Welcher Unternehmertyp sind Sie? Und was bedeutet das für Ihre Gründung?

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Firma zu übernehmen und sich selbständig zu machen, wird früher oder später über die Frage stolpern, ob er überhaupt ein Unternehmertyp sei. Aber gibt es überhaupt den Idealtypus eines Unternehmers?

Anfangs wird der motivierte Neugründer dann vielleicht einen der vielen Persönlichkeitstests machen, die zu diesem Thema entwickelt wurden und mit Aussagen wie diesen konfrontiert:

„Ich habe ein dickes Fell und trete selbstbewusst auf“

„Ich kann Entscheidungen ohne zu zögern treffen und auch gegen Widerstände durchsetzen“

„Ich bin bereit, jede Woche 60 Stunden und mehr zu arbeiten“

Leider steht hinter diesen Tests meist ein überkommenes Bild vom Unternehmer, das mit der Wirklichkeit nicht viel gemein hat. Natürlich gibt es sie, die „typischen Unternehmer“: Entscheidungsfreudig, durchsetzungsstark und von morgens bis abends im Dienst ihrer Firma unterwegs. Aber (und das ist ein großes Aber!): In ihrem Schatten stehen unzählige Unternehmer und Unternehmerinnen, die ganz anders sind – und deshalb nicht weniger erfolgreich!

Lassen Sie sich also von solchen Tests nicht verunsichern! Die Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet nicht, ob Sie ein Unternehmertyp sind, sondern welcher!

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Den einen Unternehmertyp gibt es gar nicht

Unternehmerpersönlichkeiten in Deutschland sind so bunt, wie die Unternehmen, die sie leiten: Unter ihnen sind Junge und Alte, Männer und Frauen, Eigenbrötler und Teamplayer, Spezialisten und Allrounder, Extrovertierte und Introvertierte, Übermütige und Zauderer und, und, und...

Das bedeutet nicht, dass die Gründerpersönlichkeit keine Rolle für die Unternehmensentwicklung spielt. Und dass es sinnlos wäre, sich im Vorfeld einer Gründung mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Aber daraus den Schluss zu ziehen, man sei für ein Leben in der Selbständigkeit nicht bestimmt, – das wäre ein großer Fehler! Vielmehr geht es darum, genau das Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen, das zu einem passt.

In der Theorie wird davon ausgegangen, dass Unternehmer drei Rollen auszufüllen haben:

  1. Die des Visionärs, der neue Chancen entdeckt und Innovationen anschiebt,

  2. die des Managers, der Prozesse steuert und Aufgaben verteilt, und

  3. die des Fachmanns, der sich inhaltlich auskennt und die fachlich beste Lösung findet.

Wie wichtig die einzelnen Rollen sind, hängt vom Geschäftsmodell ab. Vereinfacht lässt sich sagen, dass bei Neugründungen und Startups besonders der Innovator gefragt ist. Bei Franchise-Konzepten steht eher die Rolle des Managers im Vordergrund. Sie bieten gerade Quereinsteigern, die sich aufs Organisieren verstehen, gute Chancen. Bei der Übernahme eines bestehenden Betriebs sind wiederum Fachleute mit ausgeprägten Managertalenten klar im Vorteil.

Geschäftsmodell entwickeln Step-by-step

Dabei geht es jedoch immer nur um Tendenzen bzw. leichte Verschiebung im Rollengefüge. Kein Unternehmen kann auf Dauer funktionieren, wenn in der Führung eine der drei Rollen total vernachlässigt wird.

So sollten Sie sich natürlich auch als Nachfolger überlegen, wie Sie die Firma erneuern und weiterentwickeln können. Hier ist die Arbeitsfrage: Was kann ich mit meinen Ideen und Talenten an dem bestehenden Geschäftsmodell so verändern, dass die Firma noch erfolgreicher und zukunftssicherer wird?

Lassen Sie sich von Vorbildern inspirieren

Die Gründerplattform, die 2018 auf Initiative des Wirtschaftsministeriums und der KfW an den Start gegangen ist, um das Gründen in Deutschland einfacher und digitaler zu machen, setzt hier an: Sie bietet Vorbilder aller Couleur und räumt auf mit dem Klischee vom typischen Unternehmer. Mithilfe von Schiebereglern und einer einfachen Matchingfunktion können die User herausfinden, welche erfolgreichen Unternehmer so ähnlich ticken, wie sie selbst, und können von ihrem Beispiel lernen. Außerdem gibt es auf der Gründerplattform viele Tools, mit denen man einen Businessplan schreiben, ein Geschäftsmodell darstellen und eine Finanzierung für sein Vorhaben finden kann.

Bei allen praktischen Hilfen geht es immer auch um die Inspiration und die Frage: Welches Unternehmen passt zu mir? Denn wer seine individuellen Stärken und Neigungen in sein Unternehmen einbringen kann, schafft die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches und erfüllendes Leben in der Selbständigkeit!

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