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Feel free: Immer mehr Unternehmen sind unabhängig von Bankenfinanzierungen

Familienunternehmer haben per se den Wunsch, ihre Investitionen aus eigenen Mitteln stemmen zu können. Dies trifft tatsächlich derzeit auf immer mehr Firmen zu. Der entsprechende Referenzwert steigt.

Mehr und mehr kleine und mittlere Unternehmen sind bei der Finanzierung ihrer Investitionen auf Banken nicht angewiesen. Der entsprechende Referenzwert ist innerhalb eines Jahres von 2,42 auf 2,67 Punkte geklettert – ein vergleichsweise starker Anstieg. Das ist das bemerkenswerteste Ergebnis des „KMU-Banken-Barometer 2016“, das vom Verband „Die KMU-Berater – Bundesverband freier Berater e. V.“ und der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de durchgeführt wurde.

Zugleich schätzen die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ihre Finanzierungs- und Banken-Situation zum zweiten Mal in Folge schlechter ein als im Vorjahr. Der Auswertung zufolge sieht ein Drittel der Unternehmen einen sehr starken Handlungsbedarf zur Verbesserung ihrer Finanzierungslage und dem Verhältnis zu ihrer Bank. Weitere 40 Prozent sollten nach Ansicht der KMU-Berater gleichfalls rasch an ihrer Finanzierungsstruktur arbeiten. Besonders die Firmen mit bis zu 40 Mitarbeitern sehen die monetäre Lage skeptisch.

Mit welcher Bank arbeitet es sich am besten? Die meisten Firmen sind mit Genossenschaftsbanken zufrieden, Banken dieses Modells schneiden vergleichsweise noch am besten ab. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand die Sparkassen auf dem zweiten Platz. Am schlechtesten werden alle anderen Kreditinstitute bewertet. Mit der Ausnahme: der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern.

Die Ergebnisse bedeuten nach Ansicht der KMU-Berater, dass Banken wegen schwächelnder Ertragslage kreditnachfragende Firmen noch sorgfältiger prüfen. „Dies wird vor allem die große Mehrheit der Unternehmen mit mittlerer Bonität treffen, diese Unternehmen sind auf diese negative Entwicklung ganz offensichtlich überwiegend nicht besonders gut vorbereitet“, sagt Thomas Thier, Vorsitzender der KMU-Berater.

Wie lässt sich die Situation verbessern? Wie lassen sich Missverständnisse vermeiden: "Unternehmen und Banken und Sparkassen müssen unbedingt offener und offensiver miteinander sprechen“, sagen die KMU-Experten. Das gelte auf Bankenseite vor allem für die Ergebnisse des Ratings, der Kapitaldienstfähigkeitsberechnung und die Bewertung der Sicherheiten. Die Unternehmen sollten offensiver und aktueller mit Informationen und Zukunftserwartungen auf ihre Kreditgeber zugehen.

Nicolas Rädecke vom Kooperationspartner Deutsche Unternehmerbörse DUB.de weist auf die besondere Bedeutung einer funktionierenden Finanzierung in der Unternehmensnachfolge hin. „Für Übergeber wie Übernehmer ist Stabilität in der Finanzierung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Daher sollten Unternehmen die Handlungsimpulse zu den zwölf Aussagen des Banken-Barometer aufgreifen und umsetzen“ empfiehlt Rädecke.

Zum KMU-Banken-Barometer 2016

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