Stromern, nicht knattern

Mit dem Elektroroller durch die Stadt

Elektromobilität ist modern, trendig und umweltfreundlich. Die meisten denken dabei zuerst an E-Autos. Doch das ist in überfüllten Städten ein Fehler, wie der elektrisch angetriebene Roller Unu eindrucksvoll zeigt.

Die Parkplatzsuche ist mit dem Unu in der Großstadt kein Problem – anders als mit dem Auto.

Läuft: Die Parkplatzsuche ist mit dem Unu in der Großstadt kein Problem – anders als mit dem Auto (Foto: JDB MEDIA/Felicitas Daxner)

Er mag mich einfach nicht. Das Malteserhündchen bellt und zerrt an der Leine. Weil ich leise an die Ampel herangefahren bin, während Frauchen dort wartet? Weil ich Unu fahre? Einen Elektroroller – leise, ohne Knattern, ohne blaue Abgasfahne. Die Zukunft kommt auf zwei leisen Reifen? Die Zahlen bestätigen diese Vermutung. Tatsächlich surren immer mehr E-Roller wie der Unu durch Großstädte. 50.000 solcher Gefährte dürften 2018 europaweit verkauft werden, prognostiziert der Verband der Motorradhersteller ACEM. Und weltweit soll der Umsatz der Branche 2024 bei rund 47 Milliarden Euro liegen. 2015 war es nur knapp die Hälfte.

Ein Grund: Die Roller ermöglichen den günstigen Einstieg in die E-Mobilität. Immerhin lassen sich bereits ab 1.000 Euro Angebote finden. Bei Autos gibt es für diesen Betrag bestenfalls ein paar Zierleisten. Die Allgegenwärtigkeit von „Sharing-Rollern“ tut ihr Übriges. Aus „mein Roller“ könnte „unser Roller“ werden. Mein Roller, leihweise, ist von Unu, einem Start-up in Berlin. Das Unternehmen baut die Gefährte nach Kundenwunsch auf, in Rot, in Blau, in Schwarz. Die 3.000 Watt im Test-Roller surren kräftig los. So kräftig, dass ich die ersten Meter vorsichtshalber in einem Hinterhof hinter mich bringe – um ein Gefühl für das Gefährt zu entwickeln. Das geht überraschend einfach. Immerhin braucht es keine Schaltung, kein Getriebe; der Motor sitzt direkt am Hinterrad.

Verzögert wird wie beim Fahrrad; ein Bremshebel links, einer rechts. Das macht das Fahren einfach: Schlicht die Gashand rechts drehen, und der Motor surrt los. Blinker setzen, beschleunigen und dann im Straßenverkehr einfädeln, kein Problem. Einfacher geht Mitschwimmen kaum. Das gilt auch im Verkehr auf den Ausfallstraßen Hamburgs.

Teil 1: Mit dem Elektroroller durch die Stadt

Teil 2: E-Roller im Test 

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