Kleine Helfer, große Wirkung

Ob Parksensor, Rückfahrkamera oder Abstandsradar: immer häufiger finden elektronische Assistenzsysteme Einzug ins Nutzfahrzeug-Segment.

Schon heute Realität: Elektronische Assistenzsysteme wie etwa ein Abstandsradar werden jetzt auch in Nutzfahrzeuge eingebaut

Das Thema Sicherheit war im Nutzfahrzeug- Segment lange ein Fremdwort und musste sich allzu oft dem Kapitel Kosten unterordnen. Nicht zuletzt die Häufigkeit der Unfälle, in die eben auch Klein- Lieferwagen und Lkw verwickelt waren, zwang die Gesetzgebung zum Handeln. Seit knapp zwei Jahren müssen nun sämtliche Neuwagen werksseitig mit dem ESP, dem Elektronischen Stabilitätsprogramm, ausgerüstet sein.

Auch wenn das ESP zweifellos zu den wichtigsten Assistenzsystemen im Automobilbau zählt – weltweit hat es sich millionenfach bewährt und viele Menschenleben gerettet –, gibt es heute eine ganze Reihe weiterer elektronischer Helferlein. Für ein Luxusmodell wie die Mercedes S-Klasse oder den BMW 7er können mehr als zwei Dutzend Assistenzsysteme bestellt wer- den. Viele davon haben es mittlerweile – dank der Fortschritte in der Elektronik – sogar runter in die Volumenklasse geschafft. Bauteile wie Steuergerät, Videokamera, Ultraschallsensoren, Laserscanner und Radar wurden kleiner, leistungsfähiger und günstiger – somit auch für Fahrer „normaler“ Autos erschwinglich. In der Branche spricht man von einem „Demokratisierungsprozess“. „Selbst ein Opel Astra führt heute Sicherheitsextras wie Frontkamera, Notbremsassistent, Verkehrsschilderkennung oder Spurwechselwarner in der Aufpreisliste“, sagt Autoexperte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach.

Elektronik für mehr Komfort

Davon können die meisten Fahrer leichter Nutzfahrzeuge nur träumen. Doch langsam tut sich etwas. Zum einen aufseiten der Hersteller, zum anderen ändert sich das Bewusstsein des Kunden, selbst wenn es sich nicht gleich um Sicherheitsextras wie eine automatische Abstandsregelung, einen Notbrems- oder einen Spurhalteassistenten handelt, wie sie sämtlich der neue VW Crafter in der Preisliste führt. Vielmehr legen viele Firmenwagen-Kunden und Fuhrpark-Manager Wert auf Dinge, die im hektischen wie engen Lieferverkehr Beulen und Kratzer am eigenen, zumeist Leasingfahrzeug und am Nachbarauto verhindern, Stichwort: Haftpflicht- und Kaskoschäden.

Angeboten werden mehr und mehr Features wie beispielsweise eine 360-Grad-Surround-View-Kamera, Parksensoren, eine Rückfahrkamera oder ein Auspark assistent. Alle mit dem Ziel, dem Fahrer die tägliche Arbeit zu erleichtern und Beschädigungen zu vermeiden.

Auch das Rangieren mit Anhängern wird heute nicht mehr den in der Fahrschule gelernten Künsten überlassen. VW spendiert daher dem neuen Crafter einen sogenannten Trailer-Assist, der hilft, den Hänger zielgenau in die Lücke zu dirigieren. Ohnehin dürfte der neue Volks-Lieferwagen für Handel und Gewerbe in seinem Segment in dieser Hinsicht das derzeit modernste Fahrzeug am Markt sein. Zusätzlich gibt es optional für den Crafter noch einen Front-Assist inklusive City-Notbremsfunktion, einen sensorgesteuerten Flankenschutz und einen Parklenkassistenten. Serienmäßig sind Seitenwindassistent und Multikollisionsbremse an Bord.

Für was auch immer man sich entscheidet, gut überlegen sollte sich der Neuwagenkäufer, ob er vielleicht am falschen Ende spart, würde er auf diverse Assistenzsysteme verzichten. Zum einen mindert dies den Wiederverkaufswert, weil in einigen Jahren elektronische Helfer noch weiter verbreitet sein werden als heute. Zum anderen sollten sie sich vor Augen führen, dass sich eine Investition in derartige Sicherheitsextras bereits bezahlt gemacht hat, wenn dadurch auch nur ein einziger Unfall verhindert wird. Von den eigenen Verletzungen und denen anderer Personen einmal ganz abgesehen.

Das interessiert andere Leser

  • Mittelstandsfinanzierung ohne Bank

    Sie wollen Ihr Unternehmen voranbringen? Doch die Bank macht Ihnen das Leben schwer, verlangt immer neue Dokumente und prüft und prüft und prüft?

  • Neuer DUB-Branchenbaum 2018

    Wir haben den Branchenbaum vereinfacht. Branchen wurden neu sortiert und Teilbranchen zusammengelegt. Was Sie jetzt bei Ihren Inseraten und Suchen beachten sollten.

  • Digitale Kundenansprache meistern

    Bei der digitalen Customer Journey haben deutsche Unternehmen noch Nachholbedarf. Professor Julian Kawohl von der Hochschule für Technik und Wirtschaft erläutert, wo es hakt.

  • Rückblick auf den WHU Campus for Family Business 2018

    In Workshops und Podiumsdiskussionen tauschten sich die 160 Teilnehmer, überwiegend etablierte Familienunternehmer sowie die Nachwuchsgeneration, zu ihren Erfahrungen aus.

  • Externe Unterstützung willkommen – das Eigenkapital der Familienunternehmen wird knapp

    Familienunternehmen müssen sich mehr und mehr Investoren von außen öffnen. Eine Studie, die dem Handelsblatt vorliegt, analysiert die Ursachen für diese Entwicklung.

  • Unternehmensnachfolge: Deutscher Mittelstand im Fokus von Übernahmen und Fusionen

    Deutschen Mittelstandsbetrieben steht in den nächsten Jahren ein großer Besitzerwechsel bevor. Allein bis 2022 sind mehr als 500.000 Inhaber von kleinen und mittleren Firmen auf der Suche nach einem ...

  • Bemessung des Unternehmerlohns

    Für jede Unternehmensbewertung ist im Aufwand ein drittvergleichsfähiger Unternehmerlohn anzusetzen. Wie hoch ist er anzusetzen, welche Maßstäbe gelten dafür?

  • Gewinnspiel zum Buch "Familienexternes Management im Mittelstand"

    Wir verlosen drei Fachbücher zum Thema Unternehmensnachfolge außerhalb der Familie. Weitere Informationen zum Buch und zum Gewinnspiel gibt es hier.

  • Oasen zum Verlieben

    So langsam steigt wieder die Lust auf Wellnessurlaub. Das DUB UNTERNEHMER-Magazin und Travelcircus stellen drei der schönsten Spa-Tempel in Deutschland und Österreich vor.

  • Thomas Röhler: „Sport-Stipendiat des Jahres“

    Der Olympiasieger und Europameister im Speerwerfen ist zum „Sport-Stipendiat des Jahres 2018“ gekürt worden. Die Deutsche Bank verdoppelt nun sein Stipendium für die nächsten 18 Monate auf 800 Euro.

  • Franchisesystem Town & Country Haus wird Preisträger des Hausbau-Design Awards 2018

    Erster Platz in der Kategorie „Bungalows“ – so lautete das Ergebnis des diesjährigen Hausbau-Design Awards für einen Entwurf von Town & Country Haus.

  • FranchiseExpo18 – ein Rückblick auf Deutschlands größte Franchise Messe

    Die Franchise Expo 2018 war für DUB.de und die gesamte Franchise-Szene ein voller Erfolge. Ein Resümee.

  • Moderne Klassik

    Als besonders robust und zuverlässig gelten die mechanischen Zeitmesser des Frankfurter Herstellers Sinn Spezialuhren. Das liegt an eigens entwickelten technologischen Lösungen.

  • Zeit ist Qualität

    Guter Champagner braucht einen guten Wein. Und drei Zutaten: Leidenschaft, Handwerk sowie Geduld. Wir haben die Geheimnisse des Edel-Schaumweins vor Ort bei Bertrand Lhopital erkundet.

  • Volle Pulle Vintage

    2.000 Kilometer von Nordschottland nach Südengland. Ein Erlebnis auf knorrigen alten Motorrädern und neue Heritage-Bikes. Bei der „The Great Mile“ dabei: unser Autor Ralf Bielefeldt.

  • Stromern, nicht knattern

    Elektromobilität ist modern, trendig und umweltfreundlich. Doch auch E-Autos sind in überfüllten Städten ein Fehler. Die Alternative: der elektrisch angetriebene Roller Unu.

  • Schneller Deal - Franchisegeber in der mobilen Fritteusenreinigung

    Zügig und effizient läuft die Suche nach Franchisenehmern bei FiltaFry ab. Im besten Fall vergeht von der Bewerbung bis zur Vertragsunterzeichnung nur ein Monat. Wobei achtet der Franchisegeber bei der ...

  • Reite die Welle

    Die Balance halten – darum geht es beim Surfen wie in der Wirtschaft. Wie das Beispiel von Robby Naish zeigt. Seine Entwicklung vom Weltklassesurfer zum erfolgreichen Unternehmer.

  • Drei Tage Willenskraft

    Im Face-Camp von Box-Champion und Ideengeber Wladimir Klitschko arbeiten Führungskräfte an einer persönlichen Herausforderung. Ein Selbstversuch von Redakteur Arne Gottschalk.

  • Familienunternehmen: Mit externen Anteilseignern den Investitionsstau lösen

    Private-Equity-Investoren liebäugeln immer stärker mit dem Einstieg bei Familienfirmen. Sie können helfen, dass Familienunternehmen, die Anteile verkaufen wollen, mit der neuen Finanzkraft stärker investieren.

  • „Brauchen digitalere DNA“

    Frank Thelen fordert und fördert in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ junge Start-ups. Der Bundesrepublik verordnet er ein 360-Grad-Aufputschpaket für Wagniskapital.

  • Titelthema: Märchenhafte Reise

    Ob Dax-Konzern oder Familienbetrieb, Start-up oder Traditionsunternehmen, B2B oder B2C: Kaum etwas wird in Chefetagen so heiß diskutiert wie die Customer-Journey.

  • Eigene Firma gründen: Das sind die ersten Schritte

    Frei von den Zwängen des Angestelltendaseins: das ist nur ein Motiv, ein Unternehmen zu gründen. Folgende Liste bietet Tipps für einen erfolgreichen Start.

  • Jetzt bewerben: Deutscher Exzellenz-Preis 2019

    Die top-besetzte Jury des Deutschen Exzellenz-Preises kürt Herausragendes. Entscheiderinnen und Entscheider können sich in allen Award-Kategorien noch bis zum 1. Oktober 2018 bewerben.

  • Mit Franchise um die ganze Welt

    Viele Geschäftsideen, die in Deutschland großen Erfolg haben, stammen ursprünglich aus dem Ausland. Nach Deutschland kamen sie via Franchise und bieten für Gründer viele Möglichkeiten.

  • Unternehmensnachfolge - die richtigen Werte zählen

    Unternehmensnachfolge Beratung braucht Empathie - nicht nur Branchenexpertise und Unternehmertum werden gesucht, sondern auch die richtige Vision fürs Unternehmen.

  • Wie intelligent ist mein Unternehmen?

    Gratis: DUB startet Deutschlands größte Unternehmer-Umfrage – zusammen mit KPMG und den Hochschulen in Paderborn und Regensburg. Am Schnelltest teilnehmen und sofort Auswertung erhalten!

  • Unternehmensnachfolge per Management-Buy-Out

    Ein Management-Buy-Out bietet für alle Parteien eine Chance, ihre Ziele zu erreichen - ob Unternehmer, Führungskraft oder Vermögensinhaber

  • Entdeckt euch!

    Pascal Finette sucht und findet die Antworten auf die Frage „What’s next?“. Der Dozent der Singularity University stellt sich dem redaktionellen Kreuzfeuer in Hamburg. Das Ergebnis: ein Weckruf.

  • Angriff aufs Irrationale

    Welche Mechanismen machen Google, Amazon und Co. so erfolgreich? In seinem Buch „The Four“ wagt Marketingprofessor Scott Galloway einen Erklärungsversuch.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick
Das interessiert andere Leser