Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Jobgarantie Olympiasieg

Viele Top-Athleten nehmen erst nach ihrer sportlichen Karriere die größte Hürde – beim Einstieg in die „normale“ Berufswelt. Wie Unternehmen sie dabei frühzeitig unterstützen können, diskutierten die Initiatoren der Praktikantenbörse im DUB-Talk.

Hamburg wird nicht Ausrichter der Olympischen Spiele in 2024 werden. So schön Spiele "zuhause" gewesen wären, für Spitzensportler ist es egal, ob sie in Norddeutschland, Budapest, Los Angeles, Paris oder Rom ausgetragen werden. Fakt ist: Die Olympioniken werden für Höchstleistungen hart trainieren. Doch was folgt auf den sportlichen Erfolg?

Viele studieren, um sich auf die zweite Karriere vorzubereiten. Über Engagements von Unternehmen für Spitzensportler und Praktika als Türöffner für den Berufseinstieg diskutieren Vertreter von Hamburg Wasser/Hamburg Energie, Deutsche Bank, Deutsche Lufthansa und Deutsche Unternehmerbörse mit einer Paralympics-Siegerin.

Unterstützung für Spitzensportler

Thema 1: König Fußball lässt vermuten, dass Sportler grundsätzlich gut situiert sind. Schaut man in die Randsportarten, zeigt sich ein ganz anderes Bild. TopAthleten brauchen zwingend finanzielle Unterstützung. Auch bei der beruflichen Orientierung sind sie auf Support angewiesen.

Beckereit
„Die Deutsche Sporthilfe fördert 3.800 Athleten. Im Schnitt haben die Sportler monatlich 626 Euro zur Verfügung. Hier ist sowohl die Finanzspritze der Großmutter als auch die Förderung der Sporthilfe enthalten. Hochgerechnet sind das 7.512 Euro im Jahr. Davon kann man nicht leben. Es herrscht eine gewaltige Diskrepanz zu einem Fußballer, der Millionen im Jahr verdient. Damit sich die Top-Athleten vor Olympia zu 100 Prozent auf ihren Spitzensport konzentrieren können, bekommen sie monatlich 1.500 Euro von der Sporthilfe. Das finanziert der Partner PricewaterhouseCoopers.“

Christian Rummel, Deputy Global Head of Brand Communications & Corporate Citizenship Deutsche Bank
„Zusammen mit der Sporthilfe haben wir die Initiative Sprungbrett Zukunft ins Leben gerufen. Dazu gehört unter anderem ein Mentorenprogramm, in das wir uns mit neun Top-Managern einbringen. Mentoren kennen die Ansprüche von Unternehmen und können Spitzensportlern helfen, die Bewerbung zu optimieren, oder aufzeigen, an welchen Stellen Lücken im Lebenslauf beispielsweise durch Praktika geschlossen werden müssen. Da ein Leben ohne Geld nicht funktioniert, unterstützen wir überdies 400 Sportler mit 400 Euro pro Monat. Damit tragen wir dazu bei, dass Athleten Studium und Spitzensport besser vereinbaren können.“

Barbara Schädler, Senior Vice President and Head of Lufthansa Group Communications Deutsche Lufthansa
„Seit einem Jahr bin ich Mentorin von Sara Niedrig. Die ehemalige Weltklasse-Beachvolleyballerin will den Weg in die Journalismus- und PR-Branche einschlagen. Wir sprechen regelmäßig mögliche Schritte ihrer beruflichen Entwicklung durch. Natürlich kann ich auch von Sara etwas lernen: Ich bewundere dieses uneingeschränkte und über so viele Jahre andauernde Engagement für den Sport, den sie liebt – bis an die Weltspitze. Wir alle sollten uns meines Erachtens durch Menschen wie Sara daran erinnern lassen, dass man nur das wirklich gut machen kann, was man liebt. Ganz davon abgesehen, dass in den Gesprächen auch wieder deutlich wurde, dass man möglichst in seinem Leben nicht zu viel Zeit mit Dingen verbringen sollte, für die man keine besondere Begeisterung hat.“

Praktika schaffen Perspektiven

Thema 2: Ein Olympiasieg ist noch lange keine Jobgarantie. Wie wichtig sind Praktika für Top-Athleten?

Müller
„Sportler wollen keine Sonderstellung, die in keiner Relation zur eigenen Leistung steht. Im Studium und bei der Arbeit müssen wir die gleiche Leistung bringen wie andere. Aber durch den Sport gibt es Herausforderungen, mit denen Athleten sich auseinandersetzen müssen. Man kann sich nur dann auf den Sport konzentrieren, wenn man weiß, dass nach der ersten Karriere eine sichere Zukunft folgt. Ein Praktikum bietet einem einen super Einblick in das, was man vielleicht nach dem Spitzensport einmal machen möchte.“

Nicolas Rädecke, Geschäftsführer Deutsche Unternehmerbörse DUB.de
„Mit der Praktikantenbörse bieten wir kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, sich erstmals mit der Förderung und Unterstützung von Athleten auseinanderzusetzen – und dabei entsteht kein übermenschlicher Aufwand. Unternehmen können Sportlern über Praktika Perspektiven aufzeigen und dafür sorgen, dass sie nach der ersten Karriere beruflich nicht auf dem Abstellgleis landen – nur weil sie ihre Jugend mit Spitzensport verbracht haben. Dabei handelt es sich keineswegs nur um einen Dienst an der Gemeinschaft. Das Unternehmen hat auch etwas davon. Denn Sportler verfügen über Soft Skills, die in Unternehmen immer mehr gefragt sind: Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Selbstbewusstsein, emotionale Stabilität, Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit.“

Rummel
„Neben allen Angeboten zählen individuelle Lösungen und Kontakte. Nach der Nominierung zum SportStipendiaten des Jahres 2014 sprach mich Ingolf Keba an, ob er ein Praktikum bei der Deutschen Bank in China machen kann. Er ist achtfacher deutscher Meister im Gewichtheben, BWL-Student und hatte ein Auslandssemester vor sich. Das Praktikum in China kam zwar nicht zustande, aber der Kontakt blieb. Aktuell macht er ein Praktikum im Investmentbanking bei uns in Frankfurt.“

Das interessiert andere Leser

  • Blockchain

    Revolution aus dem Netz: Die Blockchain fordert Mittelstand und Konzerne heraus.

  • Folge-Wirkung

    Wer übernimmt das Unternehmen? Ein Familienmitglied oder doch jemand Externes? Rechtsanwalt Dr. Daniel Mundhenke über eine der entscheidenden Fragen bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

  • Familienunternehmen erwärmen sich für einen Einstieg von Private-Equity

    Beteiligungsgesellschaften waren lange ein rotes Tuch für deutsche Familienunternehmen. Nun findet ein Umdenken statt – auch getrieben durch fehlende Optionen.

  • So läuft eine Due Diligence ab

    Steuernachforderungen, hohe Abfindungssumme, verzwickte Kundenbeziehungen: Risiken bei einem Unternehmenskauf gibt es viele. Eine Due Diligence ist deshalb zwingend erforderlich.

  • Beiräte in Franchisesystemen

    Wie wird ein Beirat organisiert? Was sind die Aufgaben und die Arbeitsweise? Und welche positiven und negativen Aspekte gibt es? Erfahren Sie mehr über Beiräte in Franchisesystemen.

  • Mama startet durch

    Als Mutter erfolgreich im Job zu sein, ist in Deutschland oft nicht leicht. Die Erfolgsgeschichten zweier Start-up-Gründerinnen zeigen, wie es dennoch geht.

  • Starke Motivation

    Das Nahziel von Bobfahrer Thorsten Margis und Rennrodler Julian von Schleinitz (Foto) ist die erfolgreiche Teilnahme bei Olympia 2018. Ihre Fernziele: Mastertitel und Promotion an der Hochschule.

  • Smarter leben

    Neue Technologien machen die eigenen vier Wände intelligent. Arne Sextro, Smart-Home-Experte bei EWE, über Chancen und Möglichkeiten ferngesteuerter Haustechnik.

  • Falsche Vorstellung

    Die Berater von Project Partners sind Spezialisten für die Umsetzung der Blockchain. Wie sich ein Unternehmen der Technologie öffnen kann, erfahren Sie im Interview.

  • Seit 2012 Blockchain-User

    Estland ist digital ganz vorn dabei. Riina Leminsky, Leiterin der Wirtschaftsförderung Estlands in Deutschland, über erste Anwendungen der Technologie.

  • Bessere Entscheidungen

    Über 600 Millionen Euro an ausgezahlten Krediten – auxmoney ist ein führender Kreditmarktplatz in Kontinentaleuropa. CEO Raffael Johnen über die Digitalisierung des Kreditmarkts.

  • Erfolgsrezept: Loslassen lernen

    Ein pragmatischer Ansatz zur Umsetzung eines Nachfolgeprojektes bei einem Mittelstandsunternehmen in der metallverarbeitenden Industrie.

  • Unternehmensbewertung: Das müssen Sie beachten!

    Unternehmen zu bewerten ist alles andere als trivial. Es kommen verschiedene Methoden infrage. Wie sich ein Preis für ein Unternehmen ermitteln lässt, zeigt unsere Übersicht.

  • 20 Tipps für die Selbstständigkeit

    Befreit von Hierarchien Ideen umzusetzen, ohne sich absprechen zu müssen – das sind nur einige der Vorteile. Doch viele unterschätzen den Aufwand und die neue Verantwortung.

  • Deutsche Unternehmen zögerlich beim Kauf von Startups

    Um im Wettbewerb zu bestehen, brauchen Unternehmen Innovationen. Startups zu übernehmen, ist aber nicht an der Tagesordnung.

  • Das sind die wichtigsten Kommunikationsregeln bei einer M&A Transaktion

    Wenn eine Firma die andere kauft, dann kann viel schiefgehen. Eine laienhafte Kommunikation ist eine große Gefahr für eine M&A Transaktion.

  • Wie läuft die Systemintegration ab?

    Eine Hauptleistungspflicht des Franchisegebers ist es, den Franchisenehmer in das Franchisesystem zu integrieren. Erfahren Sie mehr über den Ablauf und die Inhalte der Systemintegration.

  • Stressfrei studieren

    Studieren gleicht einem Fulltime-Job. Klausuren, Hausarbeiten und knappe Deadlines treiben den Adrenalinspiegel deutlich in die Höhe. Was dagegen hilft.

  • CEO-Interview: Dynamischer Prozess

    Künstliche Intelligenz avanciert zum Treiber des digitalen Wandels. Im DUB UNTERNEHMER-Magazin geben CEOs und führende Manager exklusive Einblicke in die Transformationsprozesse ihrer Unternehmen.

  • Jung, begabt, sucht ...

    ... findet und kauft Firma: Ein neues Modell aus den USA bringt Käufer und Verkäufer elegant zusammen.

  • So sieht eine ideale Digital Due Diligence aus

    Ob ein Unternehmen fit für die digitale Zukunft ist, lässt sich mit der Digital Due Diligence überprüfen. Ein Teil davon ist die IT Due Diligence.

  • Welches Konzept passt zu mir?

    Ein Franchisesystem, das universeller Erfolgsgarant für jedermann ist, gibt es nicht. Das Konzept sollte Ihnen ein solides Einkommen bieten - da ist sorgfältiges Selektieren angesagt.

  • Judoka ist „Sport-Stipendiat des Jahres 2017“

    Theresa Stoll, EM-Zweite und Medizin-Studentin, ist „Sport-Stipendiat des Jahrs 2017“– eine Auszeichnung von Deutscher Bank und Deutscher Sporthilfe.

  • Leasing: Tipps für Gewerbetreibende

    Bei Firmenwagen ist Leasing weit verbreitet. Worauf Unternehmer im Kleingedruckten achten müssen und welche Alternativen es gibt.

  • Konfliktsituationen in Franchise-Partnerschaften

    Wie das Risiko von Konflikten in Franchise-Partnerschaften reduziert werden kann, lesen Sie hier.

  • „Zuschüsse nutzen“

    Nicht nur Käufer von Unternehmen haben Anrecht auf finanzielle Unterstützung, es gibt sie auch für Verkäufer.

  • Prinzip einfach

    Um zu unternehmerischem Wachstum zu gelangen, müssen Unternehmer eine passende Vorgehensweise entwickeln. Überzeugend sind Strategien, die sich in wenigen Worten zusammenfassen lassen.

  • Die Rolle der D&O-Versicherung für Unternehmensnachfolger

    Haben Sie als Unternehmensnachfolger schon geprüft, ob das begehrte oder bereits gekaufte Unternehmen über eine D&O-Versicherung verfügt?

  • Franchisegründungen haben Vorteile bei der Finanzierung

    Eine Gemeinsamkeit haben Franchise- und Individualgründungen auf jeden Fall – das Vorhaben muss solide und langfristig finanziert sein. Welche Vorteile Franchisegründungen haben, lesen Sie hier.

  • Digitalisierung der Integration von neuen Franchise-Partnern in das Franchise-System

    Erfolgreiches Franchising braucht einen Mix aus Online- und Offline-Medien. Lesen Sie hier, wie sich solch ein Mix zusammensetzen könnte.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick