Hamburg, 16.03.2017

Wie ein Franchisenehmer seine Mitarbeiter für sich werben lässt

Employer Branding – das ist mittlerweile ein Buzzword. Dass derlei Kampagnen aber sinnvoll sein können, zeigt ein Unternehmer aus Hannover.

Wie gewinnt man in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs neue Mitarbeiter? Mit abgedroschenen Schlagworten wie Work-Life-Balance und gutem Betriebsklima wohl kaum. Denn angesichts niedriger Arbeitslosigkeit können die Bundesbürger in vielen Branchen aus einer größeren Anzahl Jobs sich den für sie Richtigen aussuchen. Ein Franchisenehmer von McDonalds’s versucht jetzt mit einigen seiner Angestellten für seine Restaurants zu werben.

David Ehmann, der im Raum Hannover neun Betriebe der Schnellrestaurantkette führt, hatte schon im vergangenen Sommer für Aufsehen gesorgt. Anlässlich des 40. Jubiläums des Hamburger Royal hatte eine von ihm beauftragte Agentur mit einer Parodie auf eine berühmte Szene des Kinoschlagers Pulp Fiction einen viralen Hit gelandet.

In der neuen Kampagne präsentiert Ehmann zwanzig seiner Mitarbeiter. In den sozialen Medien zeigen die Angestellten ihr Konterfei für die Employer-Branding-Kampagne. Nach und nach werden nun mit dem Hashtag #MehrAlsEinJob über Facebook & Co. Videoportraits veröffentlicht, in denen die Mitarbeiter über ihre eigene persönliche Geschichte sprechen und Einblicke in deren Aufgabenbereich geben.

Präsentiert wird da beispielsweise Christian Schackla. Der heute 23-Jährige hatte vor fünf Jahren als Teilzeitkraft in einem Restaurant angefangen. Nach und nach arbeitete er sich nach oben auf der Karriereleiter und ist nun seit Anfang dieses Jahres in der Position eines Restaurant-Managers. Er wird auf dem Plakat mit dem Satz „Ich begegne jedem mit Respekt, denn Du weißt nie, was in ihm steckt“ zitiert.

Franchisenehmer Ehmann spricht ganz offen über sein Motiv für die Kampagne. „Nach wie vor erlebt McDonald’s eine geringe Wertschätzung seiner tollen Mitarbeiter in der Öffentlichkeit", sagt er. So eine große Employer-Branding-Kampagne hat es bei der Restaurantkette in Deutschland bisher nicht gegeben. Generell sind lokale Kommunikationsaktivitäten von McDonald’s Franchisenehmern gang und gebe. „Grundsätzlich ist es so, dass wir als Company für die nationalen Aktivitäten auch im Bereich Employer Branding zuständig sind. So haben wir beispielsweise unsere nationale Arbeitgeberimage-Kampagne im Mai letzten Jahres gestartet“, sagt ein Sprecher von McDonald’s.

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