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The Great Mile: Ein Rallye-Erlebnis für Biker

2.000 Kilometer vom Norden Schottlands in den Süden Englands. Auf knorrigen alten Motorrädern und neuen Heritage-Bikes. Die Rallye „The Great Mile“ ist ein Erlebnis, veranstaltet vom britischen Trend-Label Malle London. Dabei: unser Autor Ralf Bielefeldt. Godspeed!

Malle-Chef Robert auf seiner 57er-Triumph. Sein Vater hielt sie geheim: Mutter Nightingale war gegen Bikes.

Don't tell mum: Malle-Chef Robert auf seiner 57er-Triumph. Sein Vater hielt sie geheim: Mutter Nightingale war gegen Bikes. (Foto: Amy Shore)

Lucas ist aus Italien angereist, Jan aus Deutschland, Frédéric aus Frankreich. Knapp drei Bus-Fahrstunden trennen sie hier am Flughafen Inverness noch vom gemeinsamen Ziel, dem ehrwürdigen Cas­tle of Mey unweit von John O’Groats, Schottlands nördlichstem Zipfel. An der Abrisskante zur Keltischen See warten bereits ihre per Spedition angereisten Motorräder auf sie. Die große Meile ruft – „The Great Mile“, Englands längste und härteste Zuverlässigkeitsrallye. Einer von diesen „Once in a lifetime“-Trips, die jeder gestandene Biker im Kopf hat.

Wetterfestes für echte Haudegen

2.000 Kilometer durchs Vereinigte Königreich. Von Nord nach Süd. Ein echtes Brett. Anfangs die Küste entlang. Dann durch die Highlands und Lowlands nach Wales und von dort runter nach The Lizard in Cornwall. Fünf Tagesetappen à 320 bis 480 Kilometer Länge. Wo es geht, führt die Strecke über einspurige, angenagte Straßen zweiter oder dritter Güte. Wer sich verfährt – und das tun irgendwann die meisten Teilnehmer –, ist gern auch mal mehr als 500 Kilometer am Tag unterwegs. Und das in der Regel auf „inappropriate bikes“, so der Slogan der Rallye – eher ungeeigneten, weil alten und anfälligen klassischen Maschinen.

Veranstalter der Härteprüfung für Mensch und Maschine ist Malle London, ein junges britisches Desi­gner-Label, das sich auf edles und wetterfestes Reisegepäck spezia­lisiert hat. „Makers of luggage, apparel and adventure accessories from London, England“, lautet der Claim auf ihrer Website mallelondon.com. Der britische Luxusmarken-Verband Walpole kürte den Newcomer kürzlich zu einem der „Brands of Tomorrow 2018“.

Gewachstes Gepäck für Biker mit Stil

Zur Kollektion gehören kniehohe Schlechtwetter-Gamaschen für Motorradfahrer, verschieden große Reisetaschen („Duffels“) und Rucksäcke, Weekender und ein „Expedition Jacket“ in Navyblau oder Schwarz. Alle Teile sind aus schwerer gewachster Baumwolle und schwarzem Leder handgefertigt. Nichts von der Stange: Die Preise sind amtlich, der Look tough. Das passt: Zielgruppe von Robert Nightingale (35) und seinem Cousin Jonathan Cazzola (36), den beiden Malle-Chefs, sind in erster Linie Fahrer von ­„Heritage Bikes“ – in Würden ergrauten Motorrädern, aber auch modernen, auf alt getrimmten Maschinen wie der R-nineT-Familie von BMW Motorrad oder „Modern Classics“ wie Triumph Bonneville und Thruxton. „Jeder ist mehr als willkommen, Teil der Malle-Familie zu werden“, sagt Robert, der eine 1957er-Triumph Thunderbird fährt, ein Erbstück von seinem Vater.

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