Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Vom Sattel in den Job

Spitzensport betreiben und gleichzeitig die Karriere danach im Blick haben: Das ist oft ein Drahtseilakt. Projekte der Deutschen Bank, der Stiftung Deutsche Sporthilfe und DUB.de unterstützen Reiter und andere Top-Athleten auf ihrem Weg in den Beruf.

Schwungvoll trabt Victoria Michalke auf Novia durch das Dressurviereck – die vielen Zuschauer bringen die beiden nicht aus dem Takt. Mit Leichtigkeit und Eleganz absolvieren sie auch schwierige Lektionen wie fliegende Galoppwechsel. Doch was so mühelos aussieht, ist für Reiter und Pferd Schwerstarbeit. Mehrere Stunden müssen Dressurreiter am Tag trainieren, um das Niveau internationaler Turniere zu erreichen. Für eine Berufsausbildung bleibt daneben wenig Zeit. Ein Projekt der Deutschen Bank und der Stiftung Deutsche SporthilfeVictoria Michalke auf Novia (Bild: Deutsche Bank) soll das jetzt ändern und jungen Athleten helfen, Sport und Beruf in Einklang zu bringen: die Deutsche Bank Reitsport-Akademie. Victoria Michalke ist eine von zehn Stipendiaten des ersten Jahrgangs.

Perspektive nach dem Profisport

Im Dezember 2015 wurden die Namen der auserwählten Nachwuchsreiter beim Festhallen-Reitturnier in Frankfurt bekannt gegeben. Sie trainieren nicht nur mit Bundestrainerin Monica Theodorescu und erhalten Zugang zu ausgewählten Turnieren in Deutschland, sondern – und das kann für das Berufsleben nach dem Turniersport ein wichtiges Sprungbrett sein – sie werden auch beraten durch Tutoren aus dem Management der Deutschen Bank. Die Business-Profis sollen den Nachwuchsreitern dabei helfen, Netzwerke aufzubauen, Kontakte in die Wirtschaft herzustellen, und ihnen beratend zur Seite stehen. „Wir wollen die Reiter auf ihrem Weg in den Spitzensport begleiten und ihnen dabei helfen, sich durch ihre Berufsausbildung ein zweites Standbein zu schaffen, um auch nach der Sportkarriere eine gute Perspektive zu haben“, erklärt Florian Dubbel von der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Fabienne Lütkemeier, Martin Renker (Bild: Deutsche Bank)

Bereits seit 2001 gehen Bank und Stiftung gemeinsame Wege in Sachen Sportlerförderung und haben schon einige Projekte realisiert. Ihre Initiative „Sprungbrett Zukunft – Sport & Karriere“ zeigt, welchen positiven Effekt Mentoring haben kann. Martin Renker, Leiter Geschäftsregion West der Deutschen Bank, berät seit zweieinhalb Jahren die Dressur-Europameisterin der Jungen Reiter im Jahr 2010, Fabienne Lütkemeier, in allen Fragen rund um die Berufswelt. „Für mich ist es sehr hilfreich, seine Meinung zu hören. Denn er ist mittendrin im Geschäftsleben und weiß, was mich in der Praxis wirklich weiterbringt“, sagt die junge Frau. So hat sie bereits ein Bachelor-Studium in International Business abgeschlossen und stand dann vor der schwierigen Frage, welches Fach sich für einen Master im Anschluss eignet. Martin Renker riet ihr zum Studiengang Real Estate Management. Das passt zu ihren Plänen und auch zu ihrem Alltag. „Es ist ein Teilzeitstudium in Blockform und lässt sich daher gut mit dem Reitsporttraining kombinieren“, erklärt Lütkemeier. Sechs bis acht Stunden sitzt sie täglich im Sattel, um fit für die Turniere zu sein. Martin Renker beeindruckt der Ehrgeiz der jungen Reiterin. „Auch ich profitiere von unseren Gesprächen. Denn sie verdeutlichen mir immer wieder, welcher außergewöhnlichen Leistung es bedarf, um in der absoluten Weltspitze bestehen zu können.“

Starthilfe für die Karriere

Ein weiteres Projekt, das die Deutsche Bank und die Stiftung Deutsche Sporthilfe gemeinsam mit der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de initiierten, ist die Praktikantenbörse, die Spitzensportler als Praktikanten in Unternehmen vermittelt. Auf der Internetseite DUB.de laden Top-Athleten ihre Profile hoch, und Unternehmen können passende Kandidaten für ein Praktikum finden. So profitieren Unternehmer einerseits vom Ehrgeiz der jungen Menschen und leisten andererseits wichtige Starthilfe auf dem Weg zur Karriere nach dem Profisport.

DUB-Praktikantenbörse

WAS: Die Praktikantenbörse ist ein Angebot für Unternehmen und Spitzensportler. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete die Börse im Herbst 2014.
WIE: Bundeskader-Athleten und Sportler aus dem Radsportteam Racing Students präsentieren ihr Profil auf DUB.de. Unternehmen wählen passende Praktikanten aus.
WER: Initiatoren der Praktikantenbörse sind die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die Deutsche Bank und die Deutsche Unternehmerbörse DUB.de.

Mehr

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Erst Praktikum, dann Nachfolger

    Warum der Chef in spe bei seinem neuen Unternehmen erstmal eine Hospitanz absolvieren sollte.

  • Pflichtteilsrechte – die Büchse der Pandora

    Verstirbt ein Unternehmer, müssen häufig Kredite aufgenommen werden, um Erben auszuzahlen. Doch es geht auch anders.

  • Mehr als nur ein Spiel

    Zocken, daddeln – ist doch Kinderkram? Weit gefehlt. Video spielen ist zum Milliardenmarkt avanciert. So wollen Unternehmen und Vereine auf den neuen Goldesel aufsatteln.

  • Begehrte Pleitefirmen

    Warum ausländische Investoren um insolvente deutsche Unternehmen feilschen.

  • Gesucht, gefunden

    Wer genau weiß, was er will, wird schneller fündig: zum Beispiel auf der DUB-Franchisebörse. Im Fall von Lutz Große und dem System Filtafry war das ein Glücksfall für alle Beteiligten.

  • Risiko Familienunternehmen

    Familienunternehmen können schneller von einer Insolvenz bedroht sein als andere. Doch das Risiko lässt sich senken.

  • Den Quick Fix gibt es nicht

    Industrie 4.0. Der Trend ist da, die Umsetzung lahmt: Das Potenzial der vierten industriellen Revolution wird hierzulande nicht ausgeschöpft. Zwei Experten verraten, was dafür nötig ist.

  • Von Mäusen und Gazellen

    „Growth Guy“ Verne Harnish, Gründer der Entrepreneurs’ Organization, Autor und Coach, verrät, warum Unternehmer einsam sind und wann das beste Timing für Firmenausbau oder -verkauf ist.

  • Keine Angst vor dem blauen Brief

    Wenn ein Familienunternehmen einen neuen Chef bekommt, werden Mitarbeiter selten gekündigt. Im Gegenteil.

  • Passende Partner

    Wenn ein Franchisenehmer einen Nachfolger für sein Unternehmen sucht, ist auch der Franchisegeber gefragt – um ihn dabei im Sinne des Systems zu unterstützen.

  • Franchise: Bedeutung und Nutzen des System-Handbuchs

    Lesen Sie mehr über die „Betriebsanleitung“ für die Führung des Franchisebetriebes.

  • Ehrgeiz und Leidenschaft

    Judith Williams. Die frühere Opernsängerin, heutige Unternehmerin und TV-Moderatorin über Rezepte für ein erfolgreiches Leben.

  • Digitale Potenziale

    Deutschland ist reif für ein digitales Gesundheitswesen. Deshalb unterstützt Die Techniker Existenzgründer, Talente und Visionäre.

  • Der Amazon-Plan

    Das entschlüsselte Erfolgsgeheimnis des Amazon-Gründers Jeff Bezos.

  • So digital tickt Berlin

    Alles #Neuland? Die Redaktion des DUB UNTERNEHMER-Magazins hat sechs deutsche Spitzenpolitiker nach ihrer Vision der digitalen Zukunft befragt.

  • Die vier wichtigsten „Deal Breaker“

    Deal Breaker können Übernahmen in letzter Minute scheitern lassen. Das sind die häufigsten.

  • Bilanzbombe Pensionen

    In vielen Firmen klaffen riesige Pensionslücken – ein ernstes Problem, vor allem beim Unternehmensverkauf.

  • Auf die (Franchise-)Größe kommt es an

    Einsteiger in der Franchise-Branche haben es schwer. Aber der Aufwand zahlt sich aus.

  • Unternehmensverkauf: Worauf bei Earn-Out-Klauseln achten?

    Was Unternehmensverkäufer und -käufer über variable Preiskomponenten wissen müssen.

  • Die fünf wichtigsten Trends der CeBIT

    2017 werden auf der CeBIT wieder die großen Trends der IT-Branche gezeigt. Ganz oben auf der Tagesordnung: künstliche Intelligenz.

  • Disruption meets Design

    Produktdesigner stehen vor einem Paradigmenwechsel. Die analoge und digitale Welt verschmelzen zunehmend miteinander. Was sich hinter der „new holistic experience“ verbirgt.

  • Wie ein Franchisenehmer seine Mitarbeiter für sich werben lässt

    Employer Branding – Ein Unternehmer aus Hannover zeigt, dass solche Kampagnen sinnvoll sein können.

  • Die Mär vom Gründerland Deutschland

    Beim Jahrestreffen der deutschen Franchise-Experten (9. bis 10. Mai in Berlin) diskutiert die Branche mit der Politik kontroverse Themen.

  • Wenn die Chefin nicht mehr will

    So planen Inhaberinnen die Unternehmensnachfolge.

  • Energiemanagementsysteme lohnen sich

    Die Firma Kaiser+Kraft hat ein Energiemanagementsystem eingeführt. Geschäftsführer Andreas Krüger über die Vor- und Nachteile.

  • Sorgfältige Vorbereitung

    Wenn Unternehmen in überschaubarer Zeit verkauft werden sollen, ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Verkaufserfolg.

  • Berater finden leicht gemacht

    Die Beraterbörse von DUB.de hilft Ihnen, den richtigen Unternehmensberater für Ihr Projekt zu finden.

  • Jung, begabt, sucht ...

    ... findet und kauft Firma: Ein neues Modell aus den USA bringt Käufer und Verkäufer elegant zusammen.

  • Wie Franchisesysteme neue Partner finden

    Neue Partner zu finden, ist für Franchisesysteme momentan besonders schwer. So klappt’s trotzdem.

  • Fremdwort Disruption

    Der Begriff ist in aller Munde. Viele Chefs wissen aber nicht, wie sie mit innovativen Unternehmen umgehen sollen.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick