Vordenker Industrie: Jung, Visionär und traditionsbewusst

Viessmanns Erfolgsrezept: Ausgewogener Mix aus Tradition und Digitalisierung

Viessmann gehört zu den Technologieführern im Bereich Heizsysteme. Zukunftsthemen wie Energiewende, Smart Home und Nachhaltigkeit prägen das Kerngeschäft.

Maximilian Viessmann Der Wirtschaftsingenieur war als Berater und Business Angel tätig, bevor er als Digitalchef ins Familien­unternehmen einstieg.

Maximilian Viessmann Der Wirtschaftsingenieur war als Berater und Business Angel tätig, bevor er als Digitalchef ins Familien­unternehmen einstieg (Illustration: JDB MEDIA/Philipp Möller)

Maximilian Viessmann zählt mit Ende zwanzig ganz sicher zu den jüngeren Vorständen – selbst als Unternehmensnachfolger. Nachdem er das Familien­unternehmen zwei Jahre als Chefdigitalisierer unterstützt hat, kümmert er sich seit 2017 auch um das Kerngeschäft: Heizsysteme. Darin zählt das Haus zu den Technologieführern. Die Digitalisierung ist für Viessmann eher Mittel zum Zweck als ein Wert an sich. Als Anlagenbauer liege der Fokus traditionellerweise auf den Produkten. Künftig sollen die Kunden und Mehrwerte entlang des gesamten Lebenszyklus der produzierten Anlagen verstärkt ins Zentrum rücken. Digitale Angebote wie beispielsweise heizung.de sollen die Verbraucher zum Thema Heizen informieren und mit Handwerkern in Kontakt bringen. So unterstützt Viessmann die Installa­tionspartner. Zusätzlich prägen Zukunftsthemen wie die Energiewende, Smart Home und Nachhaltigkeit das Kerngeschäft rund um Heiz-, Kühl- und Energiesysteme. Doch nicht nur sein Unternehmen bringt Viessmann voran: Mit dem Company Builder WATTx und den Venture-Fonds Vito Ventures und Vito.One investiert er aktiv in Start-ups – sowohl im Kern­geschäft des Heizungsbauers als auch darüber hinaus. Das Joint Venture Digital Energy Solutions ist eine Kooperation mit BMW. Um auch in digitalen Zeiten erfolgreich zu sein, muss Viessmann traditionelle Muster im Unternehmen aufweichen. Er weiß, Fehlerkultur entsteht durchs Vorleben. In Freiräumen werden Mitarbeiter aktiver. Und wenn der Chef selbst keinen festen Arbeitsplatz hat, kann er dies auch den Mitarbeitern schmackhaft machen.

Das Unternehmen: Die Viessmann-Gruppe mit 12.100 Mit­arbeitern und einem Umsatz von 2,37 Milliarden Euro ist weltweit aktiv.

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