Auf in die Selbstständigkeit: 20 Tipps für Ihren Erfolg

Auf in die Selbstständigkeit: 20 Tipps für Ihren Erfolg

Sein eigener Arbeitgeber zu sein, davon träumen viele Menschen. Befreit von Hierarchien, eigene Ideen umzusetzen, ohne sich abzusprechen – das sind nur einige Vorteile der Selbstständigkeit. Manche Gründer unterschätzen aber häufig die Verantwortung, die sie sich und anderen gegenüber damit auf sich nehmen. Diese 20 Tipps helfen, damit der Schritt in die Selbständigkeit richtig klappt.

1. Auch im Angestelltendasein gibt es Höhen und Tiefen, Knatsch mit dem Chef oder Kollegen. Als Selbstständiger, das sollte man sich gleich bewusstmachen, können die Ausschläge heftiger sein, etwa wenn der Kunde Druck macht oder gar abspringt – und die Kundenbasis sich drastisch verschlankt. Durchhaltevermögen und Mut sind deshalb zwei der wichtigsten Attribute, die einen guten Gründer ausmachen. Und das richtige Maß an Gelassenheit, denn auch Gründer sind vor einem Burnout nicht gefeit.

2. Sie wissen: Sie wollen Gründer werden. Chapeau! Nur an einer Idee mangelt es noch? Dann gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt. Manchmal kommen einem die besten Ideen beim Spazierengehen. Oder brainstormen Sie gemeinsam mit Freunden beim Feierabendbier. Schauen Sie sich zudem im Ausland um, vielleicht können Sie eine Idee adaptieren und nach Deutschland bringen.

3. Sie haben eine Idee, spüren, dass sie gut ist? Dann lassen Sie sich nicht beirren, skeptische Menschen gibt es genug, besonders bei dem Thema Selbstständigkeit. Wenn Ihre Idee aus der grauen Masse heraussticht: wunderbar!

4. Trotzdem: Eine eigene starke Meinung ist gut, aber lassen Sie sich dennoch beraten. Was sind die ersten Schritte bei einer Unternehmensgründung? Brauchen Sie spezielle Qualifikationen? Guter Rat ist nicht zwingend teuer, entscheidet aber mit über den Erfolg Ihrer Mission. Kostenlose Beratungsangebote zur Selbstständigkeit finden Sie zum Beispiel auf der Website www.existenzgruender.de.

5. Nur wer sich Ziele setzt, ist erfolgreich. Ziele geben Orientierung und Struktur. Obacht: Unrealistische Ziele führen schnell zu Frust. Wichtig sind realistische, und zugleich mutige Ziele.

6. Für manche Gründer ist der Gang in die Selbstständigkeit zu wagnisreich. Kein Problem! Probieren Sie sich aus! Schnuppern Sie deshalb erstmal in die nebenberufliche Selbstständigkeit ein. Sie können dann immer noch entscheiden, ob Sie zu hundert Prozent später nicht-angestellt arbeiten. Alternativ können Sie auch für eine junges Unternehmen arbeiten und für das Startup zum Beispiel einen neuen Markt entwickeln. Ein Gründerpraktikum oder neudeutsch entrepreneur in residence bieten einen echten Einblick und die Chance, viel zu lernen.

7. Es ist ein Gesetz der heutigen Online-Gesellschaft. Nahezu jeder Selbstständige braucht eine eigene Website. Diese ist die Visitenkarte, um sich zu präsentieren, aber auch um Kunden zu gewinnen. Kennen Sie ein junges Unternehmen, das keine Website hat? Viele fallen Ihnen sicher nicht ein.

8. Ein Wort ist untrennbar verbunden mit dem der jungen Unternehmen: der Businessplan. Ein detaillierter Businessplan ist zwingend erforderlich für die Vorstellung des Gründungsvorhabens bei Investoren. Der positive Nebeneffekt: Bei der Ausarbeitung des Konzepts bekommt der Gründer so noch einmal eine gute Übersicht über seine Marketing-, Vertriebs- und Finanzvorstellungen. Kennen Sie den Business Model Canvas? Ein sehr hilfreiches und kostenloses Produkt.

9. Sind Sie sich bewusst über den Erfolg der sozialen Medien wie Xing oder Facebook? Dahinter steckt unter anderem der Wunsch der Menschen mit einander zu netzwerken. Das gilt umso mehr für Gründer. Netzwerken Sie aber nicht nur virtuell. Treten Sie auch in Unternehmensverbände ein, in Charity-Organisationen oder in das Alumni-Netzwerk Ihrer Universität und gehen Sie auf Messen, Event oder besuchen Sie Workshops. Erstens verlieren Sie im Austausch mit anderen Menschen nicht den Kontakt zur Realität. Zum anderen gibt es immer jemanden, der jemanden kennt, der Ihr Problem löst oder erstmal eine Hilfestellung geben kann.

10. Wer nicht von sich reden macht, der wird nicht bekannt. Essentiell für den Erfolg ist deshalb die PR, die Werbung, das Marketing. Weil gerade am Anfang der Etat dafür schmalbrüstig ist, sollte erstmal Werbung in sozialen Netzwerken oder ein unternehmenseigener Blog geschaltet werden. Das ist vergleichsweise effektiv wie günstig.

11. Einer für alle, alle für einen. Sprichwörter haben oft einen wahren Kern. Anders ausgedrückt. Die wenigsten Entrepreneure sind Meister in allem. Unabdingbar ist, seine eigene Stärken und Schwächen zu kennen – die geeigneten Kollegen zu suchen, die die eigenen Schwächen als Stärken vorweisen können. Und mal ganz ehrlich: Ist es nicht schöner das Feierabendbier zusammen als allein zu trinken?

12. Sie sind von Ihrem Produkt, Ihrer Dienstleistung überzeugt. Viele Startup-Unternehmer vergessen allerdings dabei, dass jemand auch das Produkt oder die Dienstleistungen kaufen sollte. Was Sie deshalb brauchen, ist eine Vertriebsstrategie. Wo wollen Sie Ihr Produkt verkaufen, online und/oder offline? Was ist mit einem Multi-Channel-Ansatz?

13. Wer nicht den gleichen Fehler zweimal macht, der ist schon gut. Genauso wichtig dabei ist: Lernen Sie aus Fehler anderer, ob anderer Selbständiger oder etablierter Unternehmen. Das gilt insbesondere für Ihre Konkurrenten. Was ist da bereits schiefgelaufen? Welche Patzer haben Umsatz gekostet? Eine Recherche ist manchmal gar nicht schwer.

14. Sie brauchen jemand, der das Ganze finanziert – es sei denn, Sie sind Millionär. Weil das die wenigsten sind: Gründer stehen viele Fördertöpfe offen. Man muss sie nur kennen. Immer wieder gibt es Berichte, dass diese Mittel gar nicht ausgeschöpft werden. Also: Lesen Sie den DUB.de-Text über die Fördermittel.

15. Das deutsche Rechtssystem bietet Gründern einige Rechtsformen für Firmen. Machen Sie sich schlau, welche die Beste für Ihr Vorhaben ist. Die Rechtsform ist unter anderem folgenreich für die Besteuerung Ihrer Firma. Eine tiefgründige Recherche tut also Not.

16. Wer eine Firma gegründet hat, der braucht ein Firmenkonto. Freiberufler und Einzelunternehmer können zwischen einem kostengünstigen Girokonto und einem Geschäftskonto wählen. Personen- und Kapitalgesellschaften sollten ein Geschäftskonto eröffnen. Für Kapitalgesellschaften gilt, dass sie erst dann handlungsfähig werden, wenn das Stammkapital auf das Geschäftskonto einbezahlt wurde, der Notar dies bestätigt und das Unternehmen beim Handelsregister anmeldet.

17. In all dem Trubel einer Firmengründung vergisst man leicht, die Risiken einer Selbstständigkeit richtig einzuschätzen. Für viele Risiken gibt es Versicherungen, damit die finanziellen Auswirkungen nicht schon ein frühes Ende der Unternehmensgründung bedeuten. Einige Versicherungen sind dabei Pflicht - wie etwa die Krankenversicherung. Hier können Sie zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung wählen.

18. Ob Sie wollen oder nicht: Aus der Gründung eines Unternehmens folgen Berichtspflichten an den Staat. Ob örtliche IHK oder Handwerkskammer, Finanzamt und Gewerbeamt: es gibt viele Meldepflichten zu erfüllen. Falls Sie sich überhaupt nicht auskennen, empfiehlt es sich einen Existenzgründerberater zu kontaktieren.

19. Unternehmer haben nicht nur Berichtspflichten, sie haben auch mit vielen Verträgen zu tun, etwa beim Arbeitsrecht. Hier empfiehlt es sich, Vertragsvorlagen aus dem Internet zu nehmen und anpassen. Dies gilt auch für Rechnungen und Musterbriefe.

20. So mancher weiß: Der Weg in die Selbstständigkeit ist der richtige für sie oder ihn. Allein: Es mangelt noch an der Idee. Kein Problem. Schauen Sie einfach auf unserer Unternehmensbörse oder unserem Franchiseportal vorbei. Dort finden Sie garantiert die Geschäftsidee bzw. das Franchisesystem, das zu Ihnen passt!

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