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Vertrauen im Franchising

Vertrauen wird definiert als subjektive Überzeugung von der Richtigkeit, der Wahrheit und der Redlichkeit von Personen, von Handlungen, von Einsichten oder Aussagen, aber auch von Institutionen, Gesellschaften und sogar Marken, die Vertrauensbotschaften aussenden sollen oder können.

Gerade im Franchiserecht spielt Vertrauen und Vertrauensschutz eine maßgebliche Rolle. Wer sich mit Fragen aus Anlass des Abschlusses von Franchiseverträgen auseinander setzt weiß, dass die ersten Gesprächspartner, Verhandlungsführer und letztendlich auch diejenigen, die die Verträge schließen, meist damit konfrontiert werden, dass auch in sie persönlich - und häufig unabhängig von dem Unternehmen, das sie repräsentieren - Vertrauen gesetzt wird.

Gerade im Franchising gelten folgende Merksätze:

  • Was mündlich oder schriftlich zugesagt wird, muss eingehalten werden.
  • Was im Vertrag steht, muss existent und nachvollziehbar sein.
  • Leistungsversprechen sind keine leeren Worte und sind zu erfüllen.
  • Finanzielle Verpflichtungen und wirtschaftliche Dispositionen sind klar zu definieren.


Gerade im mündlichen Bereich und im Vorfeld eines zu schließenden Vertrages gibt es häufig - unbeschadet des Inhaltes eines möglichen vorvertraglichen Aufklärungsdokumentes - zahlreiche Gespräche und Informationen, die vertrauensbildend sind und die im Einzelfall auch zu wechselseitigen Verpflichtungen führen können.

Franchisenehmer als Existenzgründer vertrauen mehr auf das, was ihnen im Vorfeld des Vertrages gesagt wurde. Und leider häufig nicht oder eher zu ungenau auf das, was Wort für Wort in einem Dokument oder im Vertrag selbst nachzulesen steht. Hierfür mag manchmal auch die Wortwahl und der Umfang heutiger Vertragswerke eine Rolle spielen.

Gegebene Zusagen aus dem Vorfeld des Vertragsschlusses und die wirtschaftlichen Perspektiven der Systemleistungen müssen sich im Vertragswerk widerspiegeln. Das Franchise-System ist konkret und nicht in Allgemeinplätzen in seinen Grundlagen im Franchisevertrag abzubilden.

Eingangs eines jeden Franchisevertrages findet sich meist in der Präambel oder einer Vorbemerkung die Systembeschreibung. Gerade hier zeigt sich häufig, dass immer wieder vollmundige Anpreisungen über Inhalt, Bedeutung, Tragweite und Verbreitung des Systems gemacht werden, die mit der Realität manchmal nur schwer in Einklang zu bringen sind. Deshalb ist hier unter Vertrauensgesichtspunkten Zurückhaltung angesagt und das System - soweit es nicht schon einen hohen Bekanntheitsgrad oder eine Marktdurchsetzung erreicht hat – sachlich richtig sowie „wahrhaft“ und „redlich“ zu beschreiben.

Teil 1: Vertrauen im Franchise
Teil 2: Zusagen und Leistungsverpflichtungen

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Zum Autor

Rechtsanwalt und WirtschaftsMediator Günter Erdmann
SCHLARMANNvonGEYSO
Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer Partnerschaft mbB

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