Wie wichtig Social Media für Franchise ist

Social Media gehört heute zum Geschäft dazu wie das Controlling oder das Personalwesen. Denkt man. Mancher Franchise-Nehmer sieht das anders.

Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter, Google+, Instagram, Snapchat: Die Liste der sozialen Medien wird immer länger. Und damit steigt auch der Schwierigkeitsgrad, diese Selbstdarstellungs- und Interaktionsforen als Unternehmen passgenau einzubinden. Bei Franchise Unternehmen wird dies noch sehr unterschiedlich gehandhabt, wie eine Studie nun zeigt.

So waren laut einer Untersuchung von webZunder nahezu alle untersuchten Franchise-Geber auf diversen Online- und Social-Media-Kanälen vertreten (Web 100 Prozent, Facebook 80 Prozent, Twitter 45 Prozent, Google+ 31 Prozent), ihre Franchise-Nehmer jedoch nur teilweise (Web 20 Prozent, Facebook 64 Prozent, Twitter 25 Prozent, Google+ 18 Prozent). Befragt hatte webzunder 67 Systeme. Ziel war es herauszufinden, wie weit Franchise-Unternehmen mit ihrer Online-Strategie vorangeschritten sind und wie gut dabei ihre Franchise-Nehmer eingebunden werden.

Experten empfehlen in jedem Fall eine lokale Kommunikation. Dies macht Sinn etwa bei Fitnessketten oder Baumärkten, alle Franchise-Nehmer sollten also aktiv in der lokalen Kommunikation sein. Dazu gehört unabdingbar, dass die Franchise-Nehmer einen eigenen Webauftritt haben. Absolute Voraussetzung ist auch, dass die Einträge in den wichtigsten Verzeichnisdiensten (u.a. Google Maps) korrekt und aktuell sind.

Wie aber startet man Auftritte in den sozialen Medien, wenn man Neuling ist? Fachleute raten zu vorbereiteten Textbausteinen, in diesen können die Marke dargestellt werden oder Angebote skizziert werden. Je nach System können die lokalen Auftritte auch zentral vorbereitet werden. In der Folge bekommen die Kunden einen professionellen Eindruck, zugleich wird der individuelle Aufwand der jeweiligen Partner reduziert.

Im weiteren Verlauf der Geschäftsentwicklung sollten Franchise-Nehmer stärker mit einer lokalen Kommunikation punkten. Der Kunde vor Ort erkennt sofort, wenn automatische Postings zentral gesteuert werden, und nicht auf die regionalen Unterschiede eingehen. Der Franchise-Geber kann dagegen mit Infografiken, Bilder und Videos die Kommunikation unterstützen.

Manche Systeme gehen inzwischen den Weg, gezielt neben der „Dachmarke“ auch einzelne Standorte direkt zu unterstützen. Das ist personalintensiv, lässt sich mit der richtigen Technik aber umsetzen. Als Beispiel bietet sich „Runner’s Point“ an. Dort werden mehr als 250 lokale Fanpages betreut. Studien zeigen, dass die Interaktionsrate um 50 Prozent steigt, wenn es statt nur einer globalen Facebook-Seite auch lokale Ableger gibt.

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