Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

Hamburg, 25.01.2017

Wie teilt sich das Marketing zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer auf?

Franchisesysteme sind in aller Munde. Große Gastronomieketten wie McDonald´s, BurgerKing und Nordsee betreiben ihre Betriebe genauso in Franchise wie Fitness-Studios, Baumärkte oder die Immobilienmakler von Engel&Völkers.

Für einen Franchisenehmer hat die Beteiligung an einem Franchisesystem den Vorteil selbstständig zu sein und gleichzeitig vom Know-how des Franchisegebers profitieren zu können.

Für den Franchisegeber hat die Aufnahme eines Franchisenehmers den Vorteil einen engagierten und vertrieblich orientierten Unternehmer vor Ort zu haben, der sein eingesetztes Kapital möglichst schnell kapitalisieren will, und an dessen Umsatz über die Franchisegebühr mitzuverdienen.

Die systematische Herangehensweise und ein zielgerichtetes Marketing sind neben einem überzeugenden Produkt- und Serviceangebot die Erfolgsfaktoren für die meisten Franchisesysteme.

Franchisesysteme sind bekannt dafür, dass Arbeitsteilung ganz oben steht und jeder das macht, was er am besten kann. Wie sieht das im Marketing aus?

Das Interesse eines Franchisegebers ist es, eine attraktive Marke für Kunden, Franchisenehmer und Arbeitnehmer zu sein. Nur dann kann er seine Ziele, hoher Umsatz und hohe Einnahmen über die Franchisegebühr, realisieren.

Die Aufgaben des Franchisegebers haben deshalb vor allem richtungsweisenden Charakter und sind von übergeordneter Funktion. Wesentliche Schlagworte hierbei sind Markenentwicklung, Markenaufbau, Markenpflege und Markenschutz. Darüber hinaus entwickelt die Franchisezentrale auf Basis von Wettbewerbs-, Umsatz-, Kunden- und Kommunikationsanalysen Marketingprogramme für den gemeinsamen Einsatz und unterstützt die Franchisenehmer auf Basis ihres Know-hows mit Maßnahmen für den lokalen Einsatz.

Idealerweise liefert der Franchisenehmer dem Franchisegeber deshalb alle notwendigen Daten, aus denen der Franchisegeber die richtigen Schlüsse zieht und die Programme ableitet, die beiden Seiten helfen erfolgreich zu sein.

In größeren Franchisesystemen ist es zudem üblich, dass der Franchisegeber eine Werbegemeinschaft einrichtet, in der alle Franchisebetriebe und die vom Franchisegeber selbst geführten Betriebe Mitglied sind. Diese Werbegemeinschaft verwaltet treuhänderisch einen gemeinsamen Werbepool, in den die Mitglieder der Werbegemeinschaft feste oder prozentual am Umsatz ausgerichtete Beiträge einzahlen. Aufgabe der Franchisezentrale ist es, die Werbegemeinschaft fachlich bei der Verwendung der Mittel zu beraten und darauf zu achten, dass alle gesetzlichen und unternehmensspezifischen Richtlinien eingehalten werden. Der Vorteil einer Werbegemeinschaft liegt in der Nutzung von Synergien hinsichtlich des Einkaufes von Media-, Produktions- und Agenturleistung.

Für das Marketing in einem Franchisesystem sind somit Franchisegeber und Franchisenehmer gemeinsam verantwortlich, denn der Marketingerfolg wird ganz wesentlich von der Umsetzung der Vorgaben der Zentrale in den lokalen Standorten beeinflusst.

Wenn es ideal läuft, hat ein Franchisesystem zusammen mit seinen Franchisenehmern somit die größte Marketingabteilung, die man sich vorstellen kann. Dazu muss der Franchisegeber allerdings die Franchisenehmer und ihre Mitarbeiter informativ und motivierend mitnehmen. Denn sie sind die Vertriebsmannschaft vor Ort, sie kennen ihr Einzugsgebiet und ihre Kunden und sie setzen um. Sie können deshalb auch hervorragenden Input geben, was funktioniert und was nicht.

Je professioneller die Franchisezentrale dabei arbeitet, desto professioneller und erfolgreicher werden die Franchisenehmer sein. Und erfolgreiche Franchisenehmer sind das beste Aushängeschild für ein erfolgreiches Franchisesystem.

Das interessiert andere Leser

  • Nachfolgetypen

    Wer ein Unternehmen aufbaut, wünscht sich meistens, dass das Lebenswerk von einem Familienmitglied weiterentwickelt wird. Lesen Sie, welche Faktoren die Nachfolge begünstigen.

  • Self-Storage Startups mit neuen Lagerraum-Lösungen

    Der Arbeitsplatz von heute gewährt freie Platzwahl in Coworking-Spaces. Doch die neue Flexibilität hat Ihren Preis: mangelnder Stauraum für Papiere und Akten. Die Shareing Economy bietet Lösungen.

  • Franchise Expo18 Logo
    Save the date - Franchise Expo18 im September in Frankfurt

    Die Franchise Expo18 bringt vom 27. bis zum 29.09.2018 über 100 internationale Aussteller auf das Messegelände in Frankfurt und bietet Informationsmöglichkeiten und spannende Workshops rund um Franchising.

  • Israels Innovationen

    Israel ist eine der größten Innovationsschmieden der Welt. Der Erfolg der Startup-Nation hat System, der Staat investiert massiv in Forschung und Entwicklung.

  • Allen gerecht werden

    Die Ökonomin Kate Raworth fordert ein fixes Umdenken der Wirtschaft und plädiert für ein Gleichgewicht zwischen Kapitalismus, sozialer Gerechtigkeit und Ökologie.

  • Meer und mehr Gründergeist

    Die Suche nach Erfolg im digitalen Zeitalter führt nach Israel ins Silicon Wadi – wo die Menschen mit Begabung, Bildung und Begeisterung kritische Umstände in Stärken verwandeln.

  • Du kommst hier nicht rein!

    Kryptotrojaner, DDos-Attacken, Phishing – Cyberkriminelle verfügen über ein großes Waffenarsenal. Höchste Zeit für entsprechende Abwehrstrategien.

  • Nachfolge im Franchise

    Eine Unternehmensnachfolge im Franchising weist generell deutlich weniger Minenfelder auf als die Gründung eines neuen Unternehmens. Wie es geht und worauf zu achten ist erfahren Sie hier.

  • Bio-Unternehmen suchen Nachfolger

    Biobetriebe tun sich besonder schwer einen Nachfolger zu finden. Neben Unternehmergeist muss er auch eine ökologische Einstellung mitbringen. Was bei der Suche hilft erfahren Sie hier.

  • Was einen »Leitwolf« und einen kleinen und mittelständischen Unternehmer verbindet

    Die Unternehmergeneration, die heute mit dem Problem einer Unternehmensnachfolge konfrontiert wird, ist ein Produkt ihrer Zeit und der Gesellschaft.

  • Bürgschaftsbanken fördern massiv Nachfolge im Mittelstand

    Deutschland hat ein Nachfolgeproblem. Im Mittelstand fehlen bis Ende 2019 rund 240.000 neue Inhaber für kleine und mittlere Unternehmen.

  • Franchise oder Startup?

    Die Vor- und Nachteile beider Modelle im Check. Ein Leitfaden für alle, die sich selbstständig machen wollen.

  • Israels Gründergeist

    Shai Agassi ist so etwas wie der Bill Gates des Silicon Wadis. Mit seiner ersten Gründung fuhr Agassi erstmal gegen die Wand. In Israel aber gehören Rückschläge zum Geschäft.

  • Darf's etwas teurer sein?

    Professionelles Pricing, Omnichannel im Vertrieb, Customization: Dr. Georg Tacke, CEO der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners über Vertriebs- und Marketingtrends 2018.

  • NEU auf DUB.de: Top-Platzierung in den Suchergebnissen

    Steigern Sie die Aufmerksamkeit für Ihre Anzeige. Positionieren Sie sich vor den Basis-Inseraten und erhöhen Sie durch die besondere Darstellung Ihre Inseratsaufrufe.

  • Einfach loslassen

    Ein Praxisbeispiel zeigt, wie die verspätete Unternehmensnachfolge gelingt.

  • Das Lebenswerk sichern

    Welche Rolle die Emotionen bei der Unternehmensübergabe spielen.

  • Die Meister des Franchise

    Die Vor- und Nachteile von Master-Franchise-Lizenzen.

  • DUB setzt Oettingers digitalen Bildungsgutschein um

    Der Politik einen Schritt voraus: Hamburger Verleger Jens de Buhr füllt die Forderung des EU-Kommissars Günther Oettinger nach Gutscheinen zur digitalen Weiterbildung mit Leben.

  • Franchisegründungen und Beteiligungskapital

    Worin unterscheiden sich Business Angels und Venture Capital? In welcher Phase ist welche Art von Beteiligungskapital die richtige? Und was passiert beim Exit? Ein Experte klärt auf.

  • Gemeinsam wachsen

    Nicht nur in der Gastronomie expandieren Unternehmen mithilfe von Franchisenehmern. Auch im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich ist diese Vertriebsform weit verbreitet.

  • Ziele und Sorgen der nächsten Unternehmergeneration

    Gestalten statt verwalten: Die nächste Generation der Unternehmer will nicht nur das Erbe fortführen, sondern die Digitalisierung vorantreiben, zeigt eine aktuelle Umfrage.

  • Mama startet durch

    Als Mutter erfolgreich im Job zu sein, ist in Deutschland oft nicht leicht. Die Erfolgsgeschichten zweier Start-up-Gründerinnen zeigen, wie es dennoch geht.

  • Folge-Wirkung

    Wer übernimmt das Unternehmen? Ein Familienmitglied oder doch jemand Externes? Rechtsanwalt Dr. Daniel Mundhenke über eine der entscheidenden Fragen bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

  • Familienunternehmen erwärmen sich für einen Einstieg von Private-Equity

    Beteiligungsgesellschaften waren lange ein rotes Tuch für deutsche Familienunternehmen. Nun findet ein Umdenken statt – auch getrieben durch fehlende Optionen.

  • So läuft eine Due Diligence ab

    Steuernachforderungen, hohe Abfindungssumme, verzwickte Kundenbeziehungen: Risiken bei einem Unternehmenskauf gibt es viele. Eine Due Diligence ist deshalb zwingend erforderlich.

  • Beiräte in Franchisesystemen

    Wie wird ein Beirat organisiert? Was sind die Aufgaben und die Arbeitsweise? Und welche positiven und negativen Aspekte gibt es? Erfahren Sie mehr über Beiräte in Franchisesystemen.

  • Starke Motivation

    Das Nahziel von Bobfahrer Thorsten Margis und Rennrodler Julian von Schleinitz (Foto) ist die erfolgreiche Teilnahme bei Olympia 2018. Ihre Fernziele: Mastertitel und Promotion an der Hochschule.

  • Smarter leben

    Neue Technologien machen die eigenen vier Wände intelligent. Arne Sextro, Smart-Home-Experte bei EWE, über Chancen und Möglichkeiten ferngesteuerter Haustechnik.

  • Falsche Vorstellung

    Die Berater von Project Partners sind Spezialisten für die Umsetzung der Blockchain. Wie sich ein Unternehmen der Technologie öffnen kann, erfahren Sie im Interview.

Gastbeitrag

Thomas von Wichert
Geschäftsführender Gesellschafter FranchiseWerk GmbH

DUB-Franchisebörse

Gründen Sie Ihr eigenes Unternehmen unter einer starken Marke und in einem getesteten Markt.
Finden Sie jetzt das Franchisesystem, das zu Ihnen passt!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick