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Die weibliche Perspektive der Unternehmensnachfolge

Im Mai lud die Women’s Business Lounge (WBL) vier Experten ein, zum Thema Unternehmensnachfolge zu referieren.

In den Räumen der Deutschen Unternehmerbörse (DUB) widmeten sie sich der Frage, inwiefern Nachfolge ein Problem für Unternehmen darstellt und wie es gelöst werden kann. Der Fokus lag auf der weiblichen Perspektive: Welche Stolpersteine liegen speziell Frauen im Weg – und welche Verhandlungsvorteile haben sie?

V.l.n.r.: Nicolas Rädecke, GF Deutsche Unternehmerbörse (DUB), Martina Plag, GF Hachenberg und Richter Unternehmensberatung, Jens de Buhr, GF Deutsche Unternehmerbörse (DUB)

Die Übernahme eines Unternehmens ist für Frauen nach wie vor eine unterschätzte Karriereoption. Dabei verfügen sie laut Sabine Neumann-Heinen, Nachfolgeberaterin und Mediatorin, über einen entscheidenden Vorteil: Sie können Machtspiele in Übernahmeverhandlungen auslassen. Trotzdem sei es wichtig, den Verhandlungspartnern auf Augenhöhe zu begegnen und sich an den richtigen Stellen Unterstützung zu holen – etwa durch Übernahmeberater, Anwälte oder Coaches.

Neben dem vollständigen Erwerb eines Unternehmens ist auch der Einstieg als Teilhaberin möglich. Zudem ist die Übernahme des Unternehmens aus einer bisherigen Managementposition heraus eine Option. Gerade Modelle mit fließendem Übergang bieten den Vorteil, das Unternehmen und die Mitarbeiter von Beginn an kennenzulernen.

Eine erfolgreiche Übernahme bedingt erhebliche zeitliche und finanzielle Investments. Wie wichtig jedoch auch Vertrauen, Fachkompetenz und Begeisterung für das Produkt sind, verdeutlichte Kim Lishke, Geschäftsführerin der Textil Bau GmbH. Sie erbte das Unternehmen und berichtete, wie es ihr gelang, ihre Mitarbeiter zu begeistern und das Unternehmen erfolgreich weiterzuführen. Ihr Fazit: Zahlen sind eine Sache. Doch Psychologie und Emotionen gehören ebenfalls dazu.

Im Anschluss erklärten Christoph Herting von der Handelskammer Hamburg und Nicolas Rädecke von der Deutschen Unternehmerbörse ihre Angebote für Übernahme-Interessierte. Auf den Seiten der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de werden beispielsweise Unternehmen gehandelt. Dort geschaltete Inserate verraten Branche, Jahresumsatz, Mitarbeiterzahl, und jährlichen Gewinn des angebotenen Unternehmens, bleiben aber anonym. Interessenten treten dann mit den Anbietern in direkten Kontakt.

Women’s Business  Lounge: www.wbl-hamburg.de

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