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Prinzip Schwarmintelligenz

Crowdfunding-Fans suchen künftige Technologie-Trends.

Es sind vor allem Tech-Produkte, die bei den Unterstützern von Crowdfunding und auf Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo auf Begeisterung stoßen. Die erfolgreichste Kampagne Europas ist kürzlich zu Ende gegangen - und kommt aus Deutschland. Knapp 3,4 Millionen Dollar sammelte das Münchener Start-up Bragi von 15 998 Unterstützern über Kickstarter ein. Im Angebot: drahtlose (Bluetooth-)In-Ohr-Kopfhörer namens "The Dash", die auch als MP3-Player, Headset und Fitness-Tracker genutzt werden können. Der geplante Zielbetrag von 260 000 Dollar wurde in weniger als 48 Stunden erreicht.

Auch das Berliner Start-up Panono knackte die Millionengrenze und beschaffte sich Anfang dieses Jahres 1,2 Millionen Dollar über Indiegogo. "Panono" ist ein Ball, der beim Hochwerfen 360-Grad-Bilder der Umgebung produziert.

Eines der bekanntesten Tech-Produkte, die über das Internet finanziert wurden, ist die intelligente Armbanduhr "Pebble". Das gleichnamige Start-up aus Palo Alto im kalifornischen Silicon Valley startete 2012 eine Kampagne bei Kickstarter und nahm rund zehn Millionen Dollar ein - gut das Hundertfache des Zielbetrags. Die Smartwatch kann auch Mercedes-Fahrern anzeigen, wie voll der Tank ist und ob die Türen verschlossen sind.

Das Tech-Produkt, das bei Indiegogo das meiste Geld holte, wurde nicht wie geplant ausgeliefert: ein Smartphone mit Linux-basiertem Betriebssystem, dazu geschaffen, den PC zu Hause zu ersetzen. Der südafrikanische Multimillionär Mark Shuttleworth und sein Unternehmen Canonical heimsten für die Herstellung des "Ubuntu Edge" zwar fast 13 Millionen Dollar ein. Der Zielbetrag von 32 Millionen Dollar aber wurde verfehlt.

Nicht selten, erklärt Indiegogo, würde die Plattform von Start-ups auch für Markttests genutzt; etwa um den richtigen Preis für ein Produkt zu ermitteln oder Zubehör zu entwickeln. Ein Beispiel ist Shine von Misfit, ein kreisförmiger Fitness-Tracker, der im Apple-Store angeboten wird. Das Start-up aus San Francisco hatte schon mehrere Millionen Dollar an Wagniskapital sicher, startete aber dennoch eine Indiegogo-Kampagne. 850 000 Dollar kamen zusammen, entscheidend aber war das Feedback. "Wir haben viel gelernt", resümiert Misfit-Mitgründer Sonny Vu. 

 

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