-Franchises nehmen den europäischen Markt verstärkt ins Visier. Zwei Fachanwälte geben Tipps, worauf Interessenten bei den internationalen Verträgen achten sollten.

  • Goldene Gründerzeit

    Der erste deutsche Beitrag zum „Juncker Plan“ steht. Bis zu 20.000 Gründer und junge Unternehmen können hierzulande Unterstützung aus EU-Mitteln erhalten. So geht’s.

  • Versicherungen als Qualitätsmerkmal

    Viele kleine und mittlere Unternehmen handhaben den Versicherungsschutz lax, wie eine Studie zeigt. Zudem fehlen oft Maßnahmen wie Feuer- oder Einbruchschutz. Gute Vorsorge steht für Professionalität.

  • Konstruktiv unzufrieden

    UPS-Deutschland-Chef Frank Sportolari über den Wandel des Paketdienstes zu einem „Technologiekonzern mit ein paar Trucks“ – und warum er nie zufrieden ist.

  • Modernes Bauen – so ist’s recht
    Neue Vorschriften

    Das Klimaschutzabkommen von Paris im Dezember gilt als Durchbruch bei der Bekämpfung der Erderwärmung. Das sind die Folgen für Bauherren.

  • Wo der Kunde König ist
    Wo der Kunde König ist

    Diese 15 Unternehmen haben den Kunden-Innovationspreis abgeräumt.

  • Ideenschmieden der Topmanager
    Ideenschmieden der Topmanager

    Eine Reise ins Silicon Valley ist nicht alles: Vier Konzernlenker verraten, woher sie neue Ideen nehmen.

  • Wer sie verpasst, verliert

    Der deutsche Mittelstand muss die Chancen der Digitalisierung nutzen. Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden Telekom Deutschland, im Interview.

  • Günther Oettinger im Interview
    Die Schweinsteigers der Industrie

    Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, bezieht Stellung zur Digitalisierung und sagt, was Bastian Schweinsteiger damit zu tun hat.

  • Immer mehr Firmen leasen Software, anstatt sie zu kaufen.
    Pro und contra Software-Leasing

    Mehr IT-Sicherheit, weniger Personalaufwand, aber höhere Kosten – lohnt sich Software-Leasing für mein Unternehmen?

  • Jobgarantie Olympiasieg?

    Top-Athleten haben finanziell ausgesorgt? Von wegen. Im Schnitt müssen sie hierzulande mit 630 Euro im Monat auskommen.

  • Minderheitsinvestoren: Inhaber behalten das letzte Wort
    Geld und Macht

    Frisches Kapital für das eigene Unternehmen zu bekommen ohne an Einfluss zu verlieren – das klingt nach der Quadratur des Kreises. Minderheitsbeteiligungen versprechen genau das.

  • Futterhaus-Franchise
    Nachfolge per Franchise

    Franchise macht das Gründen leichter. So viel ist klar. Dass die Systeme auch helfen können, das eigene Unternehmen und die Nachfolge zu sichern, dürfte weniger bekannt sein.

  • Wladimir Klitschko gewährt einen Einblick in seine Pläne für die Karriere nach dem Sport.
    Wladimir Klitschko im Interview

    Der erfolgreichste Box-Schwergewichtler aller Zeiten über die Karriere nach der Karriere.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick