Karriere

Teil 3: Umdenken erforderlich

Schwangere Karrierefrau: Beruflicher Erfolg und Familie sind vereinbar – aber nur mit Hilfe (Foto: Getty Images/Johnny Greig (iStock))

Eine Entwicklung, die auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist: Angesichts des demografischen Wandels spitzt sich der Fachkräftemangel weiter zu. Der Arbeitsmarkt braucht die – oftmals gut ausgebildeten – Frauen. Und tatsächlich gibt es auch immer mehr Arbeitgeber, die aktiv auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur setzen. Ein Beispiel ist der IT-Dienstleister MaibornWolff mit Hauptsitz in München. Teilzeitjob und Führungsposition schließen sich dort nicht aus. Viele Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice. Ein Videokonferenz-System macht persönliche Meetings überflüssig. Mit Spielsachen ausgestattete Eltern-Kind-Büros sowie Ferienprogramme für den Nachwuchs helfen Müttern, aber auch Vätern dabei, die Doppelbelastung zu meistern.

Anja Höpfner kehrt nach ihrer Elternzeit voraussichtlich wieder zu ihrer Vollzeitbeschäftigung in der Bank zurück. Nebenbei bauen sie und ihr Team ihr Start-up Connectlounge weiter aus – von Karriereknick also keine Spur. Rein selbstständige Frauen hingegen, die nicht nachweisen können, dass ihnen durch die Geburt und die Mutterzeit Umsätze verloren gehen, erhalten keinen Mutterschutz oder staatliche Unterstützung. Schmidt-Holtz begann somit bereits drei Monate nach der Entbindung ihrer Tochter wieder zu arbeiten. Hier gibt es noch reichlich Anpassungsbedarf. Frauen wie sie und Höpfner bilden nach wie vor die Ausnahme. Damit sich das ändert, müssen nicht nur Arbeitgeber und Betreuungsangebote flächendeckend flexibler werden. Es muss sich auch etwas in den Köpfen – nicht zuletzt der Mütter selbst – bewegen.

Teil 1: Mama startet durch

Teil 2: Mutter des Managements

Teil 3: Umdenken erforderlich

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Ganz wichtig: Freiräume zum Abschalten und Entspannen schaffen, um sich nicht selbst zu verlieren. Was schaffe ich allein und wo brauche ich Hilfe? Auch wenn viele Mütter sich diese Frage ungern stellen – sie ist notwendig. Am besten jeden Sonntag eine To-do-Liste mit Aufgaben erstellen, die in der folgenden Woche anfallen. Dabei gilt: Wenn möglich, Dinge outsourcen – also extern erledigen lassen – und die gewonnene Zeit anschließend der Familie widmen.

Digitale Tools bringen Ordnung ins turbulente Familienleben: Apps wie Famanice, PlenoFamilie oder Cozi Family Organizer helfen, wichtige Termine, Einkaufslisten sowie Freizeit- und Arbeitsplanung für die gesamte Familie festzuhalten und zu bearbeiten – auch von unterwegs.

Gute Organisation schafft Freiräume. Feste Rituale sind wichtig: Montagabends geht es zum Sport, samstags frühstückt die Familie zusammen. Plus: unbedingt Zeit zum Entspannen einplanen. Wer wirklich abschalten will, sollte Smartphone, Laptop & Co. zumindest zeitweise besser beiseitelegen.

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