Typen gesucht

Das Modell Franchise stößt auf wachsende Begeisterung. Eine Phase allerdings ist oftmals noch wenig geregelt: wenn Franchisenehmer aussteigen wollen. Dann muss ein Nachfolger her.

Es muss passen: Die Geschäftsübergabe an einen Nachfolger sollte im Franchise klar geregelt werden. Sie bietet Chancen.

Der Idealfall: Am Ende einer erfolgreichen Zeit steht der gewinnbringende Verkauf des Franchisegeschäfts. Damit ein Übergang reibungslos funktioniert, müssen allerdings alle Parteien – Franchisegeber sowie scheidender und neuer Franchisenehmer – gut zusammenarbeiten. Nicolas Rädecke, Geschäftsführer von DUB.de, sagt: „In keinem Bereich sind die Voraussetzungen für einen Übergang so perfekt wie im Franchise. Das System mit all seinem Wissen bleibt bestehen und kann vermitteln.“

Vielfach läuft das geschmeidig ab, wie Sebastian Malies, Expansionsmanager bei Subway, erläutert: „Kürzlich hat ein Partner anlässlich seines Renteneintritts einen Nachfolger gesucht, der mit einem ehemaligen Mitarbeiter schnell gefunden wurde. Dieser war mit unserem Geschäftssystem vertraut und konnte in kurzer Zeit die Profitabilität des Restaurants steigern, was dem gesamten System zugute kommt.“

Niels Jacobsen, Geschäftsführer von Küche&Co, bestätigt: „Der neue Partner profitiert davon, einen etablierten Betrieb weiterführen zu können und damit die Risiken des Aufbaus eines neuen Betriebs zu vermeiden. Für den bisherigen Franchisepartner liegt die größte Chance darin, einen Erlös durch den Verkauf zu erzielen.“ Deshalb sei es wichtig, so die einhellige Meinung, klare Regeln für einen Übergang zu formulieren. Denn es geht nicht nur um einen guten Start für den neuen, sondern auch um einen positiven Abschied für den scheidenden Franchisenehmer.

Birgit Aust, Managing Director TVG und verantwortlich für das Franchisesystem Sonnenklar.TV-Reisebüro, sieht angesichts des Vorurteils, Reisebüros würden jungen Leuten keine Zukunft mehr bieten, im Generationenwechsel der Franchisepartner eine Chance. „Der Standort ist durch die scheidende Generation, die eine Stammkundschaft aufgebaut hat, bereits etabliert. Die Übergabe an den Nachfolger ist der perfekte Zeitpunkt für ein Upgrade auf ein innovatives und digitalisiertes Konzept.“

Trenne man sich im Guten, so Rädecke, wirke sich das positiv auf die anderen Franchisenehmer und -mitarbeiter aus. Ein guter Übergang stärkt Marke, Motivation und Außenwirkung des Systems. Daher hat die Unternehmerbörse DUB.de für die Broschüre „Nachfolgeregelung im Franchisesystem“ des Deutschen Franchiseverbands ihre Expertise eingebracht. Mitglieder beziehen die Broschüre über den Verband.

Gute Perspektiven

Um sich über die Praxis auszutauschen, trafen sich kürzlich Vertreter einiger Franchisesysteme auf Einladung des Verbands am Sitz von DUB.de in Hamburg. Es zeigte sich: Die Herangehensweisen bei der Unternehmensnachfolge im Franchise sind unterschiedlich. Bei einem System wird der scheidende Franchisenehmer über den gesamten Übergabeprozess hinweg vom System unterstützt, da der neue Partner gut zum System passen muss. Bei anderen Systemen legt man Wert auf die Eigenständigkeit des Franchisenehmers und lässt ihm weitgehend freie Hand. Jacobsen von Küche&Co resümiert: „Grundsätzlich sehe ich die größte Herausforderung darin, dass viele Franchisenehmer zu spät planen, wie es mit ihrem Betrieb weitergehen soll, wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden oder den Betrieb aus anderen Gründen einstellen möchten.“ Dabei sollte die Option eines profitablen Verkaufs doch etwas sein, worüber man gern eine Weile nachdenkt.

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