Duale Karriere

Bis tief in die Nacht

Im Ruderachter ist Andreas Kuffner bereits Weltspitze. Seine Erfahrungen aus dem Sport gibt er in Vorträgen weiter. Nun will er auch als Start-up-Gründer Erfolge feiern.


Unternehmergeist: Olympiasieger Andreas Kuffner will ein Start-up gründen (Foto: PR)

Europameister, Weltmeister, Olympiasieger – beim Rudern im Achter, der schnellsten Bootsklasse im Rudersport, hat Andreas Kuffner bereits alles erreicht. Neben seiner Karriere im Leistungssport hat der dreißigjährige Wahlberliner zudem ein Masterstudium als Wirtschaftsingenieur absolviert. Nachdem er seine sportliche Laufbahn im Vorjahr beendet hat, hält er nun Vorträge über mentale Flexibilität, Leidenschaft und Willenskraft.

Spagat zwischen Sport und Studium

Als erfolgreicher Ruderer hat Kuffner einiges zum Thema beizutragen: „Ein Leistungssportler muss die wenigen Chancen, die er hat, nutzen. Es kommt auf einen Moment an, in dem man seine Leistung auf den Punkt genau abliefern muss“, sagt der Olympiasieger von 2012. Ein Schwerpunkt seiner Vorträge ist der konstruktive Umgang mit Niederlagen. „Sowohl im Sport als auch im Berufsleben läuft nicht immer alles glatt, was auf dem Papier nachher wie eine Reihe glänzender Erfolge aussieht, ist immer auch mit Rück-schlägen verbunden. Entscheidend ist es, flexibel auf -He-rausforderungen zu reagieren und einfach dranzu-bleiben.“ Der jahrelange Spagat zwischen Leistungssport und Studium hat dem gebürtigen Bayern außerdem viel in Sachen Selbstdisziplin beigebracht: „Wenn du als Leistungssportler nebenher studierst, ist eine Siebentagewoche ganz normal. Wenn die Zeit knapp wird, lernst du eben am Wochenende oder bis spät in die Nacht hinein.“


Rudern am Zuckerhut: lm olympischen Achter holten Andreas Kuffner und sein Team in Rio Silber

Finanziell bei der dualen Karriere unterstützt haben Kuffner die Stiftung Deutsche Sporthilfe und die Deutsche Bank mit dem Deutsche Bank Sport-Stipendium, denn Zeit fürs Jobben blieb neben Sport und Studium keine. „Leistungssport und Studium miteinander zu vereinbaren ist harte Arbeit. Wir unterstützen studentische Nachwuchs- und Spitzensportler sehr gerne dabei “, sagt Katrin Oeft, verantwortlich für die Partnerschaft mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe im Bereich Art, Culture & Sports bei der Deutschen Bank. In puncto berufliche Zukunft will Kuffner jetzt umso mehr durchstarten. Seit geraumer Zeit hegt er Pläne für ein Start-up. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe, zeigt sich angetan von der Idee: „Organisationstalent, Ausdauer und Ehrgeiz – Spitzensportler verfügen über viele Fähigkeiten, die bei der Gründung eines Unternehmens von Vorteil sind.“

Wagnis Existenzgründung

Um sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten, hat der ehemalige Ruderer kürzlich an einem Workshop zum Thema Existenzgründung im Quartier Zukunft der Deutschen Bank teilgenommen. Die futuristische Bankfiliale in Berlin-Mitte verbindet analoge und digitale Bankdienstleistungen und bietet Kunden kostenlose Workshops, Coworking-Spaces, ein hippes Café sowie einen urbanen Garten zur Entspannung. „Unsere Workshopteilnehmer profitieren davon, dass wir seit vielen Jahren junge Unternehmen begleiten. Wir betreuen in Berlin etwa tausend Start-ups, die meisten davon hier in der Friedrichstraße“, sagt Nadin Chucher, Leiterin des Quartier Zukunft. „Der Kurs hat mir erste Anhaltspunkte gegeben, wie man eine Gründung am besten angeht. Zudem habe ich erste Kontakte zu Start-up-Experten geknüpft“, so Kuffner.

Angebote zur beruflichen Förderung und Weiterbildung von Leistungssportlern findet er überaus wichtig. Er selbst hat in seiner aktiven Zeit ein Praktikum in der Produktionsplanung bei Daimler absolviert. Seine Masterarbeit über die Optimierung von Vertriebsprozessen hat er in Zusammenarbeit mit einem Start-up geschrieben. Um solche Kooperationen zwischen Spitzensportlern und Unternehmen zu erleichtern, haben die Deutsche Sporthilfe, die Deutsche Bank und die Deutsche Unternehmerbörse DUB.de die DUB-Praktikantenbörse gegründet. „Spitzensportler bringen viele Fähigkeiten mit, die im Berufsleben zählen. In der DUB-Praktikantenbörse finden Unternehmen qualifizierte und motivierte Praktikanten, deren Popularität zudem positiv auf das Corporate-Image einzahlt“, sagt Jens de Buhr, Herausgeber des DUB UNTERNEHMER-Magazins.

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