Stromern, nicht knattern

E-Roller im Test

Test bestanden: E-Roller Unu kam bei DUB UNTERNEHMER-Redakteur Arne Gottschalk gut an.

 

Test bestanden: E-Roller Unu kam bei DUB UNTERNEHMER-Redakteur Arne Gottschalk gut an (Foto: JDB MEDIA/Felicitas Daxner)

Roller-Träume 4.0

Gerade kurz nach dem Ampelstopp punktet der Unu: Das Drehmoment steht sofort zur Verfügung und nicht erst wie beim Verbrennungsmotor bei einer bestimmten Drehzahl. In anderen Worten: Wer will, kann viele Autos und Normal-Roller stehen lassen. Sehr angenehm, wenn man gezwungenermaßen in der Mittelspur einer dreispurigen Straße steht und rechts und links Lastwagen aufragen. Nur schnell weg. Auch der Porsche kann mich an der Ampel so leicht nicht abschütteln.

Irgendwann ist freilich Schluss mit dem Vortrieb. Aber es geht ja um einen Roller, nicht um ein Motorrad. Und der soll im Stadtverkehr bequem von A nach B kommen. Dies gelingt dem Unu in aller Stille. Apropos: In Amerika hat die National Highway Traffic Safety Administration die Hersteller von Elektrofahrzeugen verpflichtet, eigens Geräusche bei der Fahrt zu erzeugen. Die EU steuert den gleichen Kurs. Um zu verhindern, dass die lautlose Fahrt andere erschreckt. Etwa den kleinen Hund an der Ampel.

Mit steigender Kilometerzahl steigt auch das Vertrauen in das Gefährt. Ein bisschen durchschlängeln an den Blechkolonnen an der Ampel hier, ein bisschen mehr die stämmige Beschleunigung ausnutzen da. Oder einfach mal den Gasgriff lockern, leise surrend sinkt die Geschwindigkeit, und die Reichweite steigt. Denn jeder Abbremsvorgang führt dem Akku Energie zu: Vorausschauendes Fahren zahlt sich also aus.

Im Jahrhundertsommer 2018 weckte das Italienwetter so etwas wie Roller-Träume 4.0. Und das zu Lira-Konditionen: Unu selbst rechnet mit Kilometerkosten von rund 80 Cent. Was bleibt also? Unter anderem der Eindruck der Leichtigkeit, des E-Rollers als Sympathieträger: Daumen hoch etwa vom Obstverkäufer im Hamburger Schanzenviertel. Auch meinen Kindern gefällt das Gefährt. Nur eben dem kleinen Hund an der Ampel nicht. Aber was weiß der schon.



Tech-Talk

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

1.000, 2.000 oder 3.000 Watt: Mehr Watt bedeutet eine höhere Beschleunigung. Bosch ist Lieferant aller drei Motorvarianten – und Dienstleister für den Fall, sollte einmal etwas mit dem Roller nicht stimmen. Verkauft werden die Gefährte ausschließlich online: 1779 Euro für 1000 Watt, 2299 Euro bei 2000 Watt und 2799 Euro für die kräftigste Variante. Die Reichweite pro Akku liegt bei bis zu 50 Kilometern; zwei Akkus können mitgeführt werden.  



Mehr zum Test des Elektrorollers im Blogbeitrag unseres Redakteurs Arne Gottschalck.

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