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Handwerk benötigt 90.000 Fachkräfte

Qualifizierte Fachkräfte gesucht: Die Umrüstung bestehender Häuser in einen energieschonenden Zustand kann für einen Boom in diesem Sektor sorgen.Ein Fachkräftemangel ist noch nicht abzusehen.

 

Zur energetischen Gebäudesanierung benötigt das Handwerk in Deutschland in den nächsten sechs Jahren laut einer Untersuchung zusätzlich bis zu 90 000 qualifizierte Fachkräfte. Auch wenn es bei einzelnen Gewerken - wie etwa im Elektrobereich - und auch in einigen Regionen wegen der hohen Nachfrage zu Engpässen komme könnte, rechnet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) jedoch bundesweit zunächst nicht mit einem größeren Fachkräftemangel. Auch 2020 werde es insgesamt noch ein leichtes Überangebot an Baubeschäftigten geben, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke am Montag in Berlin. Erst danach sei mit zunehmenden Fachkräftemangel auch am Bau zu rechnen.

Der Zentralverband stellte einen Nationalen Qualifizierungsfahrplan mit 26 Projekten vor, um Mitarbeiter des Handwerks für die energetische Gebäudesanierung zu schulen. Es handelt sich dabei um ein EU-Projekt, dass in 30 Staaten durchgeführt wird. Der Gebäudebereich - Gebäudehülle wie Gebäudetechnik - hat nach ZDH-Angaben für das Erreichen der EU-Energieziele große Bedeutung. Erwartet wird, dass sich dadurch bis zu 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs einsparen ließen, der für rund ein Drittel der schädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich gemacht wird.

Deutsche Handwerker seien für die qualitativen Anforderungen insgesamt gut aufgestellt, sagte Schwannecke. Dazu trage die seit langem übliche überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Handwerk bei sowie auch eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten.

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