WIRTSCHAFTLICHKEIT IM SYSTEM

Spezialisierte Steuerberater bieten auf die Bedürfnisse von Franchisegebern und -nehmern zugeschnittene Leistungen an.

Steuerliche Fragestellungen im Unternehmen sind hochkomplex und deshalb stets Sache des Fachmanns. Dies gilt insbesondere für Franchiseunternehmen, denn die Strukturen sind verzweigt: Franchiseunternehmen sind selbstständig, zugleich gehören sie einem übergeordneten System an. Auf Franchising spezialisierte Steuerberater bieten deshalb Leistungen an, die auf diese Anforderungen zugeschnitten sind

EINHEITLICHE DATEN

Um ein Franchisesystem zu steuern, aber auch um eine einzelne Franchisefiiale erfolgreich zu führen, ist eine für alle Partner einheitliche Buchführung notwendig. Nur so lassen sich finanzwirtschaftliche Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn und Verlust aussagekräftig miteinander vergleichen. Der Franchisegeber sollte daher einheitliche Vorgaben für alle Franchisefiialen erstellen. Gerade in Formsachen und beim Zeitpunkt der Auswertung sollten sich alle Franchisepartner nach einheitlichen Standards richten. Das hilft bei der Beurteilung, ob und wie sich neue Maßnahmen, die der Geber festgelegt hat, auf Ergebnis und Liquidität auswirken. Je stärker und ausgereifter das Franchisesystem, desto erfolgreicher die einzelnen Franchisepartner. Das kommt letztlich auch dem Franchisegeber zugute. Neben finanzwirtschaftlichen Kennzahlen geben weiche Kennzahlen Auskunft über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Das sind etwa Lageraufbau, Mitarbeiterfluktuation, Krankentage oder Reklamationen.

WEICHE KENNZAHLEN

Der Steuerberater kennt sowohl Franchisegeber als auch -nehmer sehr genau und hält zu beiden regen Kontakt. Er kann daher die zuvor definierten weichen Kennzahlen leicht erheben und aufbereiten. Dies erfolgt in Abstimmung mit dem Franchisenehmer bei den Quartalsbesprechungen. Bei diesen regelmäßigen Gesprächen erörtert der Steuerberater gemeinsam mit dem Franchisenehmer die Ergebnisse und analysiert Entwicklungstendenzen. So kann der Franchisenehmer bei Fehlentwicklungen schnell reagieren.

BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE UNTERSTÜTZUNG

Auch dabei ist Einheitlichkeit gefragt: Um die Gesamtstrategie und das Konzept des Franchisesystems auf die einzelnen Partner zu übertragen, müssen die jeweils angewendeten Analysemethoden und Lösungsstrategien für alle Franchisenehmer gleich sein. Aus diesem Grund empfiehlt sich für ein Franchisesystem eine Steuerberatungsgesellschaft zu beauftragen, die überregional agiert und zentral organisiert ist. So können die notwendigen Vorgaben des Franchisegebers bei allen Franchisepartnern einheitlich umgesetzt werden. Gleichzeitig sind die Berater vor Ort bei den einzelnen Franchisefilialen tätig, um persönlich und individuell zu beraten.

VORTEILE FÜR DEN FRANCHISENEHMER

Der Franchisenehmer möchte einerseits im jeweiligen Franchisesystem erfolgreich werden, andererseits benötigt er persönliche und individuelle Beratung vor Ort. Er legt daher in der Regel Wert auf persönliche Nähe und wünscht eine Beratung, die seine Steuerlast reduziert und die Führung seines Franchise-Unternehmens unterstützt und erleichtert

BERATER UND ANSPRECHPARTNER

Weitere Steuerberatungsleistungen sind für den Franchisenehmer somit von großer Bedeutung. Um vor bösen Überraschungen gewappnet zu sein, benötigt er jederzeit Informationen über die zu leistenden Steuern. Dies betrifft insbesondere die zu erwartende Steuer-Nachzahlung für das laufende Jahr. Eine verlässliche Steuerprognose und Liquiditätsmanagement sind daher unabdingbar. Über ein Unternehmer-Portal sollte der Franchisenehmer zudem jederzeit die Möglichkeit haben, auf seine Unterlagen und Belege zuzugreifen. Daneben ist eine Lohnkosten- und Abgabenoptimierung wünschenswert. So wird etwa die Besteuerung von Sachzuwendungen für die Arbeitnehmer des Franchisenehmers verbessert. Auch im Bankgespräch und bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln steht ihm der Steuerberater unterstützend zur Seite. Der Franchisenehmer ist selbstständig, aber nicht allein.

Zurück zum Franchise-Spezial

Das interessiert andere Leser

Zum Autor

DR. JÜRGEN R. KARSTEN, Vorstand der ETL Systeme AG, für das DUB UNTERNEHMER-Magazin
Franchise Spezial 2016

DUB-Franchisebörse

Gründen Sie Ihr eigenes Unternehmen unter einer starken Marke und in einem getesteten Markt.
Finden Sie jetzt das Franchisesystem, das zu Ihnen passt!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick
Das interessiert andere Leser
  • Die bKV-Experten über die Perspektiven der betrieblichen Krankenversicherung
    Wie der Chef für die Mitarbeiter sorgen kann

    Die bKV-Experten Rainer Ebenkamp, Frank Nobis, Sabrina van de Bürie, Robert Gladis und Marc Simons über die Perspektiven der betrieblichen Krankenversicherung.

  • Sonja Wärntges, CEO des Immobilienkonzerns DIC Asset.
    Wandel der Immobilienbranche

    Nur vier börsennotierte Unternehmen in Deutschland werden von einer Frau geführt. Sonja Wärntges, CEO des Immobilienkonzerns DIC Asset, zählt zu ihnen.

  • Miriam Wohlfarth, Geschäftsführerin und Gründerin des Zahlungsdienstleisters RatePAY
    Goldgräberstimmung

    Miriam Wohlfarth, Geschäftsführerin und Gründerin des Zahlungsdienstleisters RatePAY, über die Chancen der Digitalwirtschaft, eine perfekte Basis für Gleichberechtigung und Vielfalt in Unternehmen zu bieten.

  • Simone Ashoff, Good School
    Eine Frau, die das Digitale liebt und lebt

    Wie arbeiten Computerhacker? Und wie fühlt es sich auf einer virtuellen Schaukel an? In ihrer Good School hilft Simone Ashoff Managern, Digitalisierung (neu) zu begreifen.

  • Anke Giesen, Vorstand Operations bei Fraport
    „Mehr Diversität steigert den Unternehmenserfolg”

    Als Vorstand Operations bewegt Anke Giesen den Flughafenbetreiber Fraport. Die Förderung von Frauen ist für sie eine Herzensangelegenheit.

  • Dr. Melanie Maas-Brunner, President Nutrition & Health beim Chemieunternehmen BASF.
    Vielseitig Team führen zum Erfolg

    Welche Mechanismen bei der Suche nach passenden Talenten greifen und warum Mädchen Naturwissenschaften studieren sollten, erklärt Dr. Melanie Maas-Brunner, President Nutrition & Health beim Chemieunternehmen ...

  • Veronika Bunk-Sanderson, Telefónica Deutschland
    Kommunikation als Kernkompetenz

    Veronika Bunk-Sanderson steuert für Telefónica Deutschland als Director Communication und Investor Relations das Selbst- und Fremdbild des Telekommunikationsdienstleisters. Ein Interview mit dem DUB ...

  • Tijen Onaran, Gründerin von Global Digital Woman.
    „Menschen folgen Menschen“

    „Making the world more digital and female“ – mit diesem Claim möchte die Gründerin von Global Digital Woman, Tijen Onaran, Frauen zusammenbringen – auch um das Scheitern zu zelebrieren.

  • Start-up FINEXITY
    Immobilienmakler für Kleinanleger

    Die Gründer Paul-Maria Hülsmann und Henning Wagner über ihr Start-up FINEXITY, das die Anlage in Immobilien auf digitalem Wege revolutionieren will.

  • GmbH-Insolvenz: Den Verkauf als Weg aus der Krise nutzen
    GmbH-Insolvenz, und nun?

    Statt eines langwierigen Sanierungsverfahrens bietet sich bei Insolvenz häufig der Verkauf des Unternehmens an. Was dabei zu beachten ist.

  • Franchise Awards 2019 verliehen
    Franchise Awards 2019: Die Gewinner

    Am 28. Mai 2019 wurden in Berlin im Rahmen des Franchise Forums die begehrten Auszeichnungen verliehen. Wer die Gewinner sind erfahren Sie hier.

  • Bester Franchisenehmer der Welt - jetzt Nominierung abgeben

    Nominieren Sie Ihre Franchisenehmer zum internationalen Award und präsentieren Sie Ihr Franchise-System und Ihre Marke auf internationaler Bühne.