„Refugien der Mechanik“ 

Wilhelm Schmid: Leidenschaft für Uhren und Oldtimer

Wilhelm Schmid: Der ehemalige BMW-Manager ist seit Januar 2011 CEO der sächsischen Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne.
Wilhelm Schmid:
Der ehemalige BMW-Manager ist seit Januar 2011 CEO der sächsischen Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne. Neben seiner Leidenschaft für edle Zeitmesser schlägt Schmids Herz für elegante Oldtimer (Foto: PR)

In Ihrem Fall kommt sicher eine individuelle Prägung hinzu. Schließlich waren Sie viele Jahre in Managementpositionen bei BMW tätig ...

Schmid: ... und nicht nur das. Mein Vater war Auto­händler und betrieb nebenbei noch eine kleine Tankstelle. Mit 17 Jahren kaufte ich meinen ersten Oldtimer und auch eine „richtige“ mechanische Uhr, denn das war schon immer meine andere Leidenschaft. Meine Frau sagt, seit ich CEO bei A. Lange & Söhne bin, gebe ich mein Geld für Autos aus. Als ich noch in der Autoindustrie gearbeitet habe, sei das Geld in Uhren geflossen.

Gut, man muss eben Prioritäten setzen. Apropos: Wir wissen, dass Ihr Herz vor allem für britische Oldtimer schlägt – und auch für historische deutsche Automobile?

Schmid: Ich besitze seit mehr als 30 Jahren einen MGB Mark I Roadster. Mit der Zeit kamen unter anderem noch ein AC Ace Bristol sowie ein Frazer Nash Le Mans Coupé hinzu. Ich mag die minimalistische Einfachheit und Klarheit, die klassische Fahrzeuge aus England verkörpern. Wenn ich allerdings nach Eigenschaften wie Wert, Leistung und Handwerkskunst frage, dann denke ich eher an einen BMW 507 oder an einen Mercedes 300 SL Flügeltürer.

Und mit Blick auf die Uhren: Welche Modelle Ihres Hauses gehören zu Ihren persönlichen Favoriten?

Schmid: Aufgrund ihrer Nähe zum Motorsport habe ich eine Vorliebe für Chronographen. Ich bin stolz darauf, dass diese Disziplin zu den Stärken von A. Lange & Söhne gehört. Mit Modellen wie dem „1815 Chronographen“, dem „Datograph Perpetual Tourbillon“ sowie dem „Tourbograph Perpetual ,Pour le Mérite‘“ sind wir hier sehr gut aufgestellt. Nicht zu vergessen ist die diesjährige Neuheit, der „Triple Split“, der erste mechanische Schleppzeiger-Chronograph der Welt, der mehrstündige Vergleichszeitmessungen ermöglicht. Je ein zusätzlicher Schleppzeiger auf den Minuten- und Stunden-Totalisatoren erlaubt es, Zwischen- und Referenzzeiten bis zu einer Dauer von zwölf Stunden zu stoppen.

Die Gewinner des „Concorso“ erhielten keinen Chronographen, sondern eine „Lange 1 Zeitzone ‚Como Edition‘“. Warum wurde diese Uhr als Preis ausgelobt?

Schmid: Wir haben uns beim „Concorso d’Eleganza“ für eine Zeitzonenuhr entschieden, weil sie – ähnlich wie ein Gran-Turismo-Wagen – die Kunst des Reisens symbolisiert. Auf dem rotierenden Städtering wird die mitteleuropäische Zeit durch den Veranstaltungsort Como dargestellt. Eine Spezialgravur macht die Uhr darüber hinaus zum Unikat.

Edler Zeitmesser: „1815 Chronograph” von A. Lange & Söhne
Edler Zeitmesser:
„1815 Chronograph“ von A. Lange & Söhne (Foto: PR)

Teil 1: Oldtimer und Uhren: Aus dem Zeitalter der Prä-Digitalisierung

Teil 2: Wilhelm Schmid: Leidenschaft für Uhren und Oldtimer

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