Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 
DFV-AWARDS - Teil 2

GIMME FIVE!

Der Deutsche Franchise-Verband zeichnete jetzt die besten Systeme, die gelungenste Marketingkampagne und den besten Franchise-Gründer aus. Was diese fünf Unternehmen richtig gemacht haben und was Einsteiger von ihnen lernen können.

BODYSTREET IST SYSTEM DES JAHRES

Der Verband ist stolz auf die Leistungen seiner Mitglieder. Das hat er unter anderem deutlich gemacht, indem er nun bereits zum vierten Mal in Folge die besten Franchiseunternehmen mit dem Award ausgezeichnet hat. Vergeben wurden fünf Preise: für das Unternehmen des Jahres, für das beste junge Unternehmen, für die beste Marketingkampagne, für den besten Gründer sowie für das beste nachhaltige Konzept (letzteres siehe Seite 64). Die Awards sollen nicht nur die Leistungen der Preisträger würdigen, sondern diese auch als Botschafter für die gesamte Franchisewirtschaft auszeichnen.

Als DFV-Franchisesystem des Jahres wurde der Fitnessanbieter Bodystreet prämiert. Bodystreet setzte sich damit gegen die ebenfalls nominierten Systeme Clever Fit und Kentucky Fried Chicken durch. Wodurch sich das Franchisesystem von der Konkurrenz abhebt, ist das enorme Wachstum: Seit seiner Gründung im Jahr 2007 in München konnten insgesamt 280 Standorte, verteilt über die gesamte Bundesrepublik, hinzugewonnen werden, bei denen sich mittlerweile 35.000 Mitglieder registriert haben.

Bodystreet hat damit knapp 240 Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Diesen wirtschaftlichen Erfolg konnte Bodystreet unter anderem deshalb erreichen, weil sich das Unternehmen als Spezialist der innovativen Elektromuskelstimulation (EMS) am Markt etabliert hat. Dies wurde zunächst als Physiotherapie entwickelt für Patienten, die ihre Muskeln nach einer Verletzung wieder aufbauen müssen. Doch auch Gesunde können mit dieser Methode, die wenig Platz und wenig Zeit braucht, Erfolge beim Muskelaufbau erzielen. Im Jahr 2012 erhielt das System bereits die Auszeichnung für die beste Innovation für die EMS. Laut Bodystreet ist diese Muskelaufbaumethode nicht nur sparsam, sondern führt auch zu einer sehr persönlichen und individuellen Betreuung der Kunden, anders als im anonymen Fitnessstudio. 2014 und 2015 gewann man bereits den Deutschen Fairness-Preis des Deutschen Instituts für Service-Qualität, 2014 den F&C Silber Award, und 2015 ging der DFV-Award für bestes Marketing an den Fitnessanbieter.

„Wir sind überglücklich, dass wir die begehrte Auszeichnung als Franchisesystem des Jahres erhalten haben. Da in die Bewertung nicht nur wirtschaftliche Aspekte, sondern auch Kriterien wie soziale und nachhaltige Unternehmensführung einflossen, macht uns die Auszeichnung besonders stolz“, sagt Matthias H. Lehner, Gründer der Fitnesskette Bodystreet. Zu den sozialen und nachhaltigen Kriterien zählen etwa das Schulprojekt Bodystreet Kids Foundation, die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern sowie Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz. Die Fitnessstudios waren dieses Jahr auch für den Green Franchise Award nominiert.

BESTER NEWCOMER IST HOME INSTEAD

Das Franchisesystem, das als bestes junges Unternehmen den DFV-Award erhielt, widmet sich einem ganz anderen Geschäftsfeld: Nachdem Home Instead bereits zweimal nominiert wurde, kann sich das Unternehmen jetzt endlich über die Auszeichnung freuen. Home Instead wurde 1994 in den USA gegründet und ist dort mittlerweile der Marktführer bei stundenweiser Seniorenbetreuung. Im Jahr 2008 eröffnete Jörg Veil, geschäftsführender Gesellschafter, den ersten deutschen Betrieb in Köln, vor fünf Jahren begann er mit der Expansion in Deutschland – insofern fällt Home Instead in die Kategorie „junge Unternehmen“, die höchstens fünf Jahre am Markt sind. „Der Bedarf an individuellen und flexiblen Betreuungsleistungen zu Hause nimmt weiter zu – allein schon aufgrund des demografischen Wandels. Mit unseren ortsansässigen Betreuungskräften schließen wir dabei eine Lücke zwischen den pflegenden Angehörigen und den klassischen Pflegediensten, mit denen wir vielerorts eng zusammenarbeiten“, sagt Veil. Die Vision von Home Instead sei es, „das Gesicht des Alterns“ zu verändern.

SCHNELLES WACHSTUM

Was die Jury an der Betreuungskette Home Instead so überzeugte, ist das enorme Wachstum, welches das Unternehmen in vergleichsweise kurzer Zeit erreichte. Seit der ersten Expansionsbemühung vor einem halben Jahrzehnt ist das System heute auf über 30 Betriebe angewachsen, die erfolgreich am Markt aktiv sind, und zählt 45 Franchisepartner.

Diese profitieren von der inzwischen sehr starken Marke und der Unterstützung, welche die Systemzentrale ihren Franchisepartnern bietet. Dazu gehören beispielsweise ein Qualitätsmanagementsystem, Schulungskonzepte, Betriebsvergleiche und Marketingmaß- nahmen. In Verbindung mit dem Engagement der Franchisepartner führt dies zu steigenden Umsätzen: So erzielen neu gegründete Betriebe laut Home Instead durchschnittlich bereits im zweiten Jahr einen Umsatz von 560.000 Euro, im dritten Jahr werden im Schnitt 860.000 Euro umgesetzt und im vierten dann 1,15 Millionen Euro – doppelt so viel wie in Jahr zwei. Insgesamt schloss Home Instead das Jahr 2015 mit einem Gesamtumsatz von 14,3 Millionen Euro ab und lag damit 53 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Somit gehört Home Instead zu den Marktführern in der häuslichen Seniorenbetreuung, die nichtmedizinische Leistungen wie Grundpflege, Alltagsbegleitung oder Unterstützung im Haushalt umfasst und über die Pflegekasse abgerechnet wird.

BESTE KAMPAGNE MIT KOCHPROFIS

Der Preis für die beste Marketingkampagne ging an Küche&Co für die Aktion „Kochprofis-Küche“ mit Fernseh-Koch Ole Plogstedt. Mit ihm entwickelte Küche&Co die Einbauküchen-Variante, die seit Anfang 2015 erfolgreich beworben wird. Die Kampagne bezieht sämtliche Kommunikationskanäle ein und stellt Kontakte zu potenziellen Kunden her.

Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV, begründet die Wahl der Jury so: „Küche&Co hat eine herausragende Marketingkampagne gestartet, die auf mehreren Ebenen ausgesprochen erfolgreich wirkt: TV-Koch Ole Plogstedt als Insider aus dem Alltag in der Küche, Bosch als Experte für hochwertige Gerä- te sowie die Experten von Küche&Co, die täglich mit Kunden sprechen, wirkten bei dieser Kampagne zusammen. Die Einbindung von Franchisepartnern hat darüber hinaus nachhaltig die Beteiligung der Partner gestärkt.“

GROSSE UMSATZSTEIGERUNG

So gelingt es, den Umsatz der Partner insgesamt um 30 Prozent zu steigern. Heute umfasst das 1989 gegründete Unternehmen rund 100 Küchenstudios in der gesamten Bundesrepublik und ist damit das größte Franchisesystem im Einbauküchen-Fachhandel. Seit 1995 gehört Küche&Co zur Otto Group. Seit Juni 2013 ist es auch auf dem österreichischen Markt präsent.

Der Fernsehspot wird bei RTL 2 im Rahmen der Kochshow „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“ gezeigt. Die beiden Geschäftsführer André Pape und Niels Jacobsen bezeichneten die Kampagne als Höhepunkt sämtlicher Marketingaktivitäten, die Küche&Co bisher entwickelt habe. Pape: „Zum ersten Mal werden wir auch für unser erfolgreiches Marketing ausgezeichnet – das macht uns und unser Marketingteam in Hamburg sehr stolz.“ Dreimal gehörten Küche&Co Franchisenehmer zu den Nominierten für den DFV-Gründerpreis, zwei von ihnen setzten sich sogar gegen die Konkurrenz durch und wurden mit diesem Preis ausgezeichnet.

DFV-Awards - Teil 1
DFV-Awards - Teil 2
DFV-Awards - Teil 3

Mehr unter franchiseverband.com

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Unternehmerischer Erfolg mit System

    Wer sich selbstständig machen will, ohne auf eine strategische Unterstützung zu verzichten, sollte über Franchising nachdenken.

  • Ideen innen und aussen

    Beim Innovationsforum 2015 in Frankfurt am Main sprachen vier Konzernlenker darüber, welche Quellen sie anzapfen, um neue Ideen zu generieren.

  • Aufs große Spielfeld

    Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sagt, was passieren muss, damit Europa nicht den Anschluss verliert.

  • Was bleibt, was kommt

    Ob Digitalisierung, Mobilität, Demografiewandel – Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Wer erfolgreich sein will, muss sich dem globalen Wandel stellen.

  • Die Cloud im eigenen Unternehmen kann IT-Kosten sparen und die Nerven schonen.
    Weg mit dem Server

    Die Cloud im eigenen Unternehmen kann IT-Kosten sparen und die Nerven schonen – wenn sie richtig eingesetzt wird. Zwei Experten sagen, wie sie am besten eingeführt wird.

  • Über den Erfolg der Fintechs, Online-Strategien der Banken und das Ende des klassischen Beratungsgeschäfts.
    Roboter statt Banker

    Prof. Dr. Martin Hellmich über den Erfolg der Fintechs, Online-Strategien der Banken und wie Mittelständler von den neuen Angeboten profitieren.

  • 7 Tipps für eine gelungene Franchise-Vertragsunterzeichnung.
    Erst Verträge schließen, dann Geld verdienen

    Vertragslaufzeit, Einkaufsbedingungen Gebührenhöhe – Franchisenehmer müssen sich mit dem Kleingedruckten befassen. 7 Tipps für eine gelungene Vertragsunterzeichnung.

  • Die Entdeckung Europas

    Aus AG wird SE - Immer mehr deutsche Firmen werden ihrer Rechtsform nach europäisch. Die Vorteile: mehr Flexibilität beim Management, aber auch bei Mitbestimmung und Verlagerungen.

  • Mischung mit System

    Geldanlegen wie die Profis - das war lange Zeit nur vermögenden Investoren vorbehalten. Doch jetzt mischen Multi-Asset-Fonds den Markt auf.

  • Werben Sie jetzt auf der DUB-Franchisebörse

    Seit Jahren suchen Unternehmer in spe bei DUB.de Ihr eigenes Unternehmen. Bieten Sie finanzstarken Interessenten ein neues Zuhause unter Ihrem Dach.

  • Alles im Fluss

    Istanbul steht auf der Liste der beliebtesten Spots für Städtetrips ganz oben. Mit einem privaten Guide kann man die Stadt abseits der Touristenströme entdecken.

  • Welches Preisschild trägt ein Lebenswerk?

    Über Jahre hat Kirsten Schubert im Unternehmen ihres Vaters mitgearbeitet. Bis er unerwartet starb. Statt trauern zu können, musste sie die Firma verkaufen. Ein Erfahrungsbericht.

  • Anstand zahlt sich aus
    Anstand zahlt sich aus

    Der Gründer des Club of Hamburg, Frank Breckwoldt, erklärt, warum sich Wertschätzung und Verbindlichkeit gegenüber Mitarbeitern, Kollegen und Kunden lohnen.

  • Unternehmer per System

    Mit Franchising kann der Traum von der unternehmerischen Selbstständigkeit schnell wahr werden. Richtig angepackt, können beide Seiten profitieren.

  • Deckung oben halten

    Abischerung ist oft nicht das Erste, an das Entrepreneure denken. Doch die Altersvorsorge, die Deckung betrieblicher Risiken zählen.

  • Bester Agrarunternehmer zum „Landwirt des Jahres“ gekürt

    Bei der „Nacht der Landwirtschaft“ wurden zum zweiten Mal die begehrten „CeresAwards“ für innovative Ideen und verantwortungsvolles Wirtschaften verliehen.

  • Mach dein Ding!

    So manch erfahrener Konzernmanager liebäugelt mit einem Chefsessel im Mittelstand. Und viele Unternehmer suchen dringend einen Nachfolger. So kommen beide zusammen.

  • Digital-Know-how für alle

    Wie externe Beiräte dabei helfen, Unternehmen einen Weg durch die digitale Revolution zu weisen.

  • Print ist nicht tot

    Mindshare-Chef Christof Baron erklärt, warum gedruckte Medien im Zeitalter der Digitalisierung unterschätzt werden und Inhalte so wichtig sind wie der Kanal.

  • Erfolgreiches Franchising in fünf Schritten

    Franchise erleichtert den Weg in die Selbstständigkeit. Die Systeme sind allerdings bei weitem kein Selbstläufer. Diese fünf Tipps sollten angehende Franchise-Nehmer beachten.

  • Werbe lieber ungewöhnlich

    Für einen wirksamen Mix aus klassischen und digitalen Instrumenten gehört vor allem Mut zum Wagnis. Experten und Unternehmer verraten, wie Sie ihrer Firma Gehör verschaffen.

  • Glamour + Camping = Clamping

    Komfort-Camping führt längst kein Nischendasein mehr. Das liegt nicht zuletzt an den weltweit entstehenden Glamping-Angeboten, die Natur, Abenteuer und Fünf-Sterne-Niveau miteinander kombinieren.

  • Sophia Saller
    Sport-Stipendiatin des Jahres 2015

    Und die Gewinnerin ist ... Sophia Saller! Die U23-Weltmeisterin im Triathlon und Mathematikstudentin in Oxford wurde zur „Sport-Stipendiatin des Jahres“ 2015 gekürt.

  • Ohne Moos nichts los

    Wie bekomme ich einen Gründerkredit? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

  • Cash per Klick
    Cash per Klick

    Fintechs sind auf dem Vormarsch. Die Online-Vermittler bringen Kredite flexibler und oft günstiger an die Kunden als Banken. Die Finanzwelt steht vor einem großen digitalen Wandel.

  • Freund oder Feind?

    Seit 129 Jahren steht Daimler für Mobilität. Geht es nach Apple und Google, hat die Ära der Automobilbauer nun ein Ende. Ein Gespräch mit Vorstandschef Dieter Zetsche.

  • Nichtstun ist das neue Arbeiten

    Entrepreneure kennen keinen Feierabend. Dabei ist Nichtstun viel effizienter, sagen Fachleute. Eine Anleitung zum produktiven Müßiggang.

  • Mythos Cholesterin

    Wann ist Cholesterin gut? Wann ist es schlecht? Was sollte man bei der Ernährung beachten? Eine Fachärztin steht Rede und Antwort.

  • Reisetipp: Basel

    Basel ist die Kulturhauptstadt der Schweiz. Kunst- und Architekturhighlights säumen das Rheinufer. Heute steht Basel für Lebensqualität. Ein kleiner Reiseführer.

  • „Zweifel zermürbten mich“

    Niemand spricht gern über sie: Verunsicherung wird besonders Chefs schnell als Schwäche ausgelegt. Wie Unternehmer mit Zweifeln an sich selbst umgehen und wieder Kraft schöpfen können - ein Erfahrungsbericht.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick