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Deutschland lockt wieder Investoren an

Einer Umfrage zufolge schätzen sie das stabile rechtliche und politische Umfeld.

Deutschland wird dank seiner starken Wirtschaft bei internationalen Investoren immer beliebter. Nachdem vergangene Woche bereits das International Institute for Management Development (IMD) den Standort D. hochgestuft hat, testiert nun die internationale Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY), Deutschland gehöre zu den ersten Adressen für Investoren weltweit.

Im EY-Ranking der attraktivsten Standorte kletterte Deutschland vom sechsten auf den vierten Platz hinter China, den USA und Russland. Immerhin 18 Prozent der befragten Manager bezeichnen Deutschland als einen der drei besten Investitionsstandorte der Welt. Die Studie basiert auf einer Befragung von 808 international tätigen Unternehmen im Februar und März dieses Jahres - die Folgen der Ukraine-Krise sind also nur teilweise mit eingeflossen.

Besonders schätzen die Manager an Deutschland das stabile und transparente politische und rechtliche Umfeld - dem aus Investorensicht wichtigsten Standortfaktor. Auch Infrastruktur und qualifiziertes Personal schätzen die Investoren besonders.

Und ausländische Unternehmen loben Deutschland nicht nur, sie investieren auch verstärkt: Die Zahl der ausländischen Investitionsprojekte stieg 2013 um zwölf Prozent auf den Rekordwert von 701. Damit belegt Deutschland im Europa-Ranking hinter Großbritannien den zweiten Platz. "Deutschland ist heute eindeutig die robusteste und wettbewerbsfähigste unter den großen Volkswirtschaften Europas und hat bei ausländischen Unternehmen einen hervorragenden Ruf", sagte EY-Partner Peter Englisch.

Eine neue Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags belegt die Stärke der hiesigen Wirtschaft: "Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verbessert sich nochmals weiter." Die Lage gelte auf breiter Front als gut. "Erneut hellt sich die Geschäftslage in der Industrie auf - gerade bei Exportbetrieben", resümiert der DIHK die Umfrage unter 24 000 Unternehmen. Sie fand von Ende März bis Anfang Mai 2014 statt; die geopolitischen Entwicklungen sind also teilweise berücksichtigt - der jüngste Rückschlag, den das Ifo-Geschäftsklima signalisierte, wohl noch nicht in Gänze.

Der DIHK rechnet im Einklang mit vielen Konjunktur-Auguren für das laufende Jahr mit zwei Prozent Wachstum. Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben warnte jedoch: "Dieses Tempo wird sich aber 2015 schwierig halten lassen." Die DZ Bank nahm ihre Wachstumsprognose für das nächste Jahr von 2,6 Prozent auf 1,8 Prozent zurück.

 

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