Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Hip und hyggelig

Winter in Kopenhagen: Designperlen, Szene-Restaurants und Behaglichkeit – ein Besuch in der skandinavischen Trend-Metropole hat auch in der kalten Jahreszeit einen besonderen Charme. Die DUB UNTERNEHMER-Redaktion war für Sie vor Ort.


Bild: Visit Denmark/Kim Wyon

Die Dänen sind ein glückliches Volk. Regelmäßig landen sie an der Spitze von Zufriedenheits-Rankings. Insbesondere den Bewohnern der Hauptstadt sagt man eine positive Haltung nach. Aber – gilt das auch in der kalten Jahreszeit? „In Kopenhagen herrscht eine ganz besondere Atmosphäre im Winter. Die Menschen zünden Kerzen an, gehen in Cafés und zelebrieren ,Hygge‘, was so viel wie Behaglichkeit bedeutet“, sagt Cheresse Burke. Die Wahl-Kopenhagenerin arbeitet bei Copenhagen Free Walking Tours (copenhagenfreewalkingtours.dk), einer Organisation von jungen Leuten, die freiberuflich Stadtführungen anbieten. Der Clou: Die Touren sind kostenlos, am Ende spenden die Teilnehmer so viel, wie ihnen das Erlebnis wert war. „Deshalb sind wir natürlich hoch motiviert, ihnen ein tolles Programm zu bieten“, so Burke. Die gebürtige US-Amerikanerin zeigt uns einige ihrer persönlichen Kopenhagen-Favoriten. „Die beste Aussicht hat man auf der Außenplattform des Runden Turms“, sagt Burke. Das historische Gebäude kommt ohne Stufen aus, stattdessen gehen wir über einen 209 Meter langen Schneckengang nach oben. Der Grund: Auf der Spitze des Turms befindet sich ein astronomisches Observatorium. Damit die schweren Instrumente und Bücher in einem Wagen transportiert werden konnten, entschied sich der Architekt gegen eine Treppe. Hobbyastronomen können von Mitte Oktober bis Mitte März dienstag- und mittwochabends im Observatorium Sterne beobachten (rundetaarn.dk).

Ebenfalls eine schöne Perspektive auf die Dächer der Altstadt haben wir im nahe gelegenen „Café Hovedtelegrafen“ (cafehovedtelegrafen.dk). Anschließend besichtigen wir eines der schönsten Gotteshäuser Kopenhagens: die Frauenkirche, in der sich Kronprinz Frederik und Prinzessin Mary das Jawort gaben (domkirken.dk). „Von außen etwas unspektakulär, lohnt sich ein Blick hinein“, so Burke. Und sie hat recht. Im 60 Meter hohen Turm hängen zudem sowohl die größte als auch die älteste Glocke Dänemarks. Nicht weit von dort kehren wir am Gråbrødretorv ein. „In den alten Bürgerhäusern gibt es zahlreiche gemütliche Kneipen und Restaurants – ein idealer Ort zum Chillen“, so Burke.

Tischlein deck' dich!

Im Advent wird es in Dänemarks Hauptstadt richtig besinnlich. Sobald die Sonne untergeht – im Dezember also zwischen 15 und 16 Uhr –, erhellen unzählige Lichter die Stadt. So weihnachtlich geschmückt wirken Sehenswürdigkeiten wie die Flaniermeile Nyhavn oder der Vergnügungspark Tivoli wie verzaubert und geben ein ganz anderes Bild ab als im Sommer. Wer Geschenke sucht, den zieht es in die berühmte Fußgängerzone Strøget. Hier finden sich namhafte Kaufhausketten und Designerläden. Ein besonderes Highlight: Der Flagship-Store der Porzellan-Manufaktur Royal Copenhagen (royalcopenhagen.com) stellt in der Weihnachtszeit festlich gedeckte Tische aus, die von Künstlern und Prominenten liebevoll dekoriert werden. Die Globalisierung macht indes auch vor dem dänischen Traditionsunternehmen nicht halt. Seit 2012 ist es Teil des finnischen Fiskars-Konzerns, der die Produktion 2013 nach Thailand ausgelagert hat. Lediglich die hochwertige Linie „Flora Danica“ wird noch in Dänemark hergestellt.

Um in handverlesenen Boutiquen, Porzellan- und Silberläden nach Designperlen zu stöbern, schlendern wir zur kleineren Fußgängerzone Strædet. Einheimische verraten uns, dass man in der Kompagnistræde gute und vergleichsweise günstige Bistros und Restaurants findet, zum Beispiel das „RizRaz“ (rizraz.dk) oder das „Café Kreuzberg“ (kreuzberg.dk). Da wir typisch dänisch und etwas exklusiver speisen möchten, machen wir einen Spaziergang durch den Botanischen Garten zum Szenelokal „Aamanns“ (aamanns.dk) in der nördlichen Innenstadt. Hier steht Smørrebrød – zu Deutsch: Butterbrot – in allen erdenklichen Variationen auf der Speisekarte. Lækker!

Hippes Essen für glückliche Menschen

Noch mehr „fancy“ Speisen und Getränke werden uns im ehemaligen Fleischmarkt in Vesterbro serviert. Von Craft-Bier (warpigs.dk) über Pizza (mother.dk) bis hin zu Bio-Essen (biomio.dk) gibt es hier alles, was das Hipster-Herz begehrt. Nicht weniger trendig ist „Copenhagen Street Food“ in einem Lagerhaus auf der Insel Papirøen (copenhagenstreetfood.dk). 35 FoodTrucks, die Lage am Hafen und eine fabelhafte Sicht auf das Königliche Schauspielhaus machen diesen Ort im Sommer wie im Winter zu einem der Hotspots der skandinavischen Metropole. „Frisches Essen, vor den Augen der Gäste zubereitet – hier wird das Street-Food-Prinzip gelebt“, erzählt uns der Deutsche Stephan Diedrich, der an seinem Stand „Fisch Art“ Fisch-Burger kredenzt (facebook.com/fischart.bbq). Wie fast alle Restaurants und Geschäfte in Kopenhagen akzeptieren die Food-Trucks Kreditkarten und das Bezahlen per Smartphone. Letzteres wird in Kopenhagen übrigens immer populärer und ist selbst auf Flohmärkten gang und gäbe. So schaffte es „MobilePay“, der Name der Bezahl-App der Dankse Bank, sogar zum dänischen Wort des Jahres 2014. Dass dieses Konzept hier so gut aufgeht, liegt wohl mit daran, dass in Dänemark eine andere Vertrauenskultur herrscht, die sich offenbar auch auf das Verhältnis zum Geld auswirkt. „Die Dänen sind viel gelassener als wir“, bestätigt Diedrich. Vielleicht ist das ja das Glücksrezept unserer nordischen Nachbarn – und färbt bei einem Besuch ab.

Das interessiert andere Leser

  • Erst Praktikum, dann Nachfolger

    Warum der Chef in spe bei seinem neuen Unternehmen erstmal eine Hospitanz absolvieren sollte.

  • Pflichtteilsrechte – die Büchse der Pandora

    Verstirbt ein Unternehmer, müssen häufig Kredite aufgenommen werden, um Erben auszuzahlen. Doch es geht auch anders.

  • Mehr als nur ein Spiel

    Zocken, daddeln – ist doch Kinderkram? Weit gefehlt. Video spielen ist zum Milliardenmarkt avanciert. So wollen Unternehmen und Vereine auf den neuen Goldesel aufsatteln.

  • Begehrte Pleitefirmen

    Warum ausländische Investoren um insolvente deutsche Unternehmen feilschen.

  • Gesucht, gefunden

    Wer genau weiß, was er will, wird schneller fündig: zum Beispiel auf der DUB-Franchisebörse. Im Fall von Lutz Große und dem System Filtafry war das ein Glücksfall für alle Beteiligten.

  • Risiko Familienunternehmen

    Familienunternehmen können schneller von einer Insolvenz bedroht sein als andere. Doch das Risiko lässt sich senken.

  • Den Quick Fix gibt es nicht

    Industrie 4.0. Der Trend ist da, die Umsetzung lahmt: Das Potenzial der vierten industriellen Revolution wird hierzulande nicht ausgeschöpft. Zwei Experten verraten, was dafür nötig ist.

  • Von Mäusen und Gazellen

    „Growth Guy“ Verne Harnish, Gründer der Entrepreneurs’ Organization, Autor und Coach, verrät, warum Unternehmer einsam sind und wann das beste Timing für Firmenausbau oder -verkauf ist.

  • Keine Angst vor dem blauen Brief

    Wenn ein Familienunternehmen einen neuen Chef bekommt, werden Mitarbeiter selten gekündigt. Im Gegenteil.

  • Passende Partner

    Wenn ein Franchisenehmer einen Nachfolger für sein Unternehmen sucht, ist auch der Franchisegeber gefragt – um ihn dabei im Sinne des Systems zu unterstützen.

  • Franchise: Bedeutung und Nutzen des System-Handbuchs

    Lesen Sie mehr über die „Betriebsanleitung“ für die Führung des Franchisebetriebes.

  • Ehrgeiz und Leidenschaft

    Judith Williams. Die frühere Opernsängerin, heutige Unternehmerin und TV-Moderatorin über Rezepte für ein erfolgreiches Leben.

  • Digitale Potenziale

    Deutschland ist reif für ein digitales Gesundheitswesen. Deshalb unterstützt Die Techniker Existenzgründer, Talente und Visionäre.

  • Der Amazon-Plan

    Das entschlüsselte Erfolgsgeheimnis des Amazon-Gründers Jeff Bezos.

  • So digital tickt Berlin

    Alles #Neuland? Die Redaktion des DUB UNTERNEHMER-Magazins hat sechs deutsche Spitzenpolitiker nach ihrer Vision der digitalen Zukunft befragt.

  • Die vier wichtigsten „Deal Breaker“

    Deal Breaker können Übernahmen in letzter Minute scheitern lassen. Das sind die häufigsten.

  • Bilanzbombe Pensionen

    In vielen Firmen klaffen riesige Pensionslücken – ein ernstes Problem, vor allem beim Unternehmensverkauf.

  • Auf die (Franchise-)Größe kommt es an

    Einsteiger in der Franchise-Branche haben es schwer. Aber der Aufwand zahlt sich aus.

  • Unternehmensverkauf: Worauf bei Earn-Out-Klauseln achten?

    Was Unternehmensverkäufer und -käufer über variable Preiskomponenten wissen müssen.

  • Die fünf wichtigsten Trends der CeBIT

    2017 werden auf der CeBIT wieder die großen Trends der IT-Branche gezeigt. Ganz oben auf der Tagesordnung: künstliche Intelligenz.

  • Disruption meets Design

    Produktdesigner stehen vor einem Paradigmenwechsel. Die analoge und digitale Welt verschmelzen zunehmend miteinander. Was sich hinter der „new holistic experience“ verbirgt.

  • Wie ein Franchisenehmer seine Mitarbeiter für sich werben lässt

    Employer Branding – Ein Unternehmer aus Hannover zeigt, dass solche Kampagnen sinnvoll sein können.

  • Die Mär vom Gründerland Deutschland

    Beim Jahrestreffen der deutschen Franchise-Experten (9. bis 10. Mai in Berlin) diskutiert die Branche mit der Politik kontroverse Themen.

  • Wenn die Chefin nicht mehr will

    So planen Inhaberinnen die Unternehmensnachfolge.

  • Energiemanagementsysteme lohnen sich

    Die Firma Kaiser+Kraft hat ein Energiemanagementsystem eingeführt. Geschäftsführer Andreas Krüger über die Vor- und Nachteile.

  • Sorgfältige Vorbereitung

    Wenn Unternehmen in überschaubarer Zeit verkauft werden sollen, ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Verkaufserfolg.

  • Berater finden leicht gemacht

    Die Beraterbörse von DUB.de hilft Ihnen, den richtigen Unternehmensberater für Ihr Projekt zu finden.

  • Jung, begabt, sucht ...

    ... findet und kauft Firma: Ein neues Modell aus den USA bringt Käufer und Verkäufer elegant zusammen.

  • Wie Franchisesysteme neue Partner finden

    Neue Partner zu finden, ist für Franchisesysteme momentan besonders schwer. So klappt’s trotzdem.

  • Fremdwort Disruption

    Der Begriff ist in aller Munde. Viele Chefs wissen aber nicht, wie sie mit innovativen Unternehmen umgehen sollen.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick