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Sport-Stipendiat des Jahres 2017 gewählt

Bedeutende Auszeichnung für junge Judoka

Theresa Stoll, in diesem Jahr erstmals Grand-Prix-Siegerin, Zweite bei der Judo-Europameisterschaft in Warschau und Medizin-Studentin, ist „Sport-Stipendiat des Jahres 2017“. Diesen Preis verliehen ihr am Freitag, dem 15. September die Deutsche Bank und die Deutsche Sporthilfe in Frankfurt am Main.

Vlnr: Christian Sewing (Stellv. Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank), Theresa Stoll, Dr. Michael Ilgner (Vorstandsvorsitzender Deutsche Sporthilfe). Foto: Deutsche Bank/Mario Andreya

Deutsche Bank und Deutsche Sporthilfe verleihen jährlich die Auszeichnung „Sport-Stipendiat des Jahres“ an einen der 400 Sporthilfe-Athleten, die das Deutsche Bank Sport-Stipendium erhalten und sowohl im Sport wie auch in ihrem Studium Herausragendes leisten. 2017 darf sich die 21-jährige Judoka Theresa Stoll über diese Auszeichnung freuen. Für sie heißt das, ihr Stipendium wird in den nächsten eineinhalb Jahren von 400 Euro auf 800 Euro monatlich verdoppelt.

Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe, sagte bei der Preisverleihung, die am Freitagabend vor 200 geladenen Gästen stattfand: „Die diesjährige Preisträgerin ist erneut ein herausragendes Beispiel, wie studierende Spitzenathleten die hohe Doppelbelastung durch Sport und Studium meistern. Theresa Stoll hat es trotz ihres noch jungen Alters vorbildlich geschafft, beides in Einklang zu bringen. Als erst 21-Jährige stieß sie in den vergangenen Monaten in die Weltspitze vor und studiert gleichzeitig in Regelstudienzeit Medizin.“

Wertvolle Unterstützung

Theresa Stoll freute sich sehr über diese Auszeichnung. Sie sagte: „Es ist eine Riesenehre für mich. Dieses Jahr ist einfach überragend. Der Sieg in Düsseldorf, dann die EM-Medaille - das waren zwei überwältigende Erlebnisse. Im Sommer musste ich mich dann auf mein Medizinstudium konzentrieren und habe gerade erst letzte Woche mein Physikum bestanden. Dass die Auszeichnung zum Sport-Stipendiat des Jahres nun die Leistung in beiden Bereichen würdigt, macht mich unheimlich stolz.“

Für die Auszeichnung, die seit dem Jahr 2013 vergeben wird, können sich alle Sporthilfe-Stipendiaten mit ihren sportlichen und universitären Leistungen bewerben. In diesem Jahr waren es mehr als 100 Spitzen-Athleten, aus denen eine Jury aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien im Vorfeld fünf Finalisten festlegte. Sie standen in den vergangenen Wochen zur Online-Wahl, für Theresa Stoll stimmten die meisten der rund 10.000 sportbegeisterten Wähler. Aber auch die anderen vier Finalisten gehen nicht leer aus: Schwimmer Jan-Philip Glania, Freestyle-Skifahrerin Laura Grasemann, Ski-Alpinistin und Behindertensportlerin Anna Schaffelhuber sowie Hockey-Spielerin Lisa Marie Schütze bekommen für die nächsten eineinhalb Jahre ein Stipendium von 600 Euro anstatt die üblichen 400 Euro pro Monat.

Hinten v.l.n.r.: Christian Sewing (Stellv. Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank), Laura Grasemann, Lisa Marie Schütze, Theresa Stoll, Dr. Michael Ilgner (Vorstandsvorsitzender Deutsche Sporthilfe). Vorne: Anna Schaffelhuber, Jan-Philip Glania; Foto: Deutsche Bank/Mario Andreyaya

Wichtige Vorbildfunktion

Christian Sewing, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte: „Junge Talente, die sportlich Herausragendes leisten und zugleich an ihre berufliche Zukunft denken, verdienen es, gefördert zu werden. Diese fünf, aber auch alle anderen 400 Top-Athleten, die wir mit unserem Sport-Stipendium unterstützen, sind Vorbilder für die Menschen in unserer Gesellschaft. Sie inspirieren und motivieren uns jeden Tag mit ihrer Leistung. Dafür danken wir ihnen.“

Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an die Sprinterin Lisa Mayer, die bei den Olympischen Spielen in Rio Vierte im Staffellauf geworden war.

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