Vordenkerin Industrie: Ikone des Mittelstands

Trumpf mischt bei Lasertechnik und Smart Company kräftig mit

Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller hält den Maschinenbauer auf Zukunftskurs. So ist das Familienunternehmen äußerst erfolgreich in den Bereichen Lasertechnik und Industrie 4.0.

Dr. Nicola Leibinger-Kammüller Die promovierte Sprachwissenschaftlerin stieg 1985 ins Unternehmen ein. 2005 übernahm sie den Vorstandsvorsitz. Zudem ist sie Aufsichtsrätin bei Siemens und Springer.

Dr. Nicola Leibinger-Kammüller Die promovierte Sprachwissenschaftlerin stieg 1985 ins Unternehmen ein. 2005 übernahm sie den Vorstandsvorsitz. Zudem ist sie Aufsichtsrätin bei Siemens und Springer (Illustration: JDB MEDIA/Philipp Möller)

Es läuft rund beim Maschinenbauer Trumpf. Besonders erfolgreich entwickelt sich das Geschäft mit Lasertechnik. Damit wird die nächste Generation von Mikrochips gefertigt. Über Jahre beharrlich ausgebaut, zahlt sich die Entwicklungsarbeit aus. Denn Chip­hersteller setzen verstärkt auf die kostengünstige Fertigungstechnik. Der Umsatz stieg 2018 um knapp 58 Prozent auf über 250 Millionen Euro. Bereits seit 2015 betreibt die Tochter­gesellschaft Axoom eine digitale Plattform für fertigende Unternehmen und mischt so beim Thema Smart Factory mit. Modern gibt sich das Traditionsunternehmen mit flexiblen Arbeitszeiten, welche die Arbeitnehmer alle zwei Jahre neu für sich bestimmen können. Als Vorstandsvorsitzende leitet Nicola Leibinger-Kammüller seit 14 Jahren die Geschicke des Familienbetriebs – gemeinsam mit ihrem Bruder, Technikchef Peter Leibinger, und ihrem Mann, Chief Digital Officer Mathias Kammüller. Anders als viele andere Mittelständler ist sie in der Öffentlichkeit präsent, zeigt klare Kante: Dieselnachrüstungen sollten auf Kosten der Industrie durchgeführt werden; die AFD sei „unternehmerfeindlich“. Im letzten Bundestagswahlkampf vermisste die Endfünfzigerin politische Debatten über die Digitalisierung. Als promovierte Sprachwissenschaftlerin habe sie im Unternehmen manchmal einen anderen Blick auf die Dinge. Das sei oft hilfreich. Noch wichtiger: eine gute Fehler­kultur. Niemand entscheide immer richtig. Deshalb sei es für sie wichtig, offen mit Irrtümern umzugehen und diese dann zu korrigieren.

Das Unternehmen: Der familiengeführte Mittelständler Trumpf ist einer der größten Anbieter von Werkzeugmaschinen.

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