Hilfe beim Finanzreporting

Die Anforderungen an CFOs und Finanzabteilungen sind durch die Globalisierung und steigende regulatorische Anforderungen so komplex wie nie. Outsourcing bringt Entlastung.

Komplexe Regularien sowie eine stetig steigende Erwartungshaltung von Investoren nach detaillierten Informationen in immer kürzeren Abständen – der Druck auf Finanzabteilungen und CFOs wächst. Zudem werden sie immer stärker in strategische Entscheidungsprozesse des Managements involviert. Doch wie begegnen die heutigen CFOs der zunehmenden Komplexität und den Änderungen im Finanzbereich?

Freiraum durch Auslagerung

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, bestimmte Finanzprozesse an externe Dienstleister auszulagern. Diese unterstützen bei klassischen Aufgaben wie der Erstellung von Einzel- und Konzernabschlüssen nach lokalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie verstärkt auch bei Monats- und Quartalsabschlüssen.

Die Erstellung eines Jahres- oder Konzernabschlusses nach HGB/IFRS oder US GAAP kann in unterschiedlicher Intensität ausgelagert werden. Im Falle einer vollständigen Übertragung auf den Dienstleister erhält dieser alle für das Finanzreporting erforderlichen Daten aus den Unternehmenssystemen. Neben lokalen handelsrechtlichen oder internationalen Accounting-Fragen können so auch steuerliche/gesellschaftsrechtliche und operative Aufgaben abgefragt werden („connected reporting“).

Zunehmend wird dem Dienstleister auch die Betreuung der Jahres- und Konzernabschlussprüfung übertragen. So fungiert der Ersteller als erster Ansprechpartner für den Abschlussprüfer. Dies ist für die Unternehmen umso effizienter, da der Ersteller meist auch mit Stellungnahmen zu handelsrechtlichen oder internationalen Bilanzierungsthemen betraut war und daher tief involviert ist.

Mit der Verlagerung des lokalen und/oder internationalen Abschlusserstellungsprozesses werden Accounting-Fragen und die Erfüllung regulatorischer Anforderungen auch auf den Dienstleister übertragen, eine gleichbleibende Qualität sichergestellt und insbesondere der Verschlankung interner Strukturen Rechnung getragen. Aufgrund der straffen Vernetzung von Finanz- und Geschäftsprozessen können durch die Reorganisiation und die Optiminierung des Finanzreportings sowie des Konsolidierungsprozesses erhebliche Vorteile erreicht werden.

Dazu gehören neben einem einheitlichen Abschlusserstellungsprozess, der zu inhaltlich vergleichbaren Abschlüssen innerhalb des Unternehmens führt, vor allem auch die Erfüllung von internen und externen, das heißt gesetzlichen Berichtserstattungsszenarien. Durch den Einsatz maßgeschneiderter Technologien werden Finanzreportings aufgesetzt, die helfen, die externe wie auch interne Berichtserstattung zu harmonisieren. Lokale Anforderungen werden mit globalen Vorgaben effizient abgestimmt. Ein zentrales Daten- und Informationsmanagement ermöglicht eine transparente, klare und strukturierte Kommunikation.

Das Outsourcing der Jahres- und Konzernabschlusserstellung hilft den Finanzabteilungen daher, sich besser auf die Entscheidungsprozesse im Unternehmen zu fokussieren und den internen wie externen Compliance-Anforderungen gerecht zu werden.

Das interessiert andere Leser

Zur Autorin

Susanne Jäger, Partner Financial Accounting Advisory Services bei EY. 

Sie erreichen sie unter: susanne.jaeger@de.ey.com

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick
Das interessiert andere Leser
  • Franchisegründungen und Beteiligungskapital

    Worin unterscheiden sich Business Angels und Venture Capital? In welcher Phase ist welche Art von Beteiligungskapital die richtige? Und was passiert beim Exit? Ein Experte klärt auf.

  • Gemeinsam wachsen

    Nicht nur in der Gastronomie expandieren Unternehmen mithilfe von Franchisenehmern. Auch im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich ist diese Vertriebsform weit verbreitet.

  • Ziele und Sorgen der nächsten Unternehmergeneration

    Gestalten statt verwalten: Die nächste Generation der Unternehmer will nicht nur das Erbe fortführen, sondern die Digitalisierung vorantreiben, zeigt eine aktuelle Umfrage.

  • Mama startet durch

    Als Mutter erfolgreich im Job zu sein, ist in Deutschland oft nicht leicht. Die Erfolgsgeschichten zweier Start-up-Gründerinnen zeigen, wie es dennoch geht.

  • Unternehmensbewertung - eine schwierige Angelegenheit?

    Kaum ein betriebswirtschaftlicher Sachverhalt gibt zu so verschiedenen Meinungen Anlass wie der Wert eines Unternehmens.

  • Folge-Wirkung

    Wer übernimmt das Unternehmen? Ein Familienmitglied oder doch jemand Externes? Rechtsanwalt Dr. Daniel Mundhenke über eine der entscheidenden Fragen bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

  • Familienunternehmen erwärmen sich für einen Einstieg von Private-Equity

    Beteiligungsgesellschaften waren lange ein rotes Tuch für deutsche Familienunternehmen. Nun findet ein Umdenken statt – auch getrieben durch fehlende Optionen.

  • So läuft eine Due Diligence ab

    Steuernachforderungen, hohe Abfindungssumme, verzwickte Kundenbeziehungen: Risiken bei einem Unternehmenskauf gibt es viele. Eine Due Diligence ist deshalb zwingend erforderlich.

  • Beiräte in Franchisesystemen

    Wie wird ein Beirat organisiert? Was sind die Aufgaben und die Arbeitsweise? Und welche positiven und negativen Aspekte gibt es? Erfahren Sie mehr über Beiräte in Franchisesystemen.

  • Starke Motivation

    Das Nahziel von Bobfahrer Thorsten Margis und Rennrodler Julian von Schleinitz (Foto) ist die erfolgreiche Teilnahme bei Olympia 2018. Ihre Fernziele: Mastertitel und Promotion an der Hochschule.

  • Smarter leben

    Neue Technologien machen die eigenen vier Wände intelligent. Arne Sextro, Smart-Home-Experte bei EWE, über Chancen und Möglichkeiten ferngesteuerter Haustechnik.

  • Falsche Vorstellung

    Die Berater von Project Partners sind Spezialisten für die Umsetzung der Blockchain. Wie sich ein Unternehmen der Technologie öffnen kann, erfahren Sie im Interview.