Leasing-Spezial: Alles ist leasbar

Leasing passt perfekt ins digitale Zeitalter

Leasinggesellschaften sind ­professionelle Investoren und Innovationstreiber. Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen in einer Branche, die oft unter dem Radar bleibt.

Auch Heißluftballons ­gehören zum Angebot von Leasing­gesellschaften

Abgehoben: 70 Milliarden Euro: Soviel haben Leasinggesellschaften 2018 für ihre Kunden investiert (Foto: Getty Images/kirstypargeter)

Fahrzeuge leasen? Kennt jeder. IT-Ausstattung, Produktionsanlagen, Immobilien und Software? Auch noch normal. Aber Autowaschstraßen, Röntgenapparate, Krankenhausbetten, Photovoltaikanlagen, Marken und Patente?

„Es gibt kaum ein materielles und immaterielles Wirtschaftsgut, das Unternehmen nicht leasen können“, sagt Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL). „Zu den sicher ungewöhnlicheren Gütern gehören Zootiere, Milchkühe, Pferdestaffeln der Polizei, Skulpturen, Gemälde, Achterbahnen oder Heißluft­ballons.“ Es scheint: Alles ist leasebar. Und geleast wird in deutschen Unternehmen Tag für Tag.

Konstantes Wachstum

Der BDL vertritt die Interessen von rund 150 Leasinggesellschaften, die mehr als 90 Prozent des Markt­volumens in Deutschland repräsentieren. Ein Markt, der konstant wächst – 2018 um 4,5 Prozent, wie der Verband gerade berechnete. Rund 70 Milliarden Euro haben Leasinggesellschaften hierzulande für ihre Kunden investiert.

Besonders gut entwickelte sich das Neugeschäft mit Maschinen, das um neun Prozent stieg. Mit sieben Prozent nahm auch das Leasinggeschäft mit Nachrichten-, Signal- und Medizintechnik überdurchschnittlich zu. Was der Branche zu schaffen machte: das neue Abgastestverfahren WLTP.

Die deshalb zurückgefahrene Autoproduktion führte zu Lieferengpässen und bremste das Neugeschäft beim Fahrzeugleasing, dem größten Marktsegment. Aus diesem Grund hat beispielsweise Sixt Leasing das Jahresziel für Neuverträge im Privatkundengeschäft zum Ende des dritten Quartals von 12.000 auf 10.000 reduziert.

Investoren mit Gespür für Trends

Was Leasing so attraktiv macht? Es bietet die finan­zielle und technologische Flexibilität, die insbeson­dere der Mittelstand braucht, um sich den aktuellen He­rausforderungen zu stellen. So belegt eine Studie der Förderbank KfW, dass Leasing nach dem Cashflow die attraktivste Finanzierungsform für Digitalisierungsprojekte ist.

„Als professionelle Investoren verfügen Leasing­gesellschaften über spezifische Branchen- und Marktkenntnis“, sagt Fittler. „Das ermöglicht es ihnen, Investitionen in innovative Produkte oder neue Märkte auch zu reali­sieren, wenn Kreditinstitute eher zurückhaltend sind.“ Beispiele dafür kennt der Branchenexperte viele. Neue Technologien wie Großcomputer oder Großgeräte der Medizintechnik seien maßgeblich über Leasing in den Markt eingeführt wurden.

Und auch aktuell seien es Leasinggesellschaften, die zum Beispiel Elektromobilität und energieeffiziente Anlagen finanzieren und damit ihre Verbreitung im Markt fördern. Damit das auch zukünftig so bleibt, braucht die Branche verlässliche Rahmenbedingungen – und Handlungsspielräume. Die Leasingwirtschaft ist seit zehn Jahren der Finanzmarktaufsicht unterstellt.

„Die Gesellschaften sind robust reguliert, verfügen über ein leistungsfähiges Risikomanagement und sind substanzstark. Außerdem ist das Leasing-Risikoprofil nachweislich geringer als das von Kreditinstituten“, so Fittler. „Kurzum: Leasinggesellschaften sind keine Banken und sollten daher nicht nach Bankenstandards beaufsichtigt werden.“

Teil 1: Leasing passt perfekt ins digitale Zeitalter

Teil 2: Leasingmarkt im Wandel

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